100 Slasher in 50 Jahren, Teil 2

Aus Badmovies.de
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sign1-18.gif


100 Slasher in 50 Jahren, Teil 2


26. The Breather in WAS MACHT DER TOTE AUF DER WÄSCHELEINE?

An der Lamab High School treibt der Seriemörder „The Breather“ (den Namen verdankt er sein rachitisches Röcheln) sein Unwesen. Zu seinem Opfern zählen Mädchen die gerade Sex hatten (oder den Beischlaf auch nur planen), und diese streckt er bevorzugt mit Waffen wie Büroklammern, Kreidetafelschruber und Bücherstützen nieder.


100Slasher 33.JPG

Luxuriös lebt sich’s als „Breather“ (zumindest im Vergleich
zu den Löchern wo die BM-Schreiberlinge hausen).


Wir befinden uns wieder im Büro der deutschen Verleihfirma, und wieder kommt der Haussklave angekrochen:


Sklave: „Cheffe, ham wieda nen Neuen; diesmal heissa Stu-Dent-Bodis - Wie nenn’ma den diesmal?“
Chef (in seinem Blick spiegelt sich alle Abscheu dieser Welt wieder): „Benutzt doch einmal selbst die Waffel, Himmelarschundzwirn!“
Sklave: „Wie wäre es mit Studentenkörper? Passt, is kurz und knackisch …“
Chef (drückt dem Sklaven seine Zigarette ins linke Auge): „Sau! Faule! Was macht der Tote auf der Wäscheleine?, so nennen wir den Streifen! Verschwinde aus meinem Büro und geh sterben, du ekelst mich an!“


Der Slasher-Boom war nur ein paar Monde alt, da kam auch schon die erste Satire (oder, wie man im Neu-Deutsch sagt, „Spoof“), Was macht der Tote auf der Wäscheleine? (Originaltitel: Student Bodies), ins Kino. Dort konnte er keine großen Gewinne erzielen, wurde aber zum Kult-Video, mit einer loyalen Anhängerschaft, die die Zoten teilweise Wort für Wort mitplappern konnten. Mickey Rose produzierte eine Komödie, deren Niveau in etwa auf der Höhe des Schattens einer Schlange liegt. Also denken wir gleich Filme wie Airplane, Top Secret und Scary Movies. Es blieb Roses einzige Regiearbeit (hauptberuflich verdingt sich der Mann als Drehbuchschreiber für Woody Allen – kein Scherz).

Zu den Schauspielern: Hauptrollen hatten Thespier wie Kristen Riter and Matthew Goldsby und Jerry Belson – sollte man die Namen nicht kennen, macht das auch nix. Keiner der Beteiligten sollte je wieder vor der Kamera stehen. Nun, mit einer Ausnahme: Cullen Chambers ist ein Veteran unter den Extras und Nebendarstellern, und hat über 3,000 Rollen auf seinem Lebenslauf, darunter Auftritte in RoboCop 2, Pulp Fiction oder Star Trek: The Next Generation. Am Drehbuch war übrigens Regisseur Michael Ritchie beteiligt, der später Komödienperlen wie die Fletch–Filme (mit Chevy Chase), Zwei Ausgebuffte Profis und Die Bären sind los drehen sollte.


100Slasher 34.JPG


BODY COUNT:

Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skullhalf.jpg


27. Nikos Karamanlis in MAN-EATER – DER MENSCHENFRESSER

Eine Gruppe Touristen will Urlaub auf einer idyllischen griechischen Insel machen, findet das Eiland aber menschenleer vor. Bis auf ein blindes Mädchen, das von einem „nach Blut stinkenden Mann“ faselt. Einer nach dem Anderen werden die Touristen von besagtem Stinker dezimiert und (wie der Rest der Inselbewohner) gefressen. Bei dem Menschenfresser handelt es sich um Nikos Karamanlis (George Eastman), einem Schiffbrüchigen der einst seine eigene Familie verspeisen musste und seitdem den Verstand verloren hat. Es gelingt den Überlebenden, Nikos eine Axt in den Bauch zu rammen. Bevor er verendet, beißt Nikos herzhaft ins eigene Innereien-Suflaki.


Joe D’Amatos Man-Eater – Der Menschenfresser (Originaltitel: Antropophagous, Alternativtitel: The Grim Reaper) war ein besonderer Liebling der FSK, die eine Anzeige wegen Körperverletzung in Betracht zog, da er bei den Herrn zu Brechreiz und körperlichen Beschwerden geführt habe. Zensieren wollen, aber keine Eier in der Hose um einen billigen Horrorfilm durchzustehen, ja so hamma’s gern! Ob es sich bei besagter Brechreizerregenden Szene um besagte Gedärmschnabuliererei oder der Szene, in der Nikos einer schwangeren Frau das Balg aus dem Bauch reißt und verköstigt, ist uns nicht bekannt.


100Slasher 35.JPG
“… und ich sage euch: Wenn dass mit dem Rettungsschirm nicht klappt,
wird es wieder passieren!“


Da die Dreharbeiten zu Man-Eater anscheinend flott liefen, drehten D’Amato im selben Jahr gleich den (inoffiziellen) Nachfolger Absurd(Originaltitel: Rosso Sangue, Alternativtitel: The Grim Reaper 2). Wieder spielt Eastman einen griechischen Nikos und wieder muss er das Gedärm tief hängen lassen. Mit dem Unterschied dass dieser Nikos kein Kannibale, sondern ein Serienmörder mit Wolverine-artigen Selbstheilungskräften ist, der eine Familie in ihrem Haus terrorisiert und schlussendlich von einem behinderten Mädchen geköpft wird. Seltsamerweise hat Absurd frappierende Ähnlichkeiten zu dem Chuck Norris Vehikel Das Stumme Ungeheuer (Originaltitel: Silent Rage), das seltsamerweise erst ein Jahr nach Absurd auf den Markt kam. Was entweder bedeutet, dass D’Amato zum einzigen mal in seinem Leben einen Weitblick hatte oder eben „artigianato italiana, cappice“? Einen tieferen Einblick bietet die REVIEW des verschollenen Gastschreibers Eduardo D’Amaro.


100Slasher 36.JPG


Meisterstümper Andreas Schnaas sah sich 1999 zu dem Remake Anthropophagous 2000 genötigt, mit dem wir bei BM uns die Finger nicht beschmutzen wollen (Edit: Doch, der Doc hat es HIER getan).


BODY COUNT:

Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg


(Maneater: 13)
(Absurd: 7)
(Antropophagous 2000: 31)


28. Jay Jonese in BLOODPARTY

Die Bradley-Familie und ihre Freunde wollen in ihrem isolierten Landhaus traditionell das Erntedankfest feiern. Unglücklicherweise bricht zeitgleich der mordlustiger Irrer Jay Jones (Jake Steinfeld) aus einer Anstalt aus, klaut einen Krankenwagen und plättet gleich darauf eine nette alte Rentnerin auf den Asphalt. Als nächstes deckt er sich mit PCP ein (was ihn durchgehend wie ein Idiot kichern lässt) und macht sich auf die Suche nach einem isoliertes Landhaus, wo man vielleicht ein bisschen eine Familie meucheln könnte.


100Slasher 37.JPG
Die Augen sagen PCP, die Muskeln Steroide,
aber die Wampe spricht von Bier. Viel Bier.


Bloodparty (Originaltitel:Home Sweet Home, Alternativtitel: Slasher in the House) war ein mittelmäßig-bis-schlechter kleiner Slasher, ohne erwähnenswerten Budget gedreht, was wahrscheinlich der Grund war, warum die meisten Morde im Off passieren. Drei Szenen seien jedoch hervorzuheben: Die besagte Szene mit der platten Oma, dass der Killer sich, wie es Gottgefällig ist, PCP mittels Spritze in die Zunge injiziert und eine Ace Frehley-imitierende Range mit der eigenen Gitarre frittiert. Nichts gegen KISS, aber der Bengel war wirklich nervtötend, man hat praktisch nur auf sein Ausscheiden gewartet.

Der Film sollte Regisseurin Nettie Peña einziger Film bleiben; 2009 drehte sie noch eine kleine Querulanten-Doku namens They’re Not Green, wo sie über den US-amerikanischen Senat und die pitterpösen Ölkonglomerate herzieht. Andererseits sagt man ihr nach, dass ihre Tamales Weltklasse sein sollen, Caramba!


BODY COUNT:

Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg


29. George Tatum in NIGHTMARE

George Tatum (Baird Stafford) hat einen langjährigen Aufenthalt in einem Lachhospital hinter sich und ist nun auf dem Weg nach Florida, wo er sich auf ein Wiedersehen mit seiner Familie freut. Doch immer wieder plagen ihn Erinnerungsfetzen aus seiner Kindheit und seltsame Gewaltfantasien. Er terrorisiert seine Ex-Frau Susan (Sharon Smith) mit anonymen Telefonanrufen, beschafft sich eine Maske und bricht in sein eigenes Haus ein, wo er zunächst den Babysitter mit einem Eispickel killt. Dann jagt er seine Kinder, die Zwillinge Kim und Tammy (Kim & Tammy Patterson), und seinen Sohn C.J (C.J Cooke) durch das Haus, aber C.J findet die Pistole seiner Mutter und erschießt den Angreifer. Sterbend, sieht George nun den Grund für seine Psychose: Als Kind musste er mit ansehen, wie sein Vater (William Kirksey) seine Mutter mit einem Flittchen betrügt und zerlegte die Untreuen mit einer Axt. Man schleppt Georges Kadaver hinfort und als letztes blinzelt C.J lustig in die Kamera.


So manche Alternativtitel nennt Romano Scavolinis Nightmare sein Eigen. Als da wären: Bloodsplash, Schizo, Nightmare in a Damaged Brain, Blutige Albträume, Dark Games, und, möchte man IMDB glauben (was wir natürlich nicht tun), Flucht auf Gnadenloser Hölle.

In England machte man mächtig Trara um den Film: Als Nightmare zum ersten Mal in Manchester gezeigt wurde, wurden Kotzbeutel an das Publikum ausgeteilt, Warnhinweise prangerten an den Eingangstüren und vor dem Kino warteten (falsche) Krankenwagen. Nach der Vorführung kam sogar die Polizei vorbei um den Laden dicht zu machen. Aber selbst die Polizisten waren Schauspieler und Teil der Werbetrommel.

Doch der Schuss ging nach hinten los: Als die Presse Wind von der Aktion bekam, berichtete sie natürlich darüber. Die Polizei (diesmal die echte) stürmte das Büro der Verleihfirma „World of Video 2000“ und schleppte die drei Besitzer vor den Kadi. Man wurde des Besitzes von obszönem Filmmaterial angeklagt und es half nicht viel, dass der Anwalt das Gericht überzeugen wollte, dass man Nightmare „zum Wohle der Öffentlichkeit“ vertrieb. Man bestellte Filmkritiker als Zeugen, und treuherzig versuchte man die Jury davon zu überzeugen, dass man den Film nicht verurteilen könne, weil „die Produktion sehr gut ausgeführt“ worden sei (an und für sich eine recht dünne Verteidigung, wenn man den Film gesehen hat). Dies animierte den Richter Christopher Beaumont zu der lakonischen Aussage: „Wie kann das für die Jury relevant sein? Man könnte sagen, dass die deutsche Panzerinvasion von Polen sehr gut ausgeführt wurde. Kann Exzellenz und Kameraarbeit der Jury dabei helfen zu einem Urteil zu kommen?“ Wo er Recht hat, hat er Recht, der Herr Richter. Schlussendlich haben ja auch Charles Manson, Jeffrey Dahmer und Ted Bundy „sehr gründliche gearbeitet“.


100Slasher 38.JPG
George ruft seine Familie an –
das durfte Verleiher Hamilton-Grant später auch tun:
einmal im Monat.


Es half alles nichts und einer der Betriebseigentümer, David Hamilton-Grant, wurde zu 18 Monaten verknackt – von denen er aber lediglich sechs absitzen musste.



BODY COUNT:

Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg


30. Madman Marz in MADMAN

Ein Haufen Jugendlicher hockt in einem Wald um ein Campfeuer und erzählen sich Gruselgeschichten. Da darf die Mär vom “Madman Marz” (Paul Ehlers) nicht fehlen: Marz war ein Serienmörder der seine gesamte Familie über den Jordan geschickt hat, den ein Axthieb verunstaltete und der, als man ihn hängen wollte, in den Wald geflohen ist. Den „Madman“ könne man auferwecken, wenn man seinen Namen laut ausruft. Gesagt, getan. Die Kids gehen ihren regulären Beschäftigungen nach (namentlich Sex, sobald sich ein unbemerkter Moment bietet), ab Madman Marz ist in der Tat zurückgekehrt, und beginnt den Trupp zu dezimieren. Zu guter Letzt schafft es Bettsy (Galyen Ross) den „Madman“ (scheinbar) in seiner Hütte zu besiegen, muss aber ihr eigenes Leben lassen. Nur zweien, der Lehrer Max (Carl Frederick) und Richie (Jimmy Steele), der Kerl der den „Madman“ aus unbedacht erweckt hat, gelingt die Flucht aus dem Wald.

Ursprünglich hatte Regisseur Joe Giannone geplant, dass Madman von der „Urbane Legende“ des Cropsy handeln sollte, erfuhr aber dass darüber schon ein Film in der Mache war (siehe The Burning). So entschied man sich kurzerhand die Saga von Madman Marz zu erfinden. Auch eine Fortsetzung war im Plan mit einbegriffen – was das offene Ende erklärt – aber da der Film an den Kinokassen ziemlich floppte und erste auf Video einen gewissen Kult-Status erlangte, wurde die Fortsetzung nie gedreht. Die ganze Urbane Legende kann man in dieser Review nachlesen.

„Madman“-Darsteller Paul Ehler wurde während der Dreharbeiten Vater. Als er die frohe Botschaft empfing, ließ Ehler, wie es sich für einen guten Vater geziemt, alles stehen und liegen, hüpfte in sein Auto und raste zum Krankenhaus, um seinen Nachwuchs in die Arme zu schließen. Die Krankenhausbelegschaft bekam einen ziemlichen Schock und es grenzt an ein Wunder dass die Krankenschwester nicht versuchte, dem Unhold mit einem Feuerlöscher den Garaus zu machen: Ehlers hatte vergessen, dass er noch die Maske trug und über und über mit (Kunst)-Blut besudelt war.


100Slasher 39.JPG
DAS war das erste, dass Paul Ehlers Neugeborener Sohn sah!


Es hat wohl seine Vorteile dass Neugeborene blind sind („angeblich“, wohlgemerkt).


BODY COUNT:

Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg


31. Harold in X-RAY – DER ERSTE MORD GESCHAH AM VALENTINSTAG

Susan Jeremy (Barbi Benton) war an ihrer Schule einst der Schwarm aller Jungs. Besonders Harold (Chip Lucia), ausgerechnet der Schul-Sonderling, klebte ihr wie eine Kaugummi an den Fersen. Und ausgerechnet am Valentintag bekommt Harold die aufregende Mitteilung, dass mit Susan nichts läuft und dass die sich einen anderen Macker, David (Michael Romano) zulegte hat. Zuviel Info für Harolds angeschlagenes Mentalgerüst: er bricht bei Susan ein, bringt David mit einem Kleiderhänger um und verschwindet kichernd in der Nacht. Aber die Zeit heilt alle Wunden. Jahre später, es ist wieder Valentinstag und Susan befindet sich für einer Generaluntersuchung im lokalen Spital. Sie hat die kleine Geschichte von vor zwanzig Jahren schon längst vergessen, aber als ein als Arzt verkleideter Irrer das Krankenhaus unsicher macht, Belegschaft und Patienten dezimiert, weckt das bei Susan langsam die Erinnerungen.


100Slasher 40.JPG
“Doctor’s in the House!


Wir ahnen es bereits: X-Ray - Der erste Mord geschah am Valentinstag (Originaltitel: Hospital Massacre) ist eine Mischung aus Halloween II und Blutiger Valentinstag, mit einer Dosis Mystery und Who’s dunnit. Aber eine Barbi Benton (die so aussieht, wie der Name klingt) ist keine Jamie Lee Curtis, und ihr für eineinhalb Stunden zuzusehen, wie sie durch ein Krankenhaus herumirrt, wird mit der Zeit doch recht nervig. Außerdem ist der Doktor-Killer nicht besonders einfallsreich bei seiner Killarbeit (selbst im Vergleich zu Michael Myers). Aber man muss Regisseur Boaz Davidson zugestehen, dass er weiß wie man einen Film in Szene setzt. Der Israeli ist wohl am ehesten als Regisseur der Eis am Stiel–Reihe bekannt, und diese „lockere Note“ ist auch in diesem Streifen unübersehbar. Wie gesagt: nett gemacht, kann man sich ansehen, muss man aber nicht.


BODY COUNT:

Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg


32. Colt Hawker in DAS HORROR-HOSPITAL

Deborah Ballin (Lee Grant) ist eine Feministin mit Männerhass, die in einer Talkshow auf ihren Gegenpart trifft: Colt Hawker (Michael Ironside) ist ein frauenhassender Psychopath, dessen Vater einst von einer Frau verunstaltet wurde. Hawker diskutiert mit Mrs. Ballin auf seine Weise und prügelt die Moderatorin Krankenhausreif. Hawker legt diverse Frauen um, die mit Deborah zu tun haben und Deborah gibt sich besorgt, dass ein Serienmörder hinter ihr her sei. Das sieht ihr Chef Gary Baylor (William Shatner) als weibische Narretei – bis Hawker in Deborahs Haus auftaucht und ihr sein Klappmesser in den Unterleib rammt. Deborah überlebt die Attacke und landet wieder im Krankenhaus. Frustriert verletzt Hawker sich selbst mit einer zerbrochenen Bierflasche und wird in selbiges Spital eingewiesen. Dort macht er sich gleich an die Arbeit, und will seinen Job zu Ende bringen.


100Slasher 41.JPG
Michael Ironside kann es einfach nicht lassen,
das mit dem Gehirnaussaugen.


Der Kanuck-Slasher Das Horror-Hospital (Originaltitel: Visiting Hours) erschien fast zeitgleich mit dem oben erwähnten X-Ray - Der erste Mord geschah am Valentinstag. Aber er hat etliches mehr, das für ihn spricht. Zum ersten natürlich Michael Ironside: Frisch von den Scanners-Dreharbeiten, als Frauenhassender Psycho im Kunstleder T-Shirt, was könnte da falsch gehen? Genau: nichts! William „The Shat“ Shatner in einer kleinen Rolle, auch immer wieder einen (BM)-Oscar wert. Nun könnten da Zuschauer bemäkeln, dass der Film selbst ziemlich zahm ist, der Killer Colt ziemlich einfallsarm (Frauen mit einem Klappmesser abstechen verliert mit der Zeit auch seinen Reiz) und dass zum größten Teil ihm Film nicht allzu viel passiert. Gut, das stimmt, aber sehen wir doch die positiven Aspekte: Ironside und Shatner!


BODY COUNT:

Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg


33. Der Slayer in THE SLAYER

Die Geschwister Kay (Sarah Kendall) und Eric (Frederick Flynn), Kays Ehemann David (Alan McRae), ihrer Schwägerin Brooke (Carol Kottenbrook) und der Pilot Marsh (Michael Holmes) stranden auf einer entlegenen Insel. Kay, eine abstrakte Künstlerin, hat seit Kindheitstagen prophetische Träume und Visionen, in denen sie immer wieder von einer dämonischen Gestalt terrorisiert wird, die sie den „Slayer“ (Carl Kraines) nennt. Auf dem Eiland scheinen diese Träume wahr zu werden, als eine mysteriöse Gestalt Jagd auf die Gestrandeten macht.


100Slasher 42.JPG
Und wieder ein entfernter Verwandter von Freddy Krueger.


The Slayer (Alternativtitel: Nightmare Island, Regie: J.S Cardone) ist kein außergewöhnliches Werk, minimal aber doch atmosphärisch dicht, hat den einen oder anderen blutigen Effekt und hält sich ansonsten Strikt an die Regeln des Slasher-Films. Zu erwähnen wäre nur, dass der Film einen End-Twist aufweißt, der ein paar Jahre später einen gewissen Wes Craven bei seiner Arbeit an A Nightmare on Elm Street inspiriert haben dürfte.


BODY COUNT:

Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg



34. Malcolm O’Keefe in TRICK OR TREATS

Malcolm (Peter Jason) musste fünf Jahre in einer Nervenheilanstalt absitzen, weil seine Frau Joan (Carrie Snodgress) mehr Zeit mit ihrem Liebhaber (David Carradine) verbringen wollte. Die Zeit in der Klapse hat bei Malcolm einen anständigen Schaden hinterlassen. An Hallowen bricht er aus der Anstalt aus und macht sich auf den Weg nach Hause, um es seinem untreuen Eheweib heimzuzahlen. Die Frau ist aber mit ihrem Freund unterwegs, also muss Babysitterin Linda (Jaqueline Giroux), die auf Malcolms zehnjährigen Sohnemann Christopher (Chris Graver) aufpasst, als Opfer herhalten.

Wir ahnen es bereits, Trick or Treats (Regie: Gary Graver) klaut ungeniert vom originalen Halloween, aber genauso ungeniert wie er klaut, so einfallsarm und uninspiriert kommt er daher. Da bleibt dann nur noch auf die Gastauftritte von Stars und Sternchen wie Carradine, Steve Railsback und Paul Bartel (spielt hier einen Penner) zu warten, und sich ein müdes Gähnen zu verbeißen.


100Slasher 43.JPG
“Hallo? Polizei? Hier ist so ein Typ der schamlos Halloween beklaut!“


Was den Goregehalt anbelangt: drei magere Morde, davon zwei im Off – habe schon mehr Blut beim morgendlichen Rasieren gesehen. Noch anzumerken, dass Orson Welles im Abspann als „magischer Ratgeber“ aufgeführt wurde. Könnte damit zu tun gehabt haben, dass Regisseur Gary Graver öfter als Kameramann für Welles gearbeitet hatte und ein persönlicher Freund des Regiegenies war. Meine: Wozu hat man schließlich Freunde?


BODY COUNT:

Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg


35. Russ Thorn in THE SLUMBER PARTY MASSACRE

Die Eltern sind aus dem Haus, also nutzt Trish (Michelle Michaels) die Gelegenheit für eine Übernachtungsparty (im amerikanischen Volksmund auch „Slumber Party“ genannt). Mit ihren Freundinnen kann Trish nun ungestört Grass rauchen, in Unterhöschen rumhängen und über Jungs reden kann. Unglücklicherweise ist just an diesem Tag der Irre Russ Thorn (Michael Villella) aus der Irrenanstalt ausgebrochen. Und der ist unglücklicherweise ein Serienmörder mit einer Vorliebe für junge Mädchen in Verbindung mit einem elektrischen Powerbohrer.

The Slumber Party Massacre war einer der erfolgreicheren Slasher des Jahres 1982 und brachte es auf vier weitere Fortsetzungen. Ursprünglich hatte sich Drehbuchautorin Rita Brown, als harte Lesbe und Erzfeministische Aktivistin bekannt, den Film als Parodie mit einer Pro-Monatsbluter-Botschaft gedacht. Die Produzenten zeigten sich interessiert, schickten das Weib mit einem Schulterklopfen nach Hause und drehten einen echten Film. Brown sollte sich darüber später noch arg mokieren und ihren Frust beim Polospiel abreagieren (und wurde prompt des Geländes verwiesen, weil Frauen in Polo-Club nicht erwünscht sind).


100Slasher 44.JPG
Bitterböse Feministinnen versuchten eine phallischen Symbolismus
zwischen Elektrobohrer und Teenie-Unterhöschen herzustellen
(hatten vermutlich ihre „Tage“).


Die Kritiker ließen den Film links liegen – zu einfach gestrickt war das Muster, und zu abgenudelt war die Formel, um sich ernsthaft damit zu befassen – aber für die Slasher-Fans wurde er sofort als Kult-Film angenommen. 1987 kam die Fortsetzung The Slumber Party Massacre II in die Kinos, in dem Courtney (Crystal Bernard), die Schwester von Valerie aus dem ersten Teil (die inzwischen Meschugge in einer Anstalt sitzt), Mitglied einer All-Girl Rock Band ist. Atanas Illitch spielt hier Russ Thorns Nachfolger, einen ungenannten Powerbohrer-Killer. Der Film selbst ging mehr in Richtung A Nightmare on Elm Street, der sich zu dieser Zeit bereits als A-und-O des Slasherfilms etabliert hatte. 1992 folgte der dritte Teil – The Slumber Party Massacre III – der die berühmte Death-by-Dildo Szene beinhaltet.

Interessanterweise saßen bei allen The Slumber Party Massacre–Filmen (mit Ausnahme des letzten Teils Cheerleader Massacre, in dem 2002 Jim Wynorski Regie führte), Frauen auf dem Regiestuhl. Just zu diesem Zeitpunkt schmissen Filmkritikernulpe Roger Ebert und sein Speichellecker Siskel die aberwitzige Behauptung in den Raum, beim Slasher-Genre handle es sich um ein frauenfeindliches Medium. Dies erzürnte den lieben Gott, der dafür sorgte dass Ebert für diese freche Behauptung das Maul abfaulen solle.


BODY COUNT:

Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg


(Teil 1: 12)
(Teil 2: 7)
(Teil 3: 12)
(Teil 4: 13)


36. Diverse Wahnsinnige in ZWEI STUNDEN VOR MITTERNACHT

Dr. Dan Potter (Dwight Schultz; Murdock aus Das A-Team) beginnt seinen neuen Job in einer Nervenheilanstalt, in der Dr. Bain (Donald Pleasence) ein überaus joviales Regime hält und die Irrsinnigen nach Gutdünken schalten und walten lässt. Als da wären: Der paranoide Ex-Soldat Hawkes (Jack Palance), Byron (Martin Landau), ein Prediger mit dem Hang zur Brandstiftung, der blutrünstige Psycho „Bleeder“ (Phillip Clark) und der hünenhafter Kinderschänder Elster (Erland Van Lindth). Die vier sind Dr. Potter gegenüber recht feindselig eingestellt, da sie überzeugt sind, Potter habe ihren Lieblingsdoktor Merton um die Ecke gebracht, um an dessen Job zu kommen. Als es während eines Konzert der Punk-Gruppe „The Sick Fucks“ im anliegenden Dorf zu einem Stromausfall kommt, können sich unsere vier Freunde befreien und mischen sich unter die Dorfbevölkerung. Dort fallen sie nicht weiter auf da die Anwohner das tun, was jeder normale Mensch bei einem Stormausfall machen würde: sie plündern und brandschatzen nach Herzenslust. Dann entschließt man sich, Dr. Potters Haus einen Besuch abzuschließen, um ihn und seine Familie zu terrorisieren.

Jack Sholder (The Hidden) hat es mit Zwei Stunden vor Mitternacht (Originaltitel: Alone in the Dark, Alternativtitel: Ausbruch der Wilden Wölfe) 1982 durchaus geschafft, einen gelungenen Hybriden aus bitterböser Komödie und derben Splatter zu produzieren. Für Sholder war es sein Debüt, das Produzent Robert Shaye aber dermaßen beeindruckte, dass er den jungen Regisseur im selben Jahr noch für A Nightmare on Elm Street 2: Die Rache anheuerte. Sholder erzählt heute, Alone in the Dark sei immer noch sein unterbewerteter Film.


100Slasher 45.JPG
Nur einer der Irrsinnigen aus Zwei Stunden vor Mitternacht
(und das ist ausgerechnet der behandelnde Arzt).


Wobei, das Wort „Komödie“ ist vielleicht nicht ganz passend. Die Handlung wird ernsthaft gespielt, aber die morbide Atmosphäre trägt dazu bei, dass der Film durchaus lockerer wirkt als er in Wirklichkeit ist. Die blutigen Effekte von Tom Savini sind wie gewohnt erste Sahne, und die ausgewählten Schauspieler tragen ihr Scherflein bei, um aus Zwei Stunden vor Mitternacht einen echten (Splatter)-Klassiker zu machen. Einer dieser „Muss“-Filme (für Splatter-Fans, halt). Auch eine schöne, kleine Anekdote: Jahre später lief ein (Ex)-Mitglied der Band Jack Palance in New York über den Weg und erklärte, dass er einer der „Sick Fucks“ aus dem Film gewesen sei. Palance erwiderte recht trocken: „In dem Film waren wir alle kranke Ficker“, ging weiter und ließ den Punker, wie es sich gehört, ohne Kleingeld in der Hand stehen.


100Slasher 46.JPG
Ich weiß was ihr jetzt denkt: „Hey, das ist doch „Bleeder“ aus
Zwei Stunden vor Mitternacht!“


BODY COUNT:

Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg


37. Die Alte Hexe in CURTAINS – WAHN OHNE ENDE

Samantha Sherwood (Samantha Eggar) ist eine ambitionierte Schauspielerin, hat aber ihre knackigen Zeiten schon hinter sich. Trotzdem hofft Samantha, die Hauptrolle in Regisseur Jonathan Stryker (John Vernon) neuestem Film „Audra“ zu ergattern, in der sie eine Geisteskranke spielen muss. Um sich für die Rolle vorzubereiten, muss sich Samantha in eine Nervenheilanstalt einweisen lassen. Aber Stryker ist nicht nur ein notgeiler alter Bock sondern auch ein hinterhältiges Miststück: Er lässt Samantha im Irrenhaus versauern und lädt fünf frischere Aktrissen zu den „Proben“ ein. Als Samantha von dem Verrat erfährt, bricht sie aus der Anstalt aus und schwört blutige Rache. Kurz danach beginnt eine als alte Hexe maskierte Gestalt, die Möchtegern-Schauspielerinnen eine nach der Anderen auf blutige Art abzumurksen.

Die Produktion von Curtains – Wahn ohne Ende wurde von argen Problemen heimgesucht. Die Dreharbeiten begannen im Jahr 1981, aber wegen etlichen Umbesetzungen, Drehbuch-Änderungen und Unfällen am Set, lief Richard Ciupkas Film erst 1983 in den Kinos. Nun könnte man, wo andere einen Slasher in ein paar Wochen drehen, von generellen Unfähigkeit reden, aber Curtains ist kein bloßer Slasher, obwohl alle Elemente vorhanden sind. Vielmehr ist es ein sehr schön ausgearbeiteter Psycho-Thriller, obwohl der Twist am Ende, damals vielleicht noch innovativ, heute doch recht altbacken und vorhersehbar ist. Trotzdem solide Kunst – Will Rahmer, der Sänger der US-amerikanischen Death- / Murder Metal Band „Mortician“ nennt Curtains als einen seiner persönlichen Favoriten. Ob das unbedingt eine Empfehlung ist, liegt im Ohr des Betrachters.


100Slasher 47.JPG
Alice Schwartzer auf Jagd nach Männerfleisch.


Kommen wir zum allseits beliebten Star-Sighting: Neben den etablierten Hollwyood Stars Egger und Vernon hat Michael Wincott einen Auftritt als Matthew; Kate Lynch spielt eine Empfangsdame und William Marshall (Blacula) taucht auch in einer kleinen Nebenrolle auf.


BODY COUNT:

Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg


38. Eine Art Ghostface-Killer in HALL OF DEATH – DIE TODESHALLE

Dr. Parsons (Danny Rogers) „ertrinkt“ in seinem Schwimmbad und nun gehen die Meinungen auseinander: die Ehefrau (Lynda Day George) geht von einem Unfall aus; Tochter Christie (Mary Beth McDonough) glaubt an einen Mord. Dann wird auch noch Christies Freund Josh (Denis Mendel) beim Reifenklauen in einem Bestattungsinstitut umgebracht und Christie träumt von einer schwarzgekleideten Figur mit einem Trokar (ein Gerät mit dem man euch, wenn ihr gestorben seid, irgendwann ein schmieriger Bestattungsangestellter die Flüssigkeit aus dem Bauch saugen wird). Könnte Bestattungsunternehmer Andrews (Christopher George) etwas damit zu tun haben? Oder sein absonderlicher Sohn Paul (Bill Paxton)? Oder gar Christies Mutter, die mit Mr. Andrews an mitternächtlichen schwarzmagischen Seancen teilnimmt? Alles äußerst mysteriös, nich’?


100Slasher 48.JPG
Bill Paxton in Hall of Death – Die Todeshalle
(Ups! Wir habe doch nicht etwas gespoilert, oder?)


Was will man jetzt noch groß sagen? Hall of Death – Die Todeshalle (Originaltitel: Mortuary, Alternativtitel: Embalmed) ist ein typischer Slasher mit all den typischen Merkmalen, schnörkellos, ohne Wenn und Aber, und wer der Killer ist, wird nach knapp 20 Minuten auch ziemlich klar (trotz dem Black Metal Make-Up). Bleibt eigentlich nur ein wenig „Star-Sighting“: Klar, Bill Paxton in einer frühen Rolle, aber nicht in seinem ersten Slasher: im selben Jahr hatte er einen kleinen Auftritt im TV-Slasher Highschool Killer (Originaltitel: Deadly Lessons) und ihm Jahr darauf ging es mit Terminator natürlich bergauf. Christopher George spielt hier neben seiner Gattin Lynda Day: Für den großen Schauspieler, der schon in Filmen wie Ein Zombie hing am Glockenseil, Enter the Ninja und den vorher besprochenen Graduation Day zu sehen war, sollte es die finale Rolle bleiben. George erlag kurz nach Drehschluss einer Herzattacke. Protagonistin Mary Beth McDonough war bis Datum als Erin in der Erfolgssendung Die Waltons bekannt. (Man munkelt von einem Remake, modernisiert und realistischer, wo Erin es mit ihren neun Brüdern, Pa Walton UND Grandma Walton treibt).


BODY COUNT:

Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg


39. Angela in BLUTIGER SOMMER – DAS CAMP DES GRAUENS

Die kleine Angela (Felissa Rose) hat ihren Vater bei einem Bootsunfall verloren und lebt seitdem bei ihrer durchgeknallten Tante Martha (Desiree Gould). Die Tante schickt Angela und ihren Cousin Ricky (Jonathan Tiersten) für die Ferien ins Sommercamp Arawak. Dort… ach, muss ich jetzt noch viel erzählen?

Regisseur Robert Hiltzick (der den Film seiner Mutter gewidmet hat) hat mit Blutiger Sommer – Das Camp des Grauens (Originaltitel: Sleepaway Camp) eine perfekte Symbiose zwischen Porky’s und Freitag der 13te gedreht. Ein Film, wie er ihn nur in den 80ern existieren konnte. Und obwohl ich bekanntlich kein Freund der Synchronisation bin, bereichert die deutsche Übersetzung den Film mit Perlen wie diesen: “Ich harke noch ne Runde Heu. Willste mitkommen?“ Antwort: “Wenn ich den Mais reingetan habe.“. Außerdem gilt Blutiger Sommer als der Film mit dem schockierendsten Finale des gesamten Genres, der den Horror der Morde und Gräueltaten selbst verblassen lässt. (Um ganz ehrlich zu sein: mit den Gräueltaten war es so oder so nicht weit her. Ich sage nur: Mini-Budget. Keine Penunze und Rotgeld).


100Slasher 49.JPG
IT’S A TRAP!
Laut Statistiken wurden 83 Prozent der männlichen Zuschauer
nach dem Kinobesuch abstinent (und der Rest schwul).


Trotzdem war Blutiger Sommer einer der erfolgreicheren Filme die das Genre bisher hervorgebracht hat, und vier Fortsetzungen sollten dem Original folgen: Den Anfang machte 1988 Camp des Grauens 2 (Originaltitel: Sleepaway Camp II – Unhappy Campers, Regie: Michael A. Simpson), in dem Bruce Springsteens Schwester Pamela die Angela spielt. Die Sequel war kein Slasher Per Se, sondern ging mehr in Richtung Parodie, der das Genre durch den Kakao zog. Dasselbe galt für Camp des Grauens 3 (Originaltitel: Sleepaway Camp III – Teenage Wasteland, Regie: wieder Simpson) im folgenden Jahr. Die Hauseigene Vergleichsreview zwischen Freitag der 13te VIII – Jason Takes Manhattan und Camp des Grauens 3 ist HIER zu empfehlen.

Hiltzick drehte 2003 den vierten Teil Return to Sleepaway Camp, der Teil 2 und 3 ignoriert und dort beginnt, wo das Original endet.Es sollte jedoch bis 2008 dauern, bis der Film endgültig im Kasten war. Zeitgleich zum vierten Teil drehte Jim Markovic Sleepaway Camp IV: The Survivor; dem Regisseur ging aber die Kohle aus, und erst zehn Jahre später, 2012, erschien die offizielle Fassung auf DVD.


BODY COUNT:

Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg


(Teil 1: 11)
(Teil 2: 19)
(Teil 3: 16)
(Teil 4: 9)
(Teil 5: 2)


40. Melissa in SWEET 16 – BLUTIGES INFERNO

Melissa (Aleisa Shirley) ist ein sechzehnjähriges Stadtkind, die es mit ihren Archäologen-Eltern (Lee Strasberg und Patrick Macnee) in ein texanisches Kleinkaff verschlägt. Während ihr Vater in indianische Gräber rumbuddelt (sehr zum Unmut der Indianer, aber wer fragt schon die Indianer?), verdreht Melissa den lokalen Dorfseppeln den Kopf. Als ein vermummter Messerschwinger beginnt, die Jungs zu dezimieren, liegt es an Sheriff Burke (Bo Hopkins) und seiner Kinder Marci (Dana Kimmell) und Hank (Steve Antin; Troy aus Die Goonies) weitere Morde zu verhindern.


100Slasher 50.JPG
Die Hauptdarstellerin zeigt ihre Qualitäten.


Das faszinierende an Sweet 16 – Blutiges Inferno (Regie: Jim Sotos) ist das Zusammenspiel zwischen den professionellen Schauspielern (Macnee/Strasberg/Hopkins) und den Rest der Akteure, die scheinbar allesamt aus Holz geschnitzt wurden. Vor allem Strasberg und Macnee (die Rolle war ursprünglich für Leslie Nielsen gedacht, dank seiner Terminplanung ging dieser Kelch allerdings an ihm vorüber) merkt man das Unwohlsein an. Es ist ihnen praktisch aufs Gesicht geschrieben (das und der ständige Hintergedanke: „besser als anschaffen oder betteln gehen“). Was die Grimassenschneiderei angeht, schießt Dana Kimmell den Vogel ab. Die Dame hatte mit Und wieder ist Freitag, der 13. schon Slasher-Erfahrung, fand später Jesus, der gerade an einer Straßenecke stand und Bleistifte verkaufte, und wettert seitdem gegen das Genre, wann immer man sie darauf anspricht. Danach folgt meist eine Litanei, die irgendwo zwischen der Bergpredigt und dem 23ten Psalm angesiedelt ist.


BODY COUNT:

Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg


41. Der Teddybär in GIRLS NITE OUT – DAS SPIEL DES WAHNSINNS

An der DeWitt Universität ist Feiertagsstimmung angesagt: Das Basketballteam hat die Championchip gewonnen, der Sieg wurde von allen Studenten gebührend gefeiert und nun bereitet man sich auf die traditionelle Schnitzeljagd vor (und ein Killer, der sich im Kostüm des Schulmaskottchen verkleidet hat, bereitet sich auf die Stundentenjagd vor).


Der 1984er Film Girls Nite Out – Das Spiel des Wahnsinns (Regie: Robert Deubel) ist ein so routinemäßiger Slasher, wie er routinierter nicht sein könnte. Sicher, die Idee das sich der Killer als Teddybär verkleidet ist verhältnismäßig originell, die als Bärentatzen getarnten Steakmesser erinnern ein wenig an Freddy (zu dem wir noch kommen werden) aber für einen richtigen Slasher-Klassiker fehlt der nötige Goregehalt und Schockeffekte. Der einzige Schauspieler, der es wert ist, hier erwähnt zu werden ist Hal Holbrook, der das erste Opfer des Teddybär-Mörders spielt. Holbrooks Szene war innerhalb von ein paar Stunden im Kasten und so editiert, dass es scheint als ob der Schauspieler mit den anderen Akteuren interagiert.

100Slasher 51.JPG
Der schrecklichste Killer des Slasher-Genres: ein Furry.


Dies alles nachzulesen, gilt es hier auf der Badmovies REVIEW.


BODY COUNT:

Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg


42. Howard Johns in SILENT MADNESS – DER SCHLÄCHTER

Howard Johns (Solly Marx) hat etliche Jährchen in der Lach- und Schreiakademie verbracht. Grund für seine Psychose: ein Haufen Verbindungsschwestern haben zu Studium-Zeiten sein Hinterteil mit einem Kricketschläger bearbeitet. Wegen eines Computerfehlers wird Howard aus der Klinik entlassen und macht sich sofort auf den Weg zum nächstgelegenen Verbindungswohnheim, um dort die Schwestern zu massakrieren. Nun liegt es an Howards (ehemaliger) Psychiaterin Dr. Joan Gilmore (Belinda Montgomery), den Irrsinnigen zu stoppen.

Simon Nuchtern hatte Silent Madness – Der Schlächter (Alternativetitel: Beautiful Screamers, The Nightkillers, The Omega Factor) in 3D produziert. Wie eindrucksvoll das Seinerzeit im Kino gewesen sein muss, lässt sich mit der 2D Videoversion nur schwer beurteilen. Der Regisseur stammt eigentlich aus der Schmuddelfilmszene, dürfte aber den einen oder anderen Gorebauern vom 1976er Snuff ein Begriff sein. Es war Nuchtern der die berüchtigte Extra-Szene am Ende des Streifens drehte, die man damals dem Publikum für bare Münze verkaufen wollte. Nach Silent Madness drehte er noch einen einen Bikerfilm, dann verliert sich Nuchterns Spur im filmhistorischen Limbo.


100Slasher 52.JPG
Howard versucht etwas Verstand in die Köpfe von
Studentinnen zu pressen – oder andersrum.


Was TV-Veteranin Linda Montgomery (Der Mann aus Atlantis, unter vielen anderem) dazu bewogen haben mochte, in dem Streifen mitzuspielen, darüber kann nur spekuliert werden. Vielleicht dachte sie an Donald Pleasence und den monumentalen Erfolg von Halloween gedacht (oder vielleicht hat sie die Kohle ganz mächtig gebraucht). Silent Madness – Der Schlächter besticht durch einen ziemlich hohen Bodycount (14 Seelen an der Zahl); so viel zu den positiven Aspekten. Auf der Minusseite liegt, dass der Killer Howard zu den uncharismatischsten Seriemörder der Filmgeschichte gehört. Der Mann war hauptberuflicher Stuntman und wenn sich seine ein solch guter Stuntman wie Schauspieler war, hätte er sich schon beim verlassen der Badewanne das Genick gebrochen).


BODY COUNT:

Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg


43. Bubba in THE NAIL GUN MASSACRE

Nachdem eine junge Frau von einem Haufen Bauarbeiter vergewaltigt wird, macht ein rachsüchtiger Psycho mit einer Nagelpistole jagt auf die Rapisten-Brüder.


„Es ist billiger als eine Kettensäge“, sprach der Verleihtext und hat dabei nicht gelogen. Ursprünglich war das Drehbuch zu The Nail Gun Massacre fette 80 Seiten lang; dann rechnete Regisseur Terry Lofton das Budget Pi-mal-Daumen, und kürzte das Ganze auf 25. Aber auch sonst war Lofton recht sparsam was Budget und Komparsen anbelangte: Als er eine Schauspielerin benötigte, die eine Supermarktverkäuferin spielen sollte, spannte Lofton kurzerhand die eigene Großmutter ein. Die alte Dame bekam später Wind davon, in was für einen Film sie zu besichtigen war, zeigte sie sich recht ungehalten und wechselte sie mit ihrem Enkel auf längere Zeit kein Wort mehr. Was tut man nicht alles für die Kunst?


100Slasher 53.JPG
Sicherheit im Verkehr geht vor – man sollte sich nie ohne
Nagelpistole auf das Motorrad setzen.


Die Geschichte wurde übrigens von einer wahren Begebenheit inspiriert: Einer von Loftons Kumpels, der einst auf dem Bau beschäftigt war, erzählte die Geschichte wie sich die Bauarbeiter spaßeshalber Duelle mit Nagelpistolen lieferten. Bauarbeiter: ehrlich, fleißig, pünktlich (aber besonderst helle sind sie generell nicht). Der deutsche Verleih zeigte sich von der cleveren Seite und fügte dem Originaltitel The Nail Gun Massacre, in der Hoffnung den einen oder anderen Texas Chainsaw Massacre–Fan zum Ankauf zu animieren, den Alternativtitel Blutgericht in Arizona hinzu. Wer mehr über den Streifen erfahren möchte, dem sei unsere Review ans Herzen genagelt.


BODY COUNT:

Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg


44. Der Weihnachtsmann in STILLE NACHT – HORROR NACHT

Der kleine Billy Chapman (später Robert Brian Wilson) ist tief beeindruckt von den Geschichten seines Opas, der zu erzählen weiß, dass der Weihnachtsmann in Wirklichkeit ein richtiges Schwein ist, der die guten Kinder nur aus Vorwand beschenkt, damit er die Bösen bestrafen kann. Noch beeindruckender ist, dass ein als Weihnachtsmann verkleideter Verbrecher seine Mutter vergewaltigt und seine Eltern ermordet. Billy und sein Bruder Ricky wachsen von nun an in einem Waisenhaus auf, in dem drakonischen Nonnen ihr Regime führen. Dort gibt es nicht nur Prügel weil Billy blutige Weihnachtmänner malt, sondern auch die älteren Kinder, werden gezüchtigt wenn die Nonnen sie beim Sex erwischen. Das prägt natürlich. Als erwachsener Mann schnappt sich Billy eine Feueraxt, verkleidet sich als St. Nikolaus (beziehungsweise die weiß-rote Ami-Variante Santa Claus) und macht sich auf, „böse Menschen“ (heißt, Menschen die sich der Wollust hingeben und Nonnen, wollüstig oder nicht) zu bestrafen.


Nach vier Jahren Slasher-Boom und hunderten von Serienmörderstreifen, hatten die Produzenten von Stille Nacht – Horror Nacht (Originaltitel: Silent Night, Deadly Night) den Bogen überspannt. Mordende und vergewaltigende Weihnachtsmänner, dass traf die amerikanische Volksseele tief (und außerdem hatten KISS ihr Make-Up abgelegt und konnte daher nicht mehr als Sündenbock für die Verrohung der Jungend herhalten. Bald marschierte eine mit Schildern und Pamphleten bewaffnete Armee von besorgten Müttern und gelangweilten Hausfrauen vor die Kinos, die es wagten, den Film zu zeigen. Auch die Sittenwächter der PTA (Parent-Teacher Association) querulierten fröhlich mit und wo der Haufen so schön am Dampfen war, war auch Roger Ebert nicht fern. Die Brillenschlage las in seiner Fernsehsendung die Credits laut vor und fügte hinter jedem Namen das Wörtchen „Schande“ hinzu (was immer das Wort auch bedeuten möge). Wie immer saß sein Äffchen Siskel auf Eberts Schulter und meckerte, der Profit des Films sei „Blutgeld“.


100Slasher 54.JPG
Wem der Kerl als Kind nicht schon suspekt war,
wächst meist zum gutgläubigen Trottel auf
(wissenschaftlicher Fakt).


Natürlich gab es eine kleine Armee von ähnlichen gelagerten Slashern. Teuflische Weihnachten (1980, Originaltitel: Christmas Evil, Regie: Lewis Jackson), Fröhliche Weihnacht (1984, Originaltitel: Don’t Open Til Christmas, Regie: Edmund Purdom), The Christmas Season Massacre (2001, Regie: Jeremy Wallace) und Deadly Little Christmas (2009, Regie: Novin Shakiba), um nur vier zu nennen.

Das ganze Prozedere war von Erfolg gekrönt: Die Produktionsfirma „Tri-Star“ zog ihre Werbekampagne zurück und kurz darauf wurde der Film auch aus dem Kinoprogramm genommen. Dennoch wurde der Film auf Video ein großer Erfolg und brachte es auf respektable vier Fortsetzung und ein Remake.

1987 folgte der zweite Streich Stille Nacht, Horror Nacht, Teil 2, in dem Billys Bruder Ricky Axt und Weihnachtskostüm erbt (und die elende Nonne aus dem ersten Teil endlich den Kopf lassen muss). 1989 erschien der dritte Teil, Silent Night, Deadly Night 3: Better Watch Out! (Regie: Monte Hellman), der einen paranormalen Twist hatte (Ricky jagt ein blindes Mädchen mit übernatürlichen Kräften) und Brian Yuzna führte Regie beim vierten Teil Welcome to Hell – Das Letzte Ritual (Originaltitel: Silent Night, Deadly Night 4: Initiation). Hier geht es nicht mehr um den Serienkiller-Santas sondern um spontane Selbstentzündung und einen Hexenkult, der eine neue Hohepriesterin sucht. Der finale Teil der Serie wurde 1991 von Martin Kitrosser gedreht. In Toys – Tödliches Spielzeug (Originaltitel: Silent Night, Deadly Night 5: The Toy Maker) geht es um einen wahnsinnigen Spielzeugfabrikanten; Kim und Ricky, die beiden Killerweihnachtsmänner aus dem vierten beiden Teilen haben einen kurzen Gastauftritt.


100Slasher 55.JPG
Futuristischer Weihnachtsmannkiller im 21sten Jahrhundert.


2012 kam es zum Remake Silent Night, bei dem Steven C. Miller aus dem Regiestuhl saß und in dem der Weihnachtsmann einen Flammenwerfer schwingen darf.Kein Meisterwerk aber, was Remakes angeht, gar nicht übel.


BODY COUNT:

Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg


(Teil 1: 14)
(Teil 2: 28)
(Teil 3: 7)
(Teil 4: 5)
(Teil 5: 4)
(Remake (2012): 17)


45. Freddy Krueger in A NIGHTMARE ON ELM STREET

Eine Gruppe Teenager im Städtchen Springwood werden noch Albträumen geplagt, in denen sie von einem verunstalteten Mann mit einem Messerbesetzen Handschuh verfolgt werden. Ereilt die Teens im Traum der Tod, sterben sie auch in der wirklichen Welt. Die Opferzahl steigt und langsam rücken die Eltern von Nancy (Heather Langencamp) mit der Sprache raus: Der Mann aus dem Traum ist Freddy Krueger (Robert Englund), ein Kinderschänder und Killer, der von Nancys Vater (John Saxon) verhaftet wurde, aber wegen eines Formfehler wieder auf freien Fuß kam. Also nahmen die Eltern von Springwood das Gesetz selbst in die Hand und brannten Kruegers Haus (inklusive Krueger selbst) ab. Nun liegt es an Nancy einen Weg zu finden, sich und ihre Freunde vor dem scheinbar unbesiegbaren Killer zu retten.


1984 war unbestreitbar das Jahr von Wes Craven, Freddy Krueger und Nightmare – Mörderische Träume (Originaltitel: A Nightmare on Elm Street). Craven trug das Drehbuch seit über drei Jahren mit sich herum, fand aber keinen Abnehmer. Bis auf eine kleine Firma namens „New Line Cinema“, die kurz vor dem Bankrott stand, zu dem Beschluss kamen, dass $ 1,8 Millionen Budget den Kohl auch nicht mehr fett machen würden. Aber der Film machte nicht nur den Kohl fett, sondern alle Beteiligten. Alleine an den amerikanischen Kinokassen brachte der Film über $ 10 Millionen ein, wurde ein echter Hit und die Basis für eine Serie, die in der Anzahl der Fortsetzungen nur von Halloween und Freitag der 13te übertroffen wurde.

Die Fortsetzung Nightmare 2 – Die Rache (Originaltitel: A Nightmare on Elm Street 2 – Freddy’s Revenge, Regie: Jack Sholder) war praktisch ein Abklatsch des ersten Teils, von den Fans wenig geliebt aber zumindest war Freddy noch ein bösartiger Sauhund. Nightmare 3 – Freddy Krueger lebt (Originaltitel: A Nightmare on Elm Street 3 – Dream Warriors, Regie: Chuck Russell) zeichnete dann 1987 endgültig ab, woher der Wind in Zukunft wehen sollte. Zwar waren Heather Langencamp und John Saxon wieder mit von der Party, aber statt Horror ging der Film eindeutig Richtung splatterigem Fantasy, wo die Teens nicht nur Opfer und Protagonisten sind, sondern zugleich die „Target-Audience“ des Marketings.


100Slasher 56.JPG
Robert Englund in seiner Reinkarnation als „Dark Freddy“ im
(leider nicht ganz so) finalem Teil.


In den folgenden zwei Teilen – A Nightmare on Elm Street 4 – The Dream Master (1988, Regie: Renny Harlin) und A Nightmare On Elm Street 5 – The Dream Child (1989, Regie: Stephen Hopkins) – degenerierte Freddy endgültig zum Sprüche-klopfenden Hampelmann, mit hanebüchenen Storylines, und Horrorfans, die älter als 13 waren, musste man sich schämen, sich überhaupt noch in einen Freddy-Film blicken zu lassen. Wohin man auch spuckte, die Chancen standen gut, dass man Freddy-Merchandise traf: Freddy-Comics, Freddy-Faschingskostüme, Freddy: Das Computer-Spiel, Freddy-Actionfiguren, etc, etc. Dazwischen trat Freddy auch gerne mal im Video der Rap-Gruppe „The Fat Boys“ auf oder moderierte die Geschichten aus der Gruft-artige Anthologie-Serie Freddy’s Nightmares (die es immerhin auf 44 Episoden inklusive Pilot mit Freddys Vorgeschichte brachte). Somit wurde aus Freddy Krueger der Kinderliebling unter den Kinderschändern und Serienmörder.

Als erste Frau nahm Rachel Talalay 1991 bei Freddy’s Finale – Nightmare on Elm Street 6 (Originaltitel: Freddy’s Dead: The Final Nightmare) auf dem Regiestuhl platz, und sollte praktisch zum kompletten Klischee von dem werden, zu dem die Serie degeneriert war. Der Film war eine einzige Ansammlung von Gastauftritten, von Alice Cooper als Freddys besoffener Stiefvater über White-Trash-Ikone Rosanne bis zu einem Mini-Auftritt von Johnny Depp (der hatte zumindest eine Berechtigung, da Depp im ersten Nightmare sein Debüt gab). Zu all dem Unglück kam der Film auch noch teilweise im billigen 3D daher. Der Fan war froh, dass der Albtraum (scheinbar) ein Ende hatte.

1994 nahm dann Regisseur Wes Craven die Zügel wieder selbst in die Hand und produzierte den zweitbesten Film der Serie: in Freddy’s New Nightmare ging es nicht nur zurück zu den Wurzeln, sondern in eine ungeahnte Richtung. Als „Film-im-Film“-Geschichte, terrorisiert ein Traumdämon in der Gestalt Freddy Kruegers die Schauspieler und Crew (Langencamp, Saxon, Craven unter anderen), aus dem ersten Teil, die sich alle selbst spielen. Mit neuem, beängstigendem Make-Up und modifizierten Kostüm, ist dieser Freddy kein Zottendreschendes Teenie-Idol mehr, sondern ein bitterböser Dämon, so wie es immer schon sein sollte. Leider war der Zug für beides, Franchise und Slasher, längst abgefahren und der Film wurde ein kommerzieller Flop. Wäre es bloß der finale A Nightmare on Elm Street geblieben:

Das letzte Mal dass Robert Englund als Freddy zu seinem Hut griff war 2003 in Freddy vs. Jason. Der Film hätte das Treffen der Giganten werden sollen, indem sich Freddy mit Jason Voorhees anlegte. Aber dank den billigen CGI-Blut-Effekten, einem Regisseur der nicht von Horrorfilmen verstand (Ronny Yu, bei dem Freddy sogar eine Kung Fu Einlage hatte) und perfiden „Gastauftritten“ (eines der Hühner von der Girl-Gruppe „Destiny’s Child“), fiel der Film bei den Fans durch. Danach nahm Englund endgültig seinen Hut, beziehungsweise, reichte dem weiter an Jackie Earle Haley, der den Freddy Krueger im Remake 2010 spielte.


100Slasher 57.JPG
Freddy Krueger 2.0: guter Schauspieler – beschissener Film.


Es hätte ein passables Remake werden können: Haley ist ein exzellenter Schauspieler, der sich mit Fedoras auskannte und Lorbeeren für seine Darbietung als Rorshach in Watchmen einheimsen konnte. Samuel Bayer wollte den Film realistischer machen („grittier“ wie der Ami sagt), und die Franchise weg vom Teen-kompatiblen Englund-Freddy, zurück zu den Horrorwurzeln bringen. Alles hätte gut werden können. Dann kam der Film ins Kino und mit ihm kam der Schock: Haley im neuen, „realistischen“ Make-Up sah wie die Vogelscheuche aus dem Zauberer von Oz aus und musste Sprüche klopfen, die selbst Robert Englund die Schamesröte ins Gesicht getrieben hätte. Der Rest der Belegschaft hätten in den Saw–Filmen wahrscheinlich nicht einmal eine Sprechrolle bekommen, und die paar Morde waren die unspektakulärsten in der gesamten Seriengeschichte. Und dankbar war der Fan dass es zu der geplanten Fortsetzung (noch) nicht gekommen ist.


BODY COUNT:

Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg


(Teil 1: 5)
(Teil 2: 11)
(Teil 3: 6)
(Teil 4: 6)
(Teil 5: 4)
(Teil 6: 5)
(Teil 7: 3)
(Freddy Vs. Jason: 38)
(Remake (2010): 4)


46. Arthur in BITS AND PIECES

Arthur (S.E Zygmont) gehört zu den Muttersöhnchen unter den Triebtätern: Als Kind arg von der Mutter malträtiert (in einem lachhaften Flashback zwingt die Alte den Jungen, ein Kleid und eine Perücken anzuziehen), verschleppt er nun junge, schöne Frauen in seine Wohnung, setzt ihnen Perücken auf, die ihn an seine Mama erinnern und murkst sie schließendlich ab.


100Slasher 58.JPG
Ein Maniac für Bettler und Vagabunden.


Im Prinzip handelt es sich beim 1985er Bits and Pieces um ein Remake von Maniac, nur dass S.E Zygmont kein Joe Spinell ist, und Regisseur Leland Thomas kein William Lustig. Ursprünglich sollte der Film sehr hart werden und die Effekte sehr splatterig, aber die Produzenten bekamen kalte Füße und entschlossen sich, von hartem Gore abzusehen. Dafür gibt es viel nackte Haut und Frauen in Unterwäsche, aber auch dort war nichts was man als spektakulär empfinden könnte. Aber was der Film hat ist Humor von der schönsten Sorte: Der unfreiwilligen. Nehmen wir nur ein Beispiel: Ein Polizist entdeckt den abgetrennten Kopf einer Prostituierten in einem Abfalleimer und wird von einem Kollegen informiert, dass man die Autonummer des mutmaßlichen Täters identifiziert habe. Die Reaktion? Der Polizist kratzt sich gelangweilt am Kopf und verkündet, dass er erstmal Feierabend macht!

Ex-Regisseur Thomas arbeitet heute als Filmlehrer in Los Angeles und hat die Angewohnheit, am Ende seines Kurses seinen Schülern ein Beispiel zu geben, wie man einen Film nicht machen sollte (er zeigt ihnen sein erstes und letztes Werk Bits and Pieces). Nennen wir ihn also beim Namen: Maniac für Bettelarme. Der Regisseur stimmt dem zu.


BODY COUNT:

Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg


47. Ed Senior in THE MUTILATOR

Als Kind passiert Ed (Matt Mitler) ein kleines Malheur: Beim polieren des Gewehrs seines Vaters löst sich ein Schuss und tötet seine Mutter. Das nimmt sein alter Herr (Jack Chatham) ihm übel und schmeißt ihn aus dem Haus. Erst Jahre später bekommt Ed einen Brief von seinem Vater, der ihn zu seinem Strandhaus einladet. Erfreut über eine potentielle Aussöhnung machen sich Ed, seine Freundin Pam (Ruth Martinez) und vier Freunde auf Weg zu Papas Strandhütte. Aber Aussöhnung ist es nicht, was Ed Senior im Sinn hat. Über die Jahre hat Ed Senior einen ernsten Knacks in der Psyche entwickelt und macht nun Jagd auf den Sohnemann und seine Entourage.


100Slasher 59.JPG
Böser Papa mit Außenbordmotor.
Ein Arschtritt hätte es vielleicht auch getan,
aber jeder hat andere Erziehungsmethoden.


Man muss es der Produktion lassen: Obwohl Regisseur Buddy Cooper offensichtlich mit einer Handvoll Rotgeld und Laiendarstellern drehen musste, ist The Mutilator (Alternativtitel: Fall Break) ein netter, kleiner Independent-Slasher geworden. Zumindest die Gorebauern werden ihre Freude haben. Enthauptungen, ein Außenbordmotor in die Brust und ein Fischhaken gen (weibliche) Italien, das kann man „anständig“ nennen (wenn man, wie gesagt, eine degenerierte Gore-Hyäne ist, was wir doch sehr von unseren Lesern erhoffe). Außerdem gibt es Bonuspunkte für den Verleihtext, „By sword, by pick, by axe, bye-bye“ und den unglücklichen Nachnamen des Protagonisten. Geil, Mitler!


BODY COUNT:

Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg


48. Martin in EVIL LAUGH

Martin (Dominick Brascia), ein Helfer in einem Waisenhaus, wurde fälschlicherweise als Kinderschänder beschuldigt. Die Schande trieb Martins Vater in den Selbstmord und Martin verlor darüber den Verstand. Martin setzte das Waisenhaus, inklusive seiner Ankläger und sich selbst, in Brand. Jahre später wollen eine handvoll Studenten das Waisenhaus renovieren und neu eröffnen, aber scheinbar ist Martin immer noch unter den Lebenden und bringt einen nach der anderen um die Ecke.

Zumindest Regisseur und Slasher Brascia gab offen zu, dass er 1986 Evil Laugh nur der Kohle wegen gedreht hat und für Slasher / Horrorfilme generell nicht viel übrig hat. Umso seltsamer scheint es, dass er einen Drei-Filme-Vertrag der Produktionsfirma Vestron ausschlug (was er bis heute noch bereut), aber zwei Jahre später den obskuren Rn’R-Slasher Hard Rock Nightmare drehte. Was man Evil Laugh anrechnen kann, ist eine gewisse Selbstironie und dem Spiel mit den Genre-Regeln, womit der Film Wes Cravens Scream um einige Jahre zuvorkam.


100Slasher 60.JPG
Nicht unbedingt die perfekte Slasher-Maske,
aber bekanntlich fällt das Budget nicht vom Himmel.


Und wie sich die Zeiten doch ändern sollten. Schauspielerin Kim McKamy weigerte sich in einer Nacktszene zu spielen, also musste Brascia für teures Geld ein Bodydouble anheuern. Jahre später stand McKamy wieder vor der Kamera: In Pornofilmen. Apropos: Es ist unmöglich einen Kopf der noch am Körper befestigt ist, in einem Mikrowellenofen explodieren zu lassen. Das wissen wir nicht aus eigener Erfahrung, sondern wegen gesund…, also, was-auch-immer Menschenverstand.


BODY COUNT:

Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg


49. Type in Kampfanzug in AMERICAN KILLER

In einem von Cheerleadern und Sportlern bevölkertem Kaff geht ein Killer im tarnfarbenen Kampfanzug um. Nur, wer versteckt sich hinter der Maske? Der halbwahnsinnige Pfaffe, der Jugendliche hasst wie die Sünde? Der perverse Hausmeister? Die sadistische Pflegerin, die hinter dem Geld einer Rentnerin her ist? Vielleicht steckt ein Mitglied der ortsansässigen Rockergang dahinter, oder einer der lokalen Satanisten? Nein. Es ist natürlich der, von dem man es am wenigsten vermutet, und der ist schnell gefunden. Dann gibt sich der Rest der Belegschaft eine Schiesserei mit einer drogendealenden Rockerbande.


100Slasher 61.JPG
Ist es Richard Harrison?


Richtig gelesen: Irgendwo in der Mitte von American Killer (Alternativtitel: The Majorettes, One By One) wird aus dem Slasher- ein harter, Rambo-artiger Actionfilm. Das Duo S. William Hinzman (Regie) und John A. Russo (Drehbuch) werden Eingeweihten vielleicht aus Romeros Night of the Living Dead kennen: Hier war Russo für die Produktion zuständig und Hinzman war der erste Zombie, der die Geschwister auf dem Friedhof angreift. Wir können nur hoffen, dass die 180 Grad Drehung, die der Film vollzieht, einem Nervenleiden des Drehbuchautoren zuzuschreiben ist, anders ist sie wirklich nicht zu erklären. Und Hinzman, nun, wie gesagt: War ein passabler Zombie, ist aber ein hundsmiserabler Regisseur.

Die Bewertung überlassen wir diesmal den Blumenblättern: „Guter Trash, schlechter Trash; guter Trash, schlechter Trash…“


BODY COUNT:

Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg
Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg Skull.jpg


50. Niemand in DIE HORROR-PARTY

Auf der Inselvilla der Millionärserbin Muffy (Deborah Foreman) treffen sich neun Schulfreunde, von denen jeder scheinbar ein düsteres Geheimnis hütet. Es ist der 1ste April (im Englischen: Aprils Fools Day), also die Zeit sich gegenseitig Streiche und Späße zu spielen. Als die ersten der Freunde spurlos verschwinden, und dann als Leichen auftauchen, hat der Spaß aber ein Ende. Dazu kommt, dass die Telefone defekt sind und man herausfindet, dass Muffy eine geisteskranke Zwillingsschwester namens Buffy hat. Dann findet man Muffys abgetrennter Kopf im Keller und das Schlachtfest kann beginnen.


Trotz guter Verkaufszahlen, waren viele Slasher-Fans nicht unbedingt von Die Horror-Party (Originaltitel: April’s Fools Day) angetan, und bezichtigen den Film, ein „falscher Slasher“ zu sein. Und hier kommt schon wieder ein massiver Spoiler: Es war alles nur ein Spiel. Nix echt. Keine Menschen oder Tiere, tot oder lebendig wurden bei den Dreharbeiten ermordet, es war alles nur ein Aprilscherz. Ob man(n), beziehungsweise die Slasher-Fans, das Konzept nun mochte oder nicht, so war es doch eine etwas clevere Variante des Slasher-Films, der die ähnlich angelagerte Scream–Reihe ein paar Jahre voraus war.


100Slasher 62.JPG
Beschiss aber trotzdem kein beschissener (Slasher)-Film.


Regisseur Fred Walton war, laut IMDB, die erste Wahl als Regisseur für Halloween VI – Der Fluch des Michael Myers und kannte sich mit dem Thema Psycho-Thriller gut aus: Er saß auch bei kleine Klassikern wie Das Grauen kommt um Zehn und Der Mörder mit dem Rosenkranz auf dem Regiesitz. Auch für Die Horror-Party war ein Remake praktisch vorprogrammiert; es erschien 2008 unter dem Titel April, April – Tote scherzen nicht (Originaltitel: Aprils Fools Day, Regie: Mitchell Altierei und Phil Flores). Das Konzept war das gleiche, Geschichte und Charaktere wurden aber von Grund auf erneuert.


BODY COUNT:

Fragezeichen.jpg




© 2014 Thorsten Atzmueller



Artikel diskutieren

Anmerkungen? Fehlinformation gefunden? Anderer Meinung? Hier geht’s weiter zum Badmovies.de-Forum


Weitere Teile

100 Slasher in 50 Jahren, Teil 1 1960-1981
100 Slasher in 50 Jahren, Teil 3 1986-1989
100 Slasher in 50 Jahren, Teil 4 1989-2010