Class of Nuke 'Em High 2: Subhumanoid Meltdown

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CLASS OF NUKE´ EM HIGH 2: SUBHUMANOID MELTDOWN

Deutscher Titel: Class of Nuke´Em High 2: Wahnsinns-Trip
Class of Nuke´Em High 2

USA 1991 - 100 min - FSK: 18


Credits

Besetzung:

Roger Smith  (Brick Bronsky)
Prof. Holt  (Lisa Gaye)
Victoria  (Leesa Rowland)
Dean Okra  (Scott Resnick)
Yoke  (Michael Kurtz)
Director and Coach  (Paul Borghese)
Yoke´s Sidekick  (Tyler Bowe)
Yoke´s Sidekick  (Troy Fromin)
Plain White Rapper  (Darla Haun)
Nurse Chave  (Nello Scadato)

Crew:

Regie: Eric Louzil
Drehbuch: Lloyd Kaufman, Eric Louzil, Carl Morano, Mark F. Roling, Jeffrey W. Sass, Matt Unger
Kamera: Ron Chapman
Schnitt: Gordon Grinberg
Musik: Bob Mithoff
Production Design: N.A.
Spezialeffekte: Peter Hollander, Michael J. Hein
Produzent: Michael Herz, Lloyd Kaufman
ausführender Produzent: N.A.
Produktion: Troma Films


Vorwort

So, da haben wir also mein Review-Debüt für badmovies.de. Und ich glaube, ich hätte echt keinen Film finden können, der schwieriger zu reviewen gewesen wäre, als der den ich mir heut vorknöpfen werde (außer vielleicht Amazon Women on the Moon, der ist wirklich unreviewbar).

Warum ich gerade diesen Film für mein erstes Review hier ausgesucht habe, hat einen speziellen Grund. Als ich eines Abends stark angetrunken von einem Besuch in der Disco nach Hause kam und noch ein wenig fernsehen wollte, zappte ich zufällig zu einem Film, der sich mir ins Gedächtnis eingebrannt hat. So etwas hatte ich vorher echt noch nie gesehen, und deswegen wollte ich jetzt, nachdem das ganze doch schon einige Jahre her ist, und ich zufällig die DVD auf nem Flohmarkt fand, überprüfen, ob der Film wirklich so gut ist, wie ich ihn in Erinnerung hatte.....


Inhalt

In einer kurzen Einführung erfahren wir, was im ersten Teil passierte, und wie die Ausgangslage für die nun folgenden Geschehnisse ist.

Godzilla isses nich, Gamera auch nich, wer isses dann?

Die Schüler der Tromaville High-School sind in Panik. Ein radioaktiv verseuchtes und zu einem riesigen Monster mutiertes Eichhörnchen greift die Schule an (die SFX spotten wirklich jeder Beschreibung). In dem ganzen Tumult versucht unser tapferer Held, Roger Smith, seines Zeichens Reporter bei der Schülerzeitung, seiner Freundin Victoria das Leben zu retten. Immer noch ganz der ernsthafte Journalist, nimmt Roger seine Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse auf Band auf (seine Freundin Victoria kotzt in der Zwischenzeit die unterschiedlichsten Arten von Innereien aus, unter anderem ihre Zunge, die Roger ihr aber, hilfsbereit wie er ist, sofort wieder zurück in den Mund stopft).

Wir blenden also zurück, um herauszufinden wie es zu diesen gar schrecklichen Ereignissen kommen konnte. Unser Roger erklärt uns, dass es auch an einer Eliteschule wie der seinen ein paar schwarze Schafe gibt, und zwar eine Gang die sich selbst die "Squirrels" nennt. Sie werden angeführt von einem fetten, widerwärtigen Schwein namens Yoke. Außerdem ist ihm noch aufgefallen, dass von Zeit zu Zeit einer seiner Kameraden ausrastet, und sich in ein ekliges kleines Vieh verwandelt. Aber was solls, hätten sie halt nach dem Essen nicht gleich in den Pool hüpfen sollen.

Das nennt man doch mal ultrarealistische Effekte!

Roger ist gerade beim Training, als einer seiner Kollegen in seine Bude kommt, um ihm die neueste Ausgabe der Schülerzeitung zu zeigen. Roger freut sich, weil sein Artikel auf Seite 1 steht (das ist bei einem einzigen beidseitig bedruckten Blatt allerdings keine große Kunst). Auf der Rückseite steht eine Anzeige mit der fetten Überschrift "Want Sex bad?", und schon gibt´s für Roger kein Halten mehr. Ohne sich mit irgendwelchen Lappalien wie zum Beispiel einer Dusche aufzuhalten, spurtet er sofort in Richtung Schule (entsprechend sind auch die Reaktionen der Mädels auf Roger – ich glaube "du stinkst" ist da noch der freundlichste Korb, den er kriegt).

Einer der Fälle, in denen der ECHTE Name viel lustiger ist als sein Charakter-Name: Brick Bronsky, das klingt doch nach B-Movie...

Angekommen bei dem wissenschaftlichen Labor, in dem das Sex-Experiment steigen soll, muss Roger zuerst eine Befragung von Professor Holt und Dean Okra über sich ergehen lassen (so zählt er bei der Frage nach seinem letzten sexuellen Verhältnis gleich seinen eigenen Handbetrieb mit). Als es dann soweit ist, wird ihm von einem der Angestellten noch ein parfümiertes Kondom gegen den Gestank empfohlen. Da Roger nur ein einziges haben will, schenkt ihm der Typ ein gebrauchtes. Prost. Roger muss, als das Mädchen durch die Tür kommt eine Augenbinde anlegen. Als die Lady (es ist Victoria) sich auszieht, wird auch klar warum das so ist. Sie hat nämlich anstelle eines Bauchnabels einen zweiten Mund, mit dem sie Roger noch zusätzlich während des Geschlechtsverkehrs verwöhnen kann. Währenddessen werden die zwei von Dean Okra und Prof. Holt per Videoüberwachung beobachtet. Sie sagen, dass Victoria in den letzten 3 Stunden mit 65 Männern geschlafen und jeden von ihnen glücklich gemacht hat (Ausdauer hat sie als schon mal – nicht schlecht!). Was Prof. Holt aber bemerkenswert findet, ist die Tatsache, dass sie den Geschlechtsverkehr mit Roger zu genießen scheint (das finde ich ehrlich gesagt auch, bei dem Gestank, den der gute zu verbreiten scheint – haben Subhumanoide keinen Geruchssinn?). Während das Sex-Experiment noch läuft, unterhalten sich Okra und Prof. Holt über ihre bisherigen Erfolge. Holt erzählt davon, dass sie schon als kleines Mädchen davon geträumt hatte, einen perfekten Sklaven zu erschaffen. Während die anderen Kinder noch mit Puppen spielten, kreuzte sie Chromosomen. Nachdem sie sich eine Art Freakshow, bestehend aus Holts früheren Experimenten (unter anderem eine Kreuzung zwischen einem Salamander und einem Friseur, oder eine Mischung aus einem dressierten Delphin mit Verdauungsstörungen und einer untersetzten Studentin), gehen sie in das Labor, in dem sie die Subhumanoiden züchten lassen. Sie führt Okra anhand eines männlichen Exemplars vor, dass die Subhumanoiden keinerlei Schmerzen oder Gefühle empfinden, nicht wirklich intelligent zu sein scheinen und körperlich stärker als normale Menschen sind (im übrigen zeigen sie den zweiten Mund in Großaufnahme, so wie sie es in dem Film fast andauernd machen). Außerdem seien sie anatomisch korrekt. Sie (die Subhumanoiden) bezeichnen Prof. Die Subhumanoiden sollen dazu gebraucht werden, für den Menschen in Zukunft niedere Arbeiten zu verrichten. Holt des weiteren als ihre Mami. Okra verspricht Holt, sie als die weltbeste Wissenschaftlerin bekannt zu machen, wenn erst die Nukamama Corporation von dem bevorstehenden Erfolg erführe, was Holt natürlich recht gut gefällt. Außerdem habe er, Okra, bereits angefangen mithilfe der Squirrels die Subhumanoiden ins Campusleben zu integrieren.

They tampered in God´s Domain...

Danach schalten wir um zu unserem verliebten Roger, dem es völlig egal zu sein scheint, dass die Squirrels ca. einen Meter entfernt von ihm ein paar Schüler zusammenschlagen (toller Held), denn er kann ja nur an seine geliebte Victoria denken. Wenn er doch nur ihren Nachnamen wüsste! Er spricht seine Gedanken auf ein Diktiergerät, während er dem Damenteam beim Basketball zusieht. Dass aber plötzlich die beste Spielerin der Mannschaft anfängt Schleim zu spucken, und ein widerliches kleines Monster aus ihr hervorbricht, erregt dann aber doch seine Aufmerksamkeit. Er eilt sofort zu seiner Chefredakteurin (die angezogen ist wie ein 30er Jahre Filmstar), erfährt dort Von seiner Chefin, dass er Zeuge einer subhumanoiden Zellschmelze wurde, und leider aber auch, dass die Menschen an solchen Wahrheiten nicht interessiert seien. Er solle lieber eine dreckige Lügengeschichte anschleppen, denn nur damit könne man Geld verdienen.

Beim Mittagessen (dessen Speisekarte mit Delphinfleisch etc.. jedem Tierschützer gefallen dürfte) wird Roger von den Squirrels ein wenig in die Mangel genommen. Als er dann auf die Putzfrau trifft, ist er mehr als glücklich, da sich herausstellt, dass das Victoria ist. Die zwei verlieben sich, und gehen auf dem Schulgelände die Eichhörnchen füttern. Nachdem wir sehen durften, wie eine Subhumanoide einer anderen zeigt wie man sich paart, sehen wir Holt, die ein Gegenmittel gegen die immer häufiger auftretende Zellschmelze entwickelt hat. Währenddessen berichtet Jones, die Chefredakteurin, Okra von ihrem Gespräch mit Roger. Okra eilt daraufhin zu Prof. Holt, um sie zu fragen, was es mit dieser Zellschmelze auf sich hat. Zornig sagt er Holt, dass sie keine Zeit mehr habe, da er der Nukamama Corporation bereits den vollen Erfolg des Experimentes mitgeteilt habe. Außerdem solle sie einige ihrer Subhumanoiden zur Unterhaltung für die Squirrels bereitstellen, unter ihnen ist auch Victoria. Prof. Holt versucht, während die Squirrels einen weiteren Subhumanoiden zu Tode foltern (der dann auch gleich Opfer einer Zellschmelze wird),

Eigentlich gar nicht mal so unpraktisch...

ihr Gegenmittel zu vervollkommnen. Als sie von den Sqirrels gerufen wird, findet sie raus, dass Victoria auf dem Weg zu den Squirrels verschwunden sein muss. Victoria ist nämlich lieber zu Roger gegangen, und liegt jetzt mit ihm im Bett. Als Roger ihren zweiten Mund entdeckt ekelt er sich. Sie ist enttäuscht, rennt weg, und wird von den Squirrels entführt, und zu Okra und Holt verschleppt. Während Holt versucht Victoria zu verteidigen, macht Roger sich auf die Suche nach seiner Geliebten. Er folgt Okras schriller Stimme ins Labor. Okra will Victoria töten. Roger sieht in der Zwischenzeit Holts Freakshow. Okras überlegt, dass es noch viel praktischer wäre, Holt auch umzubringen, die inzwischen gekündigt hat. Roger sieht wie die zwei Fraune abgeführt werden, und folgt ihnen heimlich. Er erkennt aber, dass er Verstärkung braucht, um die Sache unter Kontrolle zu bringen und verlässt das Kraftwerk wieder.

Außerhalb des Campus sehen wir, wie einer der Mitarbeiter des (nur von Studenten (!) betriebenen) Atomkraftwerkes den Atommüll ganz einfach in hohen Bogen über einen Busch befördert. Der aufgebrochene Behälter mit dem radioaktiven Zeug darin wird von einem Eichhörnchen entdeckt, das natürlich sofort reinkriecht, um das Zeug zu fressen. Roger berichtet indessen seiner Chefredakteurin von seinen Beobachtungen. Diese ist hellauf begeistert von so vielen Gerüchten, dass der Artikel sofort gedruckt wird. Das Eichhörnchen beginnt einstweilen zu mutieren, während der Schulwart im Redaktionsbüro einer Zellschmelze unterliegt. Roger findet das Wesen zu dem er mutierte, und gemeinsam begeben sie sich nach einer kleinen Verfolgungsjagd zur Rettung Victorias, da der geschmolzene Schulwart ihm die Hintergründe erklärt. (Bild 6) Das Eichhörnchen wird indessen immer größer, und macht sich auf den Weg in die Stadt. Roger trommelt derweil alle Schüler zusammen, und bläst zum Sturm auf das Atomkraftwerk, wo die Squirrels gerade eine Party feiern. Wir sehen Zellschmelzen en masse, Ocra versucht aus Prof. Holt die Formel für das Gegenmittel rauszuquetschen. Roger ist mit den anderen Schülern schon vor den Toren des Kraftwerks, und verprügelt ca. 20 Wachen auf dem Weg zu Victoria. Unser Eichhörnchen ist inzwischen eingetroffen, und beginnt, die Schule zu demolieren. Im Kraftwerk kommt es zum Kampf zwischen Roger und Yoke (unser Held kann ihn natürlich für sich entscheiden), während Tromie, unser atomares Reiseneichhörnchen, draußen den Rest der Wachmannschaft beschäftigt. Okra scheint bei den Wesen aus Holts Freakshow nicht allzu beliebt zu sein, da eines von ihnen von ihm die Schnauze voll hat, die Gitterstäbe seiner Zelle rausreißt, um Okra den Kopf abzureißen, und selbigen zu verspeisen (Mahlzeit! Endlich muss ich diese schrille Stimme nicht mehr ertragen!). Roger findet Victoria und trägt sie raus. Wir sind wieder am Anfang. Tromie mischt in der Zwischenzeit alles auf, was sich bewegt. Wir sehen noch jede Menge Ekeleffkte bei diversen Zellschmelzen, etc... Tromie schnappt sich inzwischen Prof. Holt, so wie damals King Kong die weiße Frau, lässt sie aber direkt vor Roger Füße fallen. Prof. Holt gibt Roger das Gegenmittel, und schon ist Roger wieder happy. Er gibt das Mittel Victoria, diese erwacht und beide küssen sich (sie hat immer noch grüne Kotze im Gesicht – mmh, Lecker!). Das Eichhörnchen wird mittels einer übergroßen Haselnuss vom Reaktor weggelockt. Die zwei Hubschrauberpiloten einigen sich darauf, das Monster nach Ost-Tromaville zu locken, da ihre Schwiegermütter dort leben, und mit dem der Haselnuss folgenden Tromie endet der Film...

Was im Genlabor so alles an- und abfällt...


Analyse

Dieser Film ist (so wie die anderen Teile dieser Reihe) selbst unter den Troma-Trashfilmen eine Klasse für sich. Ich habe in meinem Leben noch nie einen so dermaßen überdrehte Streifen gesehen. Alles was einem hier vorgeführt wird, spottet – ich weiß, ich wiederhole mich, aber anders kann man es einfach nicht sage – jeglichem Beschreibungsversuch, von daher ging mir dieses Review auch nicht unbedingt leicht von der Hand, aber ich habe es dennoch versucht.

Kommen wir mal zum Film: Der ist, wie oben beschrieben dermaßen überdreht, dass man schon fast nicht mehr von einer Filmhandlung im klassischen Sinne (ihr wisst schon, logischer Aufbau, glaubhafte Figuren, etc...) reden kann. Das lag aber auch gar nicht im Sinne der Macher, und der Film weiß auf seine eigene Art durchaus zu unterhalten, er hat seinen eigenen Humor, und die Splattereinlagen (vor allem die vielen Zellschmelzen) sind hübsch eklig geworden, und über die restlichen, absichtlich lächerlich gehaltenen, Spezialeffekte darf herzlich gelacht werden. Tromie das Eichhörnchen und die vielen mit Stop-and-go-Motion animierten Kreaturen von Prof. Holt erinnern wohl nicht unabsichtlich an die alten Monsterfilme aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Auch die Schauspieler machen ihren Job mehr oder weniger, wenn man in Betracht zieht, was die Leute da des Öfteren darstellen mussten. Von der Seite gibt es also eigentlich nichts zu meckern, da man schon merkt, dass dem Großteil seine jeweilige Rolle Spaß gemacht haben dürfte.

Fazit: Class of Nuke Em High 2: Wahnsinns-Trip ist als Partyfilm vollkommen in Ordnung. Mit ein paar Bier und ein paar Kumpels kann man mit dem Streifen schon einen Heidenspaß haben. Aber: Das Publikum sollte handverlesen sein, denn jedermanns Geschmack ist dieser "Wahnsinns-Trip" sicher nicht. Ansonsten steht einem spaßigen Filmabend aber nichts im Weg!

G


Bewertung

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