Deadly Instinct - Die Bestie aus dem All

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BREEDERS
Deutscher Titel: Deadly Instinct - Die Bestie aus dem All
Breeders

Großbritannien 1998 - ca. 90 min - FSK: 18 - USA: R

Shortcuts:

Credits

Besetzung:

Ashley  (Todd Jensen)
Louise  (Samantha Janus)
Moore  (Oliver Tobias)
Space Girl  (Kadamba Simmons)
Horace  (Nigel Harrison)
Alien  (Clifton Lloyd Bryan)
Roper  (Melanie Walters)
Myra  (Katy Lawrence)
Jack  (Richard Harrington)
Staines  (Robert Gwyn Davin)

Crew:

Regie  Paul Matthews
Drehbuch  Paul Matthews
Kamera  N.A.
Schnitt  N.A.
Musik  N.A.
Production Design  N.A.
Spezialeffekte  Stuart Bray
Produzent  N.A.
ausführender Produzent  Robert E. Baruc
Produktion  N.A.

Vorwort

Ich brauche sicherlich keinem zu erzählen, daß Zimmeraufräumen nicht gerade etwas ist, was man in seiner Freizeit gerne erledigt. Hin und wieder muß es allerdings wirklich sein. Das dachte ich mir vor gar nicht so langer Zeit auch, als ich meine bescheidene Bude näher betrachtete. Es ist in der Tat nicht schön, wenn man mit jedem Schritt auf irgendwelche Kleinigkeiten tritt, die auf dem Fußboden liegen. Außerdem hat sich meine Mutter seit geraumer Zeit darüber beschwert, daß sie in meinem Zimmer seit Wochen nicht mehr saugen könne. Also beschloß ich, mir mal ein paar Stunden Zeit zu nehmen und was gegen die Unordnung zu übernehmen. Als ich nun wichtige von unwichtigen Sachen trennte, fiel mir plötzlich ein Notizbuch in die Hand, das ich vor wenigen Monaten das letzte Mal angefaßt hatte, und beim Durchblättern erblickte ich eine beschriebene Seite mit der großen Überschrift: "DEADLY INSTINCT“. Da mein Langzeitgedächtnis noch intakt ist, fiel mir natürlich sofort ein: Eigentlich hatte ich mir damals vorgenommen, jenen Film für badmovies.de zu besprechen, habe dies aber sein lassen, weil ich offensichtlich an einer kleinen Schreibblockade litt. Doch als ich mir meine Notizen noch einmal durchlas und mich an das Aussehen der titelgebenden "Bestie aus dem All“ erinnerte, überkam mich das dringende Bedürfnis, meine Aufzeichnungen weiterzuführen, zumal der Sommer bisher nicht das ist, was ich mir darunter vorstelle. Damit kam jedoch das nächste Problem zum Vorschein: Erstmal mußte ich die Kassette wiederfinden, auf der sich die RTL-2-Aufnahme befindet, denn da ich die personifizierte Schlampigkeit bin, hatte ich zahlreiche Kassetten nicht etikettiert. Darunter fiel auch "Deadly Instinct“. Irgendwann hatte ich die Aufnahme aber gefunden, und der Spaß konnte losgehen.

Noch ein paar einleitende Worte zum Film selbst: "Breeders“ (der amerikanische Originaltitel!) gehört zu den Filmen – regelmäßigen Besuchern dieser Seite sage ich damit garantiert nix Neues -, die RTL 2 jeden Monat mindestens einmal im Nachtprogramm laufen läßt. Man kommt von daher kaum drum herum, zumindest kurze Ausschnitte von diesem sogenannten Science-fiction-Film zu sehen – vorausgesetzt, man besitzt den Sender, nicht wahr, Doc? So ging es auch mir, als ich nichts Böses ahnend durch die einzelnen Programme schaltete und mir urplötzlich das böse Monster entgegenlachte. Da dachte ich mir: Okay, nimm das auf, schau’s dir an, schreib‘ ein paar Worte dazu und schick’s dem Doc.

Langer Rede, kurzer bis gar kein Sinn: Ich fange einfach mal an. (Vielleicht erzielt diese Kritik ja den gleichen Effekt wie "Cruel Jaws", denn seitdem ich den hier Anfang des Jahres besprochen habe, hat RTL 2 es nicht mehr gewagt, den Hai-Horrorschocker auszustrahlen. Ich weiß nicht, ob´s euch schon aufgefallen ist...)

Inhalt

Der Vorspann. Wir dürfen uns das einigermaßen passabel mit dem Computer animierte Weltall ansehen. Aus der Mitte des Saturns schießt ein kleiner Meteorit, der sich an allerlei Planeten vorbeibewegt und sich unaufhaltsam der Erde nähert, bis er mit einem großen Rumms vor einem großen Gebäude, einem Mädchencollege, in den Boden rast und ein feuriges Inferno auslöst. Naja, zumindest einige Fensterscheiben splittern. Inmitten der Trümmer liegt eine junge Frau (deren Namen wir nie erfahren werden - laut Imdb ist sie aber das "Space Girl“, also nenne ich sie künftig auch so), die nicht nur ein äußerst knappes Xena-Outfit trägt, sondern auch einen Klumpen an der linken Gesichtshälfte kleben hat. Noch benommen zieht sie sich diesen ab, klebrige Masse kommt heraus, und ihr Gesicht ist fortan nicht mehr so schön anzusehen, hat sie doch dort, wo eben der Klumpen hing, häßliche blau-violette Flecken. Sie schaut ängstlich und orientierungslos geradeaus (oder was ihre Mimik ausdrücken soll), denn irgendetwas schleudert einen Felsbrocken von sich. Dreimal dürft ihr raten, wer oder was das sein könnte. Richtig, es ist die "Bestie aus dem All“, ein ziemlich mickriges Gummimonster, das am ehesten wie das ungewollte, verstoßene Miniatur-Kind (höchstens 2,50 Meter) eines Tyrannosaurus Rex aussieht, und unheilvoll vor sich hin grummeln und seine Zähne fletschen kann. Und schon nach gut zwei Minuten habe ich höchstens noch Angst vor der Qualität des Streifens, nicht aber vor dem titelgebenden Horrorviech. (Auch geschickt von den Verantwortlichen, dem Publikum das lächerliche Monster so lange vorzuenthalten, um die Spannung ins Unermeßliche zu steigern.) Space Girl stakst davon.

Am nächsten Morgen. Helle Aufregung. Polizisten und Fotografen allenthalben an der Einsturzstelle. Ein mittlerer Schönling, der sich im anschließenden Gespräch mit der Rektorin Roper (Vorname unbekannt) als Ashley und Lehrer des Colleges vorstellt, nimmt einen noch warmen Brocken an sich. Mit dabei auch Leutnant Moore, der den Brocken näher begutachtet und als "gottverdammte Schweinerei“ bezeichnet. Moore stellt fest, daß dies höhere Gewalt und somit nicht sein Ressort sei, womit er den Fall für erledigt erklärt und mit einem seiner Untergebenen den Schauplatz verläßt. Ash und Rektorin halten noch ein bißchen Small-Talk, ehe sie dem Hausmeister Jack (durch Besen auf dem Rücken auf der Stelle als solcher erkennbar) befiehlt, alles wieder für die morgigen Vorlesungen in Ordnung zu bringen. Dann zieht sie ab. Jack ist sogleich zum Comic Relief gebrandmarkt, indem er einige lahme Sprüche raushaut, bis auch Ash das Schulgebäude betritt.

Vorlesung. (Ich dachte, die Vorlesungen sollten erst morgen sein.) Ein blondes Früchtchen, bald unter dem Namen Louise bekannt, unterhält sich mit ihrer Freundin Myra und macht ihr Mut, daß sie nicht durchfallen wird, als sie den Vortragsraum betreten. Dies alles unter den Augen von Ash, dem geilen Bock, der Louise erst einmal auf den Minirock starrt. Nachdem sich alle gesetzt haben, beginnt er den Unterricht mit den Worten: "Was ist die Macht der Kunst? Sie kann schockieren und erfreuen und mitunter auch zu Tode erschrecken. [Anmerkung des Verfassers: Ach?] Hoffentlich wird sie auch genug Aufmerksamkeit erregen, um den Unterricht interessant zu machen.“ Louise erwidert mit "Wir sind jetzt schon ganz erregt“ und hat damit die Lacher ihrer Mitstudentinnen auf ihrer Seite. Aus unerfindlichen Gründen grinst Ash ihr zu. (Ich meine, so doll war der Spruch doch nicht, oder?)

Jack raucht unterdessen und arbeitet genauso, wie ich es von ihm erwartet hätte. Mit dem Handfeger fegt er ein paar Scherben vom Fensterbrett und geht ein paar Meter weiter, wo er sie in die Schubkarre befördert. (Jack, du kannst es dir auch einfacher machen. Schieb einfach die Schubkarre ans Schulgebäude heran. So sparst du dir ein paar Schritte, und vor allem kannst du dann früher nach Hause.) Als er die Karre entleert, fallen ihm funkelnde Kristalle in einem Loch auf, weshalb er es näher in Augenschein nimmt. Er steckt sich die glänzenden Steine in die Hosentaschen, wird dann aber von einem kurzen "Roar“ aufgeschreckt. Doch er läßt sich nur kurz beeindrucken und macht weiter. Die Rektorin kommt raus und schimpft mit Jack. "Was zum Teufel machen Sie da unten?“ – "Ich gucke mich nur um.“ – "Sie gucken sich nur um? Ich bezahle Sie nicht fürs Gucken. Sie sollen arbeiten.“ Recht hat sie, nur Jack denkt nicht daran und inspiziert das Loch weiter. (Wie konnte man diesen Typen als Hausmeister einstellen? Ich habe ja während meines Zivildiensts schon eine ziemliche Faulbacke miterlebt, aber der hier ist die absolute Krönung.) Irgendwo im unterirdischen Tunnel wartet das Monster.

In der nächsten Szene begutachtet Jack seine gesammelten Steine und wird dabei von seiner Freundin – es ist Myra – besucht, die ihm erstmal 300 Dollar zusteckt (pleite ist er er auch noch – na toll!). Dafür will sie einen von den Steinen haben, doch nach Jacks Ansicht muß sie ihn sich verdienen, was soviel heißt wie: Knutschen, na klar!

Es ist dunkel. Space Girl schleicht an einer Hausmauer längs, Ash steht sinnlos am Hafen rum, starrt seine glänzenden Steine an (die scheinen echt beeindruckend zu sein) und wird durch ein Geräusch auf die Frau aufmerksam. Er kommt ihr näher, fragt, ob sie verletzt ist. Hinter der Ecke lauert die Bestie, das Mädchen schreit, und Ash, der nicht das ABC der Verkehrsregeln beherrscht (vor der Überquerung einer Straße erst nach links, dann nach rechts und nochmals nach links gucken), wird fast von einem Truck überfahren. Im nächsten Augenblick ist Space Girl wie vom Erdboden verschluckt, Ash dreht irritiert um.

In der Schule, nächster Tag. Ash blättert in der Bibliothek in einem verstaubten Buch herum, was der ebenfalls dort anwesenden Louise auffällt, woraufhin sie ihre Hilfe anbietet. Dies führt zu einem reichlich blöden Dumpfbackendialog. Ash: "Ich hab‘ gestern Nacht eine junge Frau gesehen und dachte, sie wäre vielleicht eine Studentin.“ – "Sie haben eine Frau gesehen und wissen nicht, ob’s’ne Studentin ist?“ – "Ich hab‘ sie zwar gesehen, aber nicht erkannt, jedenfalls nicht richtig. Verstehen Sie, was ich meine? Vergessen Sie’s!“ (Jo, besser is‘ das!) Die Blondine schleppt einen Karton mit Sachen in den Keller, wie Ash ihr aufgetragen hatte. Seine schmachtenden Blicke verraten uns: Mann, der Typ ist spitz wie Lumpi! Als sie die Treppe heruntergeht, wird sie von unserem uns so ans Herz gewachsenen Freund Jack mit einem "Buh“ erschreckt, worüber er sich scheckig lacht. Sie ist natürlich beleidigt und betritt den völlig versifften Keller. Jack geht die Treppe rauf und unterhält sich mit Ash über die wertvollen Superduper-Glitzersteine, Jack reißt einen müden Witz nach dem anderen, bis uns gnädigerweise Louises Schrei aus dem Gespräch reißt. Ash: "Was war das?“ (Ein Werwolf, Trottel!) Was könnte der Grund für das Gekreische gewesen sein? Na? Richtig, eine Maus krabbelt auf dem Boden herum, Louise steht bibbernd auf einem Stuhl. Ash und Jack lachen erst einmal, bis ersterer sich erbarmt und die Maus verscheucht. Blondie flieht nach oben.

Ash läuft Louise hinterher und muntert sie auf. Sie meint, sie könne Ratten (Schatzi, das war’ne Maus!) nicht ausstehen und verlangt nach etwas Alkoholischem, doch Ash klärt sie darüber auf, daß Alkohol im College strengstens untersagt ist. Louise kann nur erwidern: "Erinnern Sie mich nicht daran!“ (??)

Abends. Die Rektorin beobachtet von ihrem Bürofenster aus, wie Louise und Ash gemeinsam das Schulgebäude verlassen. Jack ist derweil immer noch im Keller zugange und tut ersichtlich nichts wirklich Sinnvolles, da geht schlagartig das Licht aus und Space Girl steht im Raum. Jack fragt sich, was sie denn hier will (Boah – eine intelligente Frage! Hätt‘ ich dir gar nicht zugetraut!), setzt gleich darauf seinen ganzen Charme ein – "Klasse Outfit!“ –, die junge Dame fleht ihn an, sie in Ruhe zu lassen. Sie taumelt zurück, Jack kommt ihr näher. Das hätte er mal nicht tun sollen, jedenfalls zerdeppert das böse Monster die unmittelbar vor dem Hausmeister stehende Mauer und haut ihm mit seiner Klaue bzw. dem Klauenhandschuh in die Magengegend, so daß Jack (ich bin geneigt zu sagen: ENDLICH!) tot zu Boden fällt. Das Monster schleift ihn weg, und Space Girl trottet hinterher. (Aha! Sieht ganz so aus, als wäre sie es gewesen, die Jack in eine Falle gelockt hat. Wer will’s ihr verdenken?)

Louise und Ash ahnen von solch grausamen Dingen nichts und haben es sich in dem Büro des Dozenten bequem gemacht; er bringt ihr einen Becher Kaffee. Blondie entdeckt das Brockenstück auf dem Schreibtisch, das Ash zu Beginn von der Unfallstelle hat mitgehen lassen, und sie ist es auch, der auffällt, daß das Teil wie eine Gesichtshälfte geformt ist. (Da muß erst eine Studentin kommen und den Kunstlehrer, der dies bis dato nicht bemerkt hat, auf diese recht interessante Kleinigkeit aufmerksam machen. Man faßt es nicht!) Ash findet das leicht gruselig, Louise entschuldigt sich unnötigerweise für die Ausflippe von vorhin. Das Ganze endet mit einem innigen Kuß. Ash bekommt kurz Skrupel, das dürfe man nicht, aber letztendlich passiert doch das, was in solchen Filmen gang und gäbe ist: Sie geben sich ganz ihren Gefühlen hin.

Space Girl hockt in einem unterirdischen Tunnel und weint hemmungslos.

Währenddessen haben Louise und Ash den Geschlechtsakt hinter sich gebracht, und die weibliche Fraktion zieht sich wieder an. (Wie würde der Doc jetzt schreiben: "Insert gratitious butt-shot here“?) Sie verabschiedet sich und will gehen, doch Ash hält sie noch kurz auf, weil sie ihren Slip vergessen hat. "Den hole ich mir das nächste Mal ab“, erwidert sie und verläßt den Raum. Ash schnüffelt an dem Höschen und packt es dann ganz offensichtlich auf seinen Schreibtisch. (Da liegt’s gut!) Kurz gafft er noch den verformten Klumpen mit dem Gesichtsabdruck an und legt ihn grinsend wieder weg.

Nächster Tag. In der Sporthalle wird Basketball gespielt. Vollidiot Ash (der augenscheinlich nicht nur Kunst-, sondern auch Sportlehrer ist – daraus kann man sicherlich schließen, daß das Budget keinen zweiten Schauspieler hergab, der in die Rolle eines Lehrers schlüpfen konnte) grabscht Louise wirklich seeehr unauffällig am Hintern herum. Wenig später schafft es allerdings Louise, die Dummheit ihres neuen Betthasen Ashley zu überbieten, indem sie sich – vor den Augen der gestrengen Rektorin Roper (!) – mit einem Arschkneifer ihrerseits revanchiert. (Schon mal was von der eisernen Schulregel gehört, daß ein Schüler-Lehrer-Verhältnis verboten ist? Gerade Ash sollte das wissen.) Roper hat natürlich Augen im Kopf und stellt in einem Vier-Augen-Gespräch mit Ash klar, daß diese Beziehung schnellstens zu unterbinden sei.

Was darf in einem B-Film, dessen hauptsächlicher Schauplatz ein Mädchen-College ist, natürlich nicht fehlen? Genau – die obligatorische Duschszene. Die Kamera bewegt sich in einer "Carrie“-Kamera-Gedächtnisfahrt durch die Umkleidekabine der zum großen Teil nackten Schülerinnen auf die beiden Freundinnen Louise und Myra zu, die sich angeregt unter der Dusche unterhalten. Thema: Natürlich Männer und Sex! (Ich bin immer noch völlig entsetzt, daß Myra mit dem Hausmeister ins Bett steigt bzw. gestiegen ist. Bäh!) Das Duschwasser läuft durch ein großes Rohr in den unterirdischen Tunnel, und da unten wartet immer noch das megaböse Ungeheuer.

Roper macht einen Kontrollgang durch die Flure und bekommt zufällig ein Gespräch zwischen Louise und Myra mit, in dem sich letztere über Jack aufregt, der sich angeblich mit ihren 300 Dollar auf- und davongemacht hat. Er ist jedenfalls nicht mehr da. Die Rektorin mischt sich in die Diskussion ein, und ein weiterer Nonsens-Dialog folgt. Roper: "Sie meinen wohl Jack?“ – Myra: "Woher wissen Sie‘n das?“ – "Nun, ich weiß es, weil Jack hier schon sehr lange arbeitet. Vielleicht schon zu lange! Viel zu lange!“ (Hä?! Heißt das etwa, daß jeder Hausmeister, der seit längerer Zeit an einer Schule arbeitet, automatisch ein Verhältnis zu einer Schülerin pflegt? Das wirft ein erschreckendes Licht auf die Gilde der Ordnungskräfte, nicht wahr?) – "Warten Sie, ich will nicht, daß er seinen Job verliert.“ – "Glücklicherweise ist das nicht ihre Entscheidung.“ Mit einem süffisanten Lächeln verläßt sie das Zimmer. – Mira (zu Louise): "Scheiße, er wird mich dafür verantwortlich machen.“ (Das nehme ich doch an, Prinzessin!) – Louise: "Hey, auf jeden Fall kommt er zurück.“ (Und alle zusammen: Häääh?!)

Roper schreibt in ihrem Büro herum, während Ash und Louise in einem Bett schlafen. (Mein Gott, Herr Lehrer, müssen Sie an Ihrem Job hängen!) Durch irgendwas aufgeschreckt schaut die Rektorin durch die Flure und bewegt sich auf eine Tür am Ende des Flures zu, denn aus dem Türspalt flimmert blaues Licht. Sie öffnet die Tür, und Myra sitzt dort apathisch auf der Toilette und starrt angstvoll nach oben. Da glotzt der Killerdino mit seinem Maul zähnefletschend über einer Kabine hervor.

Louise wacht schreiend auf, und Ashley knuddelt zur Beruhigung mit ihr. Weil auch er wahrscheinlich schlecht geträumt hat, beschließt er, nach dem Rechten zu schauen und guckt aus dem Fenster, sieht irgendetwas Verdächtiges (keine Ahnung, was). Er rennt aus dem Zimmer. Space Girl, dessen Bauch zu blubbern beginnt, schaut auch durch ein Fenster zu, wie die Toilettentür zuknallt und die Rektorin daraufhin unüberzeugend ohnmächtig hinfällt. Louise entscheidet sich kurzfristig, als sie aus dem Fenster schaut, Ash hinterherzugehen. Der hat inzwischen Space Girl entdeckt und nimmt die Verfolgung auf. Eine aufregende Verfolgungsjagd entbrennt, an deren Ende der Lehrer das Mädchen mit Gewalt auf den Boden werfen kann. Er verlangt Auskunft, doch mehr als die Aussage, daß es alle töten wird und Space Girl ihn nicht aufhalten konnte, weil es zu stark ist (Es = Monster, für die Langsamen), bekommt er nicht heraus. Da schnappt plötzlich etwas aus dem Boden, Ash werden böse Ratscher zugefügt, und Space Girl versinkt laut um Hilfe schreiend im Boden. Dann erscheint Louise und schleppt den Verwundeten ins Krankenzimmer des Colleges, das – mit Verlaub – eher wie eine Gefängniszelle aussieht. Sie verarztet die fiesen vier Bauchkratzer, und Ash ist sich sicher: "Das war kein Mensch!“ Louise stellt fest, daß beide das Mädchen gesehen hätten, und Ash entblödet sich nicht zu fragen, wo es jetzt ist (hast doch gesehen – sie ist im wahrsten Sinne des Wortes wie vom Erdboden verschluckt!) Louise mag ihm nicht wirklich Glauben schenken in Bezug auf das Alien, weil es keinen Sinn ergibt (genauso wenig wie die Dialogentwicklung). Just in dem Moment, in dem die Schülerin Ash verarztet, kommt Roper vollkommen aufgelöst hereingepoltert. Ash fragt, ob sie das Monster auch gesehen habe, doch sie rückt nicht heraus mit der Sprache, sondern zieht es vor, blitzartig wieder abzuhauen. Louise verständigt die Polizei.

Der nächste Morgen. Die Polizei, darunter auch Moore, ist da (hat ja auch nur ein paar Stunden gedauert). Der Leutnant will sich noch ein wenig umblicken, der Rest darf abziehen. Er stellt fest, daß zwei, vielleicht auch drei Menschen vermißt werden (? Wie kann denn ein Dritter "vielleicht vermißt“ werden? Entweder man wird vermißt oder nicht, ein Mittelding gibt’s nicht, oder bin ich jetzt auf dem falschen Dampfer?). Alle Spuren würden zu Ash führen, sagt Moore; die Monstergeschichte kauft er ihm nicht ab. Ash ist zurecht böse auf Roper, weil sie Moore nichts von ihrem Erlebnis erzählt hat, doch die Rektorin will nichts davon wissen. (Übrigens würde ich an ihrer Stelle den Typen spätestens jetzt feuern, hat er doch Louise schon die ganze Zeit über umarmenderweise im Schlepptau. Verdammt nochmal! Die Kombination Schüler + Lehrer darf nicht geduldet werden.)

Louise macht sich indes große Sorgen, zumal sie nicht versteht, wo Myra ist.

Antwort kommt sofort: Im Keller/Tunnel/Was-auch-immer. Space Girl kümmert sich um die auf dem Boden liegende Myra, bis das Alien kommt, das Myra betatscht und ekelhaften Kristallglibber über sie ergießt. Space Girl kann kaum hingucken.

Ash und Louise diskutieren nach dem Unterricht (oder was weiß ich, wann sie das tun. Jedenfalls werden keine näheren Zeitangaben gemacht.) weiter, wo Myra stecken könnte. Ash vermutet spaßeshalber, daß sie vielleicht mit Jack durchgebrannt sei, was Louise nicht witzig findet. (Ich auch nicht.) Nach einer Entschuldigung kann er der Blondine allerdings ein Lächeln abringen und den nächsten Joke reißen, über den Louise wiederum unverständlicherweise lachen kann: "Vielleicht läßt Jack sie als Stripperin arbeiten.“ Doch Ash ist nicht ganz auf den Kopf gefallen und hat den Plan schlechthin: Man könnte sich ja mal in Jacks Büro umsehen. (Applaus! Wahrlich kein schlechter Einfall!)

Und jetzt ratet mal, wie Jacks Büro aussieht! Es ist in der Tat der Keller, den man dem Hausmeister als Arbeitszimmer zur Verfügung gestellt hat. (Jetzt kann ich ihn sogar irgendwie verstehen, wenn er nur halbherzig bei der Sache war. HIER würde ich auch nicht gern arbeiten.) Die beiden Möchtegern-Detektive schauen sich den Raum näher an und entdecken – Schreck! – die eingestürzte Mauer und – Oh Gott! – Blut! Louise und Ash schauen sich näher an, was hinter der Mauer ist. Es sind versteckte Katakomben, die wohl jahrelang kein Mensch mehr betreten hat. Louise: "Gott, es sieht hier echt übel aus!“ (Finde ich gar nicht – keine Spinnweben, Boden recht sauber. Kann man eigentlich nicht meckern, wenn die Gänge so lange nicht benutzt wurden. Jacks Büro sieht schlimmer aus.) Ash möchte, bevor er weitergeht, erst einmal eine Taschenlampe zur näheren Untersuchung. Louise zieht ihn auf und schlägt vor, doch auch Gewehre mitzunehmen, da er schließlich glaubt, daß hier ein Alien hausen könnte. Ash entgegnet unwitzig: "Ich habe nie gesagt, daß hier ein Alien haust. Ich habe gesagt, es ist ein Monster.“ Moore kommt hinzu und lädt die beiden zu einem Kaffee aufs Revier ein.

Dort angekommen, befiehlt Moore dem Chef einer Spezialeinheit, Horace, mit seinen Männern den Keller und die unterirdischen Tunnel zu untersuchen. Moore: "Seid vorsichtig!“ – Horace:"Sie glauben doch wohl nicht im Ernst, daß da ein Monster ist.“ – "Nein! Seid trotzdem vorsichtig!“

Gesagt, getan – Mit acht Mann bzw. sieben Mann und einer Frau (also ordentlich Kanonenfutter), jeder mit einem Schießprügel ausgestattet, stehen sie im Keller. (Ahnen sie vielleicht doch, daß da unten was Monsterhaftes sein könnte?) Horace gibt die erste wichtige Instruktion: Grünschnabel Poole (unübersehbar ein zweiter Kelton) soll im Wagen warten und "nicht einschlafen“, damit er Horaces Durchsagen ans Revier weitergeben kann. Dann machen sich die glorreichen Sieben in die Tunnel auf.

Poole setzt sich in den Wagen und flirtet per Funkgerät erstmal mit der weiblichen Durchsagerin des Reviers. Poole: "Da unten sieht’s wie im schlechten Horrorfilm aus.“ – "Hinter diesen Lichtern sieht man die Hand vor Augen nicht. Ich hole mir eine Taschenlampe.“ – " ‚Plan 9 from Outer Space‘! Hey, bist du auch’n Fan?“ (Für diejenigen, die es immer noch nicht gemerkt haben: Die Filmverantwortlichen nehmen dieses Werk scheinbar nicht ganz so ernst, wenn eine solch offensichtliche Referenz herhalten muß)

Im Tunnel schleicht zeitgleich Space Girl planlos durch die Gänge, und das Monster lauert auch wieder irgendwo. Das SWAT-Team hat sich mittlerweile getrennt und geht paarweise weiter, um die verschiedenen Wege zu erforschen. So auch Taylor und Riley, die bisher ohne einen gesprochenen Satz durch die Handlung trotteten. Genrefans wissen Bescheid, was jetzt kommt: Zunächst schnappt sich das Alien mit seiner Klaue Riley, der durch einen Lachanfall eh kurz vor dem Tode stand, weil es natürlich immer witzig ist, wenn jemand, in diesem Fall Taylor, eine Treppe runterfällt. Verzweifelt versucht der Übriggebliebene seine Kollegen anzufunken, doch ohne Erfolg: Im nächsten Moment ist auch er perdu und das Funkgerät kaputt. Das Quintett macht sich allmählich Sorgen, weil die zwei Getöteten nicht mehr zu erreichen sind, weshalb Poole von Horace angefunkt wird. Natürlich hält Poole grad ein kleines Nickerchen ab und wird, weil er sich erst mit Verzögerung meldet, erstmal zur Schnecke gemacht. Er soll sofort weitergeben, daß der Kontakt zu Taylor und Riley abgebrochen ist. Danach erzählt Horace seinen Kollegen, wie weiter verfahren wird: Noch eine Stunde wolle man hier untenbleiben. Ohne Murren gehen sie weiter.

Daß Moore Louise und Ash vorhin nicht nur zum Kaffeetrinken ins Revier eingeladen hat, ist euch sicherlich schon vorher klargewesen. In der Tat wird Ash momentan von dem Leutnant verhört und beschuldigt, für das Verschwinden von Jack & Co. verantwortlich zu sein. Sollte man eine Leiche finden, wäre er am Arsch, stellt Moore eindeutig klar. In einer kurzen Pause erfährt dieser von den aktuellen Geschehnissen im College-Untergrund (hat Poole es doch wirklich geschafft, Horaces Information weiterzugeben). Außerdem sei der Tunnel größer als ursprünglich angenommen (das hat Horace allerdings nicht durchgefunkt). Moore meint, dann könne man bzw. Ash da ja gut Leichen verstecken. Der Unterling: "Aber wieso?“ – "Woher soll ich das denn wissen? Vielleicht ist er ausgeflippt!“ Übellaunig zieht er ab.

Im Tunnel teilt Horace die eine Gruppe in zwei auf. Einer seiner Männer stellt fest, daß das Wasser, das überall von den Wänden tropft, in Wirklichkeit gar kein Wasser ist, sondern Öl. (Müßte man das nicht schon die ganze Zeit vorher gerochen haben? – Was es mit dem seltsamen Öl auf sich hat, erfahrt ihr später im vorletzten Absatz der Inhaltsangabe.)

Space Girl tippelt weiter blöd durch die Gänge. Doch alsbald wird sie von den Fünfen gefunden, als sie grad vor der vollgeschleimten Myra hockt. Sie schauen sich das Spektakel näher an, Horace fordert Space Girl auf, zu ihm zu kommen, aber sie weigert sich und stößt stattdessen ein lautes hämisches Gelächter aus und versteckt sich (?). Unser Freund, der Killerdino, tritt auf und attackiert einen der Männer, worauf alle wüst um sich ballern. Nützt nix, denn Alien verschwindet spurlos. Womöglich auch aufgrund der Schnitte (RTL 2 zeigt ja stets nur die gekürzte FSK-16-Fassung) leben jetzt nur noch Horace, ein anderer und die einzige Frau, Stiles, die jedoch im Kugelhagel schwer verletzt wurde. Als die beiden Unverletzten die Getroffene abtransportieren und gen Ausgang schleppen, kommt Space Girl wieder aus ihrem Versteck und setzt sich schluchzend zu Myra. (Da Myra auch im folgenden Geschehen keinen Pieps mehr von sich gibt, ist davon auszugehen, daß auch sie nicht mehr lebt. Die genaue Todesursache kann ich leider nicht angeben.)

Louise wird im Revier von Moore ausgehorcht, doch wahrscheinlich geht ihm ihr Genörgle und ihr fehlender Kommunikationswille so auf die Nerven, daß er sie beleidigt gehen läßt.

Bei einem kurzen Zwischenstop geraten sich Horace und sein Kollege in die Haare, denn letzterer ist der Meinung, man solle Stiles doch hier ihrem Schicksal überlassen, was Horace nicht auf sich sitzen läßt und ihn mit Waffengewalt davon überzeugen kann (ja, mit einer Knarre in der Hand kann man sein Gegenüber fast immer in die Knie zwingen), sie mitzunehmen. Davon hat Horace aber auch nicht mehr viel, weil der Kollege plötzlich von der Seite von dem Monster weggeschnappt wird (man darf nicht zwinkern, sonst verpaßt man es). Dann taucht plötzlich Space Girl hinter Horace auf und erklärt sich bereit, ihm zu helfen und den Weg zu zeigen. Das Alien versucht jedoch noch, Horace ins Jenseits zu befördern, doch ein paar Gewehrschüsse bringen ihn kurzfristig davon ab. Dies macht das Viech aber noch wütender, so daß es mit seinen Pranken gegen die Wände hämmert und ordentlichen Steinschlag verursacht. Dabei geht Stiles endgültig drauf, Horace wird am Bein verletzt und kann nur noch humpeln, deshalb hilft Space Girl ihm erstmal aus der Patsche. Nachdem sie einige Meter gelaufen sind, bleibt Horace stehen und stellt seine Helferin zur Rede. Warum hilft sie ihm? Weil sie ein Mensch sei wie er, ist ihre Antwort, und Tränen kullern aus ihren Augen. Auf die Frage, woher sie denn überhaupt komme, erwidert sie nur knapp, entführt worden zu sein und sucht dann das Weite. (Soviel zu: "Ich helfe Ihnen hier raus.“) Plötzlich taucht das Monster auf (man darf sogar kurz in einer POV-Aufnahme mit den Augen des Aliens sehen, "Predator“ und Konsorten lassen grüßen), Horace schießt etliche Male, aber ohne Wirkung. Er läßt sich in eine Ecke zurückdrängen, in der er einen Gashahn erblickt und den er aufdreht. Das Monster kommt immer näher, da zückt Horace sein Feuerzeug und mit den Worten "Ich wünsch‘ dir einen guten Flug, Scheißkerl!“ (Roy Scheiders Abschiedsspruch in "Der weiße Hai“ hatte irgendwie mehr Stil) macht er dieses an – eine gigantische Explosion ist die Folge (sieht für einen Film dieser Klasse sogar richtig ordentlich aus). Die Geräusche wecken den wieder mal sanft entschlafenen Poole, die Alarmanlage klingelt, Rauch gleitet heraus. Roper kommt aus ihrem Büro rausgelaufen und folgt Poole nach. Jetzt könnte man meinen, "Breeders“ wäre damit beendet – doch Pustekuchen! Wir haben noch’ne knappe halbe Stunde. Obacht – das Viech hat die Explosion unversehrt überlebt.

Im College kommen die Studentinnen aus ihren Zimmern gekrochen und marschieren im Trancezustand zombiemäßig nacheinander in die Schulkatakomben. Roper ahnt davon noch nichts und fragt Poole: "Was ist hier los?“ – "Keine Ahnung, irgendwas ist explodiert.“ (Eine echte Leuchte, das!) Nun kommen ihnen die Schülerinnen entgegen, und die Rektorin will sie aufhalten und zurück in ihre Zimmer schicken, doch sie latschen schnurstracks an ihr vorbei in die unterirdischen Gänge. Poole läßt den Experten raushängen und sagt zu der verdatterten Roper: "Sie können Sie nicht hören. Sie schlafwandeln!“ (Eine gewagte These: Ist es normal, daß ALLE Schülerinnen gleichzeitig schlafwandeln?) In sicherem Abstand gehen beide hinterher.

Louise wird indes von einem Polizeiwagen zurück ins College gebracht. Natürlich fällt der Doofen nicht der Rauch auf, sondern sie geht gleich durch den Haupteingang, um sich aufs Ohr zu hauen.

Space Girl hat erneut Probleme mit ihrem Bauch, der blubbert nämlich einmal mehr. Diesmal spuckt sie sogar leckeren grünen Schleim auf den Boden.

Die Studentinnen machen sich über den kristallenen Schleim her, den das Monster über Myra ergossen hatte, und stopfen ihn sich in ihre Münder. Danach marschieren sie rückwärts zurück.

Louise bekommt von all den mysteriösen Geschehnissen gar nichts mit und träumt den Schlaf der Gerechten. Dabei wird sie völlig unbemerkt von dem komischen Glibber überzogen.

Inzwischen wird Poole von dem plötzlich auftauchenden Alien erbarmungslos das Genick gebrochen. Roper flieht entsetzt und rennt dabei blöderweise gegen ein Rohr und geht K.o. Das Space Girl läuft hingegen weiterhin ziellos durch den Keller.

Da Moore die Beweise fehlen, darf Ash in der Zwischenzeit das Revier verlassen. Moore bleibt skeptisch und läßt den Obermacker raushängen: "Wenn Sie etwas vergessen haben, können Sie es sich das nächste Mal abholen.“ Ash ärgert diese Äußerung – erst recht, als er von seinem Gegenüber erfährt, daß Louise zurück in das gefährliche College gefahren wurde. Zum Abschied droht Ash ihm, daß er was erleben könnte, wenn seiner Geliebten etwas zustößt.

Als Ash wenig später das College betritt und das Licht anknipst, folgt der große Schock: Überall auf dem Boden ist ekliger kristallener Glibber verteilt. Louises Zimmertür, die er zu öffnen beabsichtigt, zerbricht bei der geringsten Berührung. Kaum hat er den Raum betreten, muß er sich auch hier die ganze Schweinerei ansehen. Angsterfüllt ruft er nach seiner Louise, aber er erhält keine Antwort. Dann findet er sie im Bett, von oben bis unten mit dem Glibber beschmückt. Gerade als er sie antatschen will, schreckt sie hoch und gibt drohende Löwenlaute von sich. (Lustigerweise sind Mundbewegung und Fauchen nicht wirklich synchron.) Da fällt sie ihren Ash an, versucht, ihn zu kratzen und zu beißen. Sie kann ihm vier häßliche dicke Kratzer auf der linken Wange zufügen, bevor der Retter in der Not erscheint – richtig, Space Girl haut Louise ein Brett vor die Rübe, was nicht viel nützt. Ein Catfight schließt sich an, in dem Louise die Oberhand zu haben scheint, bis Ash auf Zuruf von Space Girl seiner Schülerin die Kristallkette vom Hals reißt. Daraufhin erreicht sie wieder ihren normalen Zustand, Ash nimmt sie in den Arm, und Space Girl rauscht aus mir schleierhaften Gründen wieder ab. (Ob ich deren Funktion je erfahren werde?)

Roper kommt im Keller wieder zu sich und schleicht weiter. Dabei macht sie eine grausige Entdeckung: Alle Studentinnen befinden sich in einer Art Verpuppungszustand, d.h. sie stehen stocksteif an der Wand und sind mit einer ordentlichen Portion Schlabberglibber umgeben. Eine der Studentinnen wacht auch schon aus ihrem Zustand auf, und so wie die jetzt aussieht und sich fortbewegt, wage ich zu bezweifeln, daß sie noch ganz die Alte ist...

Bei Louise und Ash kriselt’s: Sie haben die ersten Meinungsverschiedenheiten. Während sie von hier verschwinden will, will er dem Mädchen helfen, weil man ihr was schuldet, was die blöde Kuh Louise nicht begreifen will (immerhin hat sie dafür gesorgt, daß Ash dich aus deinem Zombiezustand befreien konnte, undankbares Gör!). Ash meint, daß man Space Girl nicht einfach dem Monster überlassen könne (woher will er denn wissen, daß sie zur Bestie zurückgelaufen ist, und nicht einfach schon das Weite gesucht hat?). Louise läßt sich davon beeindrucken und beschließt, mitzukommen, was Ash nun wieder nicht möchte. (Du hast doch eben noch gesagt, daß sie Space Girl was schuldig wäre.) Widerwillig stimmt er aber doch noch zu. Vor der Expedition ins Kellerreich ruft er Moore an (der in seinem Arbeitszimmer gerade im Dunkeln (!) etwas liest) und erzählt ihm, daß alle Schülerinnen weg seien (meines Erachtens kann er das noch gar nicht wissen, weil er’s gar nicht überprüft hat) und ihm sei "wieder so ein Alien“ über den Weg gelaufen (wann? Meinst du Louise? Oder Space Girl?). Von daher müsse er gefälligst sofort vorbeikommen. Glücklich legt er den Hörer auf und sagt zu sich: "Jetzt hab‘ ich ihn neugierig gemacht.“

Louise und Ash gehen kurzentschlossen mit irgendwelchen Utensilien, die bestimmt nicht dafür taugen, ein außerirdisches Monster zu erlegen, Richtung Keller. Louise bemerkt das Polizeiauto, das da rumsteht wie nicht abgeholt, und schlägt eine Fensterscheibe ein. Im Wagen findet sie einige Waffen sowie Munition und übergibt Ash Gewehr und Pistole. Ash: "Was wollen wir mit dem ganzen Zeug anfangen?“ (Cowboy und Indianer spielen? Ash, du bist ein lehrbuchreifer Idiot!)

Im Keller finden die Zwei Blut an der Wand, gehen aber trotzdem mutig weiter. (An Ashleys Stelle würde ich als Kavalier langsam dafür sorgen, daß Louise auf der Stelle abhaut.)

Die Rektorin beobachtet in ihrem Versteck die schlüpfenden Zombie-Studentinnen. Laute "Roar“-Laute.

Ashley findet noch ein Gewehr auf dem Boden liegen, mysteriöse Geräusche sind zu hören. Endlich bekommt auch er Gewissensbisse, daß er Louise mitgenommen hat. Doch die zieht sich mit der "Zu-spät“-Masche aus der Affäre. Blitzschnell tauchen hinter und vor ihnen die Zombies auf (zwei davon dürfen wir in Großaufnahme mit herzzereißend blöden Gesichtern bewundern – daß die Darstellerinnen, gerade die zweite, nicht über sich selber lachen müssen). In bester "From Dusk till Dawn“-Manier knallen die beiden Gutmenschen die Dinger ab. Bei näherer Betrachtung wagt Ash die Hypothese, daß das Monster die Kristallketten, die alle Schülerinnen (ZUFÄLLIGERWEISE) um ihre Hälse tragen, dazu benutzt, um die Mädchen zu kontrollieren. Louise ist entsetzt über sich und Ash und rattert in Hinblick auf die jüngst Erschossenen die "Was-haben-wir-bloß-getan?“-Nummer runter. Ash beschwichtigt: "Sie waren schon tot!“ (Mein lieber Ash, es ist ja ganz nett, daß du deine Freundin trösten willst, aber denk‘ doch mal genauer nach. Die Schülerinnen wurden durch die Kristallketten durch das Monster lediglich in Trance versetzt, anschließend haben sie sich verpuppt und sind als böse willenlose Roboter wieder aufgewacht. Sie waren also alles andere als tot. Besser wäre es gewesen, ihr hättet einfach, wie Space Girl Ash aufforderte, die Ketten der Mädchen vom Hals gezupft, dann wären sie in ihren Normalzustand zurückgekehrt und würden noch leben. Hat doch bei Louise auch geklappt. Im Prinzip habt ihr eben mehrere Morde in Notwehr begangen.) Sie gehen weiter.

Moore ist mittlerweile auch angekommen, betrachtet den demolierten Polizeiwagen und geht in den Keller.

Irgendwo lauert wieder das Monster. Roper schnappt sich eine rumliegende Eisenstange, als sie ein Geräusch hört und haut sie Ash fast vor den Latz. Die Rektorin ist erleichtert, die beiden zu sehen und erzählt von den umherlaufenden Zombies. Ash gibt seine Erkenntnisse der Sachlage an sie weiter, und Louise fragt zurecht, warum sie eigentlich nicht von dem Killerviech gerufen wurde. "Weil du nicht da warst“, lautet die plausible Antwort. (So weit, so gut: Sie war während der Explosion und der anschließenden Studentennachtwanderung in der Tat nicht dabei, sondern kam ja erst kurz danach vom Polizeirevier, um sich dann schlafen zu legen. Nun die Frage: Warum ist sie trotzdem zwischenzeitlich zum Zombie mutiert? Sie hat doch gar keine Schleimkristalle wie die anderen geschluckt. Kann’s sein, daß das Drehbuch etwas konfus ist? Fragen über Fragen.) Im nächsten Moment wird Ash von einer Studentin angefallen, die kann aber dank Louise durch zwei Kopfschläge mit dem Gewehrkolben außer Gefecht gesetzt werden. Roper hält das nicht mehr aus und läuft davon. (Wirst schon sehen, was du davon hast – allein und ohne Waffe!) Louise bricht in Tränen aus und schildert Ash und uns, daß die furchtbare Angst habe.

Moore sieht einem blonden Zombie hinterher, ruft nach Horace – und Roper erhält die grausame, aber gerechte Strafe für ihre soeben begangene Blödheit und wird von einem Rudel Zombies zerfleischt.

Ash und Louise finden eine Kanalisation und befinden sich gleichzeitig in einer Sackgasse. Deshalb entscheidet sich Ash dafür, wohl oder übel ins Wasser springen zu müssen, da man verloren sei bei all den Zombies (naja, eben habt ihr gar nicht so wenig Mädchen recht problemlos abgeknallt). Louise weigert sich zunächst, doch als ein Zombie angesprungen kommt, springt sie ungern mit Ash ins Wasser. Sie lassen sich von dem Wasser treiben – Dramatik – und sind dem Ertrinken nahe, als sie plötzlich jemand nach unten zu ziehen scheint. Doch es ist mitnichten das Monster, sondern ein weiteres Abwasserrohr, das sie in ein weiteres Untergrundszenario treiben läßt. Sie platschen ins Wasser, und Louise wird – durch den Aufprall bewußtlos - von dem Alien rausgefischt. Ash versucht einzuschreiten, aber dann taucht Space Girl auf (warum sie sich jetzt gerade hier auffällt, steht in den Sternen – fest steht, daß sie immer da ist, wo sie gerade gebraucht wird) und ihm rät, ruhig zu bleiben, weil das Teil Louise nichts tun wird, da es sie noch braucht. Gewehrkugeln können ihm sowieso nichts anhaben.

Space Girl zieht Ash an Land und fragt ihn erbost, was er hier wolle, immerhin hätte sie ihn gewarnt (wann denn das?). Seine einfache Antwort: "Wir wollten Sie holen.“ Space Girl fängt wieder zu weinen an und erklärt ihm im Folgenden, was das Monster überhaupt hier sucht und vorhat. Ich versuche es, einigermaßen logisch zusammenzukriegen: Das Monster kontrolliert Space Girl (bleibt die Frage, warum sie Ash in diesem Moment all dies erzählen kann – das ist ganz bestimmt nicht im Sinne des Ungeheuers) und hat sie dazu auserkoren, seine Eier auszubrüten, denn es gibt ein kleines Problem: Wenn die Alien-Muttis ihre Eier legen, verspeisen sich die Kinder gegenseitig. Daraus folgt, daß die Spezies ausstirbt. Aus dem Grund ist das Monster auf die Erde gekommen, um die komplette Studentinnenschar als Austräger zu benutzen. Bei den Schülerinnen taucht das eben genannte Problem nämlich NICHT auf. (Siehste wohl – das Monster scheint ja’n ganz plietsches Kerlchen zu sein!) Jetzt hat das Monstrum dasselbe mit Louise vor. (Mir graust’s!)

Louise liegt im Trockenen und kommt wieder zu sich, sieht sich mit Glibber überzogen und kann aus dem Grunde nicht aufstehen. Unterdessen kommt das Alien ihr immer näher.

Ash kommt eine grandiose Idee: Er füllt gemeinsam mit Space Girl die noch verbliebenen Patronen mit dem Kristallschleim, denn "wenn ihm die Kugeln nichts anhaben können, dann mit Sicherheit diese Kristalle.“ (Eine Argumentationskette, die ich stark anzweifle. Wie kommt er bloß darauf? – Wir werden sehen.)

Das Monster ist Louise derweil bedrohlich nahe gekommen und beginnt, sie mit seiner Klaue liebevollst zu tätscheln. Doch da – gerade als es sich langsam auf sie legen will, taucht aus dem Nichts bzw. aus dem Wasser Held Ash mit Space Girl auf (fragt mich nicht, wie er sich so schnell an den Tatort bewegen konnte). Er ballert der Kreatur zwei Kugeln in den Körper – und tatsächlich: Sie zeigen ihre Wirkung, allein das Monster hat sich feigerweise aus seinem Blickfeld teleportiert. Ash (zu Space Girl): "Los! Helfen Sie ihr!“ (Ein "Bitte“ schadet nicht, du unhöflicher Knochen!) Da lugt das Monster hinter einer Ecke hervor, Ash schießt – daneben! Louise (zu Space Girl): "Los! Beeil‘ dich! Schneller!!!“ (Langsam würde ich mir überlegen, ob ich Louise nicht einfach ihrem Schicksal überlasse, bei so viel Unfreundlichkeit.)

Teleportation Nr.2: Die Bestie steht plötzlich neben Ash und schubst ihn unsanft beiseite, nur um ihn daraufhin wieder aufzuheben und mit seiner Klaue zu versuchen, ihn zu erwürgen. (Wenigstens soll’s so aussehen.) Der Retter naht jedoch in Form von Lt. Moore, der das runtergefallene Gewehr aufhebt. (Wobei ich nicht verstehe, warum er nicht seine eigene Waffe nimmt – kann mich nicht daran erinnern, daß er irgendwie mitbekommen haben könnte, daß nur manipulierte Kugeln gegen das Alien helfen.) Der erste Schuß trifft das Bein, Monster läßt Ash fallen, der nächste Schuß landet im Oberkörper. Leider ist danach schon das Magazin leer, und das Monster setzt auch noch einen weiteren fiesen Trick ein (nach der Teleportation) – es versucht doch glatt, Moore zu hypnotisieren. Space Girl weiß um dessen Fähigkeit und fordert ihn auf, nicht hinzugucken. Dem benommenen Ash kommen die Kräfte zurück, und er holt seine zweite Waffe, die Pistole, aus der Hosentache.

Ash knallt mindestens fünf Mal auf das Vieh, das zurücktaumelt. Dann drückt er geistesgegenwärtig einen Hebel, wobei sich der Schacht öffnet, auf dem das Alien steht, so daß es in die Tiefe stürzt. (Der Schacht – dein Freund und Helfer!) Ash (zu dem enthypnotisierten Moore): "Glauben Sie mir jetzt?“ (Das verdient einen der ersten drei Plätze in der Kategorie "Überflüssigste Frage der Welt“.) Ash befiehlt, sofort zu fliehen, denn er hat das Drehbuch gelesen und weiß daher, daß das Monster jeden Moment eine Explosion verursacht. Dies geschieht in der Tat: Das Quartett rennt auf dem schnellsten Wege raus (übrigens zur dramatischen Steigerung in Zeitlupe). Unterwegs wird noch’n Zombie erledigt, ehe sie nach lediglich 30 Sekunden an die Freiheit gelangen. Im letzten Augenblick können sie fliehen und sich in Sicherheit bringen, bevor die gesamte ÖLRAFFINERIE (!!!) in Flammen aufgeht und explodiert. (Jetzt fragt ihr euch sicherlich, warum ich "Ölraffinerie“ schreibe. Und das nicht zu Unrecht, aber das Gebäude, das da in die Luft geht, ist tatsächlich eine solche. Nun könnt ihr euch vielleicht noch daran erinnern, daß ein paar Absätze zuvor schon einmal von einem Typen der Spezialeinheit erwähnt wurde, daß es da unten nach Öl riecht. Nun... ganz offensichtlich wollen uns die Drehbuchautoren weismachen, daß die unterirdischen Gänge der Schule irgendwie mit einer Ölraffinerie verbunden sind. Davon ist aber zu keinem einzigen Zeitpunkt des Films die Rede bzw. ein noch so winziger Anhaltspunkt zu finden. Warum da plötzlich in der Nähe des Colleges besagtes Gebäude steht, steht in den Sternen. Daß die Handlung in den Schlußminuten dort spielt, habe ich auch erst durch andere Kritiken erfahren. Also – findet euch damit ab. Ich tue es doch auch.)

Wo war ich? Ach ja: Während Space Girl traurig fragt, was sie nun tun soll und Ash ihr verspricht, schon was für sie zu finden (?), fallen drei Sternschnuppen vom Himmel. Moore: "Wünscht euch was!“ Unheilsschwanger fährt die Kamera langsam auf Space Girls zuerst glückliches, dann immer besorgter aussehendes Gesicht. – Sind das am Ende womöglich gar keine Sternschnuppen??? ENDE.

Bewertung

Breeders US-VHS-Artwork
Tja, ursprünglich hatte ich vor, mich im Gegensatz zu meinen beiden vorherigen Gastkritiken etwas kürzer zu fassen, und jetzt ist es mir doch wieder eindrucksvoll gelungen, meine guten Vorsätze über den Haufen zu werfen und den Film wichtiger zu machen als er eigentlich ist. Aber so bin ich nun mal (in der Beziehung scheine ich dem Doc in nichts nachzustehen) – ich habe ein enorm großes Mitteilungsbedürfnis und will euch möglichst detailliert schildern, was ich mir da eigentlich hin und wieder antue. Momentan habe ich nach zehn Monaten Zivildienst einfach zuviel Zeit, verzeiht mir deshalb bitte, und haltet auch noch die Analyse durch. Ich würde mich wahnsinnig freuen.

Was kann ich nun zu den vergangenen Minuten sagen? Nun ja, wir sind uns sicherlich alle in dem Punkt einig, daß "Breeders“ von der Handlung her eine furchtbar beknackte Angelegenheit ist. Allein die Ausgangslage, daß ein Monster vom Saturn zielstrebig auf die Erde zusteuert und dann ausgerechnet einem College vor die Füße fällt, in dem ausschließlich Mädchen unterrichtet werden, die wiederum dem Alien zur Vermehrung seiner Spezies dienen, ist mit abstrus noch wohlwollend umschrieben. Das will ich den Filmemachern aber noch nicht mal sonderlich zum Vorwurf machen, denn immerhin bemühen sie sich darum, dem Monster einen Grund für seine Bruchlandung zu verpassen, so schwachsinnig die Erklärung letztendlich auch sein mag. Was ich viel eher anprangere, sind viele undurchdachte Kleinigkeiten, die bei näherem Nachdenken nur allzu schnell arge Kopfschmerzen verursachen. Die Skriptfehler habe ich ja oben schon überdeutlich angesprochen: Warum mutiert Louise kurzfristig zu einem willenlosen Zombie, wenn sie doch gar nicht jenen Kristallglibber geschluckt hat, den ihre Kolleginnen sich in ihre Münder gestopft haben? Und wie zum Teufel kommt Ashley plötzlich ohne jeden Grund auf die Idee, daß dem Monster durch das Glibber in den Patronen Wunden zugefügt werden können? Bei der letzten Frage vermute ich stark, daß den Drehbuchautoren keine plausible Lösung dafür eingefallen ist, wie man das böse Viech in die ewigen Jagdgründe schicken soll (zumal es, wenn man die erste Explosion sieht, die es problemlos überstanden hat, gegen Feuer immun ist), und aus dem Grund haben sie sich dann für eine Hauruck-Wendung entschieden, in der Hoffnung, der Zuschauer würde sie akzeptieren bzw. womöglich gar nicht merken. Wie schon kurz angesprochen, ist die Fassung, die ich gesehen habe, laut OfdB stark gekürzt, allerdings kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß die Zensoren Handlungsschnitte vornahmen (obwohl ich RTL 2 mittlerweile so ziemlich alles zutraue), sondern eher bei den Gewaltszenen die Schere angesetzt wurde (bei der unübersichtlichen Ballerei der Spezialeinheit ist dies gut möglich, vielleicht auch bei dem grausamen Tod Ropers). Einen weiteren peinlichen Lapsus habe ich sicherlich eben schon ausgiebig genug breitgetreten: Daß die Verbrecher, die sich diese Geschichte ausgedacht haben, - Hokuspokus! – eine Erdölraffinerie, die mit dem College verbunden sein soll, aus dem Hut zaubern, werde ich wohl nie begreifen. Halt, doch: Vielleicht erinnerte man sich daran, daß im Gesetzbuch für den Dreh eines Actionfilms der B-Klasse eine abschließende gigantische Explosion vorgeschrieben ist, wobei mir dennoch völlig schleierhaft ist, aus welchem Grund das Gebäude überhaupt in die Luft geht.

Was gibt es ansonsten zum Plotverlauf zu sagen? Die Handlung verläuft ziemlich schleppend (vor allem in der ersten Stunde), gewinnt aber im langgezogenen Showdown in den unterirdischen Gängen ein wenig an Tempo, freilich ohne in ein Actionfeuerwerk auszuarten. Dennoch würde ich mir sogar anmaßen, die ersten zwei Drittel als die unterhaltsameren Minuten zu bezeichnen, denn hier bekommt der Trashfan trotz einer fast schon provozierend anmutenden Ereignislosigkeit doch einiges geboten, was vor allem die Dialoge betrifft. Die sind z.T. wirklich so herzzereißend blöd, daß ich schon Abwanderungspläne meines Trommelfells vermutete. Hier bekommt man wirklich so manches Leckerli präsentiert, das man auch nicht alle Tage zu hören bekommt. Sicherlich keine Konkurrenz zu einem Ed Wood, aber trotzdem ausreichend bescheuert, um den ein oder anderen debilen Grinser auf die Lippen zu zaubern. Ebenfalls nicht zu verachten – wen wundert’s bei den sofort in die Augen fallenden "Alien“-Anleihen? -, daß auch dies einer der Filme ist, die restlos vorhersehbar sind: Nach spätestens acht Minuten hat man die vier entscheidenden Hauptfiguren herausgefiltert, man hat sein Comic Relief, natürlich einen Hausmeister, dessen recht schnelles Ableben eine echte Wohltat ist (später kommt sogar noch mit Poole ein zweites hinzu), man bekommt die Duschszene genauso geliefert wie später in der Handlung den Catfight, und das Kanonenfutter in Form der Spezialeinheit (acht Stück) darf selbstverständlich auch nicht fehlen. Anhand der mehr als offensichtlichen "Plan 9 from Outer Space“-Referenz kann man jedoch sehr schön erkennen, daß sich "Breeders“ nicht wirklich ernst nimmt. Sie läßt eindeutig darauf schließen, daß sich die Verantwortlichen sehr wohl bewußt waren, daß das knappe Budget nicht ausreichen würde, um das Genre mit diesem Beitrag zu bereichern, im Gegenteil: Ich will noch nicht einmal ausschließen, daß man mit dem berühmten Taschenlampen-Zitat aus besagtem Wood-Klassiker den Kritikern vorbeugen wollte, die "Breeders“ nach seiner Veröffentlichung möglicherweise als das zweite "Plan 9 from Outer Space“ bezeichnen würden. Daß das Resultat dennoch bei weitem nicht so schlecht ist, wie die allgemeinen Rezensionen vermuten lassen, liegt an dem letzten Drittel, das handwerklich einigermaßen solide für einen B-Film aussieht. Kurioserweise sinkt aber ausgerechnet hier der Unterhaltungswert sichtbar ab. Erst jetzt merkte ich, was ich eigentlich an den Dialogen hatte, denn die sind deutlich heruntergefahren worden. Demzufolge ist das ganze Spektakel nicht mehr sonderlich spaßig. Regisseur Paul Matthews (auch verantwortlich für den hier jüngst besprochenen "Berserker“) beschränkt sich in den letzten – gut und gerne – 30 Minuten auf nur noch einen Schauplatz, nämlich den Katakomben der Schule, sprich: Er konzentriert sich nur noch auf den finalen Kampf Gut gegen Böse. Das tut dem Film, der bisher aufgrund seiner drehbuchmäßigen Schwachmatigkeiten so lustig geraten ist, nicht gut. Es steht fest, daß immer noch kleinere (ganz bestimmt ungewollte) humorige Einlagen bereitgehalten werden (z.B. die haarsträubend lächerlichen Gesichtsausdrücke der Zombie-Studentinnen und die Tatsache, daß sich Space Girl überall aufhält, wo die Helden der Story sie gerade gebrauchen können), die aber doch auf ein Minimum heruntergefahren wurden. Das Tunnelset sieht richtiggehend professionell aus und kann mitunter sogar eine recht düstere Atmosphäre aufbauen, ohne daß man den Eindruck gewinnt, daß wir uns versehentlich in einen echten klaustrophobischen Science-fiction-Klassiker verlaufen haben, d.h. man weiß, daß Ellen Ripley uns unter Garantie nicht über den Weg laufen wird. Dennoch haben mich die Kulissen angenehm überrascht. Das Finale an sich ist reichlich unspektakulär geraten, Spannung stellt sich an keiner Stelle ein, auch weil der Zweikampf zwischen Lehrer und Monster sehr kurz ausgefallen ist. Es ist einfach zu lahm und zu leicht vorauszusehen – und zum Schluß darf man dann noch befriedigt konstatieren, daß auch die unentbehrliche Explosion nicht ausgelassen wird. Ganz zu schweigen von der ja sooo überraschend daherkommenden Schlußpointe.

Über die erstaunlich aufwendig aussehenden unterirdischen Kulissen habe ich mich ja schon lobend ausgelassen, nun fehlen noch ein paar grundsätzliche Worte zu der Machart des Streifens: Ich fange mal mit dem Mädchen-College an. Das sieht nicht wirklich überzeugend aus. Wenn man sich im Inneren befindet, sah es für mich immer so aus, als würde es nur ein Stockwerk geben. Die Mädchen laufen die immergleichen Flure auf und ab, die Rektorin hält sich immer nur – auch nachts – in ihrem Büro auf. Ein Schlafgemach scheint sie nicht zu haben. Insgesamt sieht das Gebäude, wenn’s nach mir geht, ziemlich schmuddelig aus; ich würde da nicht ununterbrochen wohnen wollen. Deshalb halten sich dort wohl auch so wenige Studentinnen auf. Hihi! Nein, im Ernst: Das komplette College beherbergt bestenfalls 20 Personen plus Ash als Hahn im Korb (die einzige Lehrkraft, die sich die Schulleitung augenscheinlich leisten konnte), Jack und Frau Roper. In der Hinsicht wirkt "Breeders“ also spottbillig. Was wirklich nicht übel aussieht, ist ein Großteil der Explosionen. Das von Horace herbeigeführte Feuerinferno ist mehr als anständig gelöst worden, gleiches gilt für den Sprengschlag im Inneren der Ölraffinerie. Am Ende gibt’s dann aber doch noch was zu lachen: Wenn in der Totalen die Raffinerie dem Erdboden gleichgemacht wird, überraschen uns die Effekthexer mit gar drolligen, putzigen Rauch- und Feuerbildern, die jeder Beschreibung spotten. Das Spektakel sieht unvorstellbar unecht aus. Man achte insbesondere auf die Rauchschwaden, die gen Himmel steigen. Herrlich!

Das außerirdische Ungeheuer habe ich bereits in der Inhaltsausgabe recht ausführlich beschrieben, dennoch will ich an dieser Stelle noch den ein oder anderen Satz ablassen. Vielleicht bin ich vorhin nicht ganz fair gewesen: Ja, das Monster ist ziemlich erheiternd, dazu stehe ich. Beinahe in jedem Moment, in dem es das Bild schmückt, kann man erkennen, daß ein Mensch in dem Kostüm steckt. Das Gesicht ist fast ausnahsmlos unbeweglich, nicht eine Sekunde, in der das Alien mal nicht die Zähne fletscht. Die langen Klauen sind klar als Handschuhe identifizierbar, die Bewegungen sind äußerst unbeholfen. Kein Wunder also, daß man kaum einmal sieht, wie sich das Monster von der Stelle rührt. Man kann förmlich spüren, wie schwer es der Monsterdarsteller gehabt haben muß, das gewiß nicht leichte Kostüm mit sich herumzuschleppen. Trotzdem sei unbedingt erwähnt, daß es innerhalb des Trashgenres viel viel miesere Outfits gegeben hat. Der rosa Plüschdino Barney oder ein "Power Rangers“-Bösewicht ist das von den Designern geschaffene "Breeders“-Killervieh ganz bestimmt nicht. Immerhin bemüht man sich darum, daß auch mal die Augen rollen oder das Maul sich etwas weiter öffnet.

Noch kurz ein paar Worte zu den übrigen filmischen Aspekten: Die Kameraarbeit ist zumindest im Ansatz experimentierfreudig. Zwar sind die Monster-POV-Shots von anderen (und besseren) Genrevertretern abgekupfert, aber zumindest wird nicht allzu statisch mit der Kamera umgegangen. Auch das ein oder andere Farbspiel wird angewendet: So wird das Alien z.B. fast konsequent in blaues Licht gehüllt, wenn es erscheint, um eiskalt zuzuschlagen. Gewiß ist das alles nichts Besonderes, doch unterscheidet es sich zumindest ein wenig von anderen Sci-fi-Monstergeschichten. Die Musik ist nicht sonderlich einprägsam, aber auch nicht so störend, daß man kurz vor einem Kollaps steht. Sie wird auch nicht über die komplette Spieldauer eingesetzt, was wohltuend auffällt.

Die Leistungen der Schauspielriege sind – dem B-Film entsprechend – insgesamt gesehen ziemlich unterirdisch, großartige Mimen konnte man sich schließlich nicht leisten. Also griff Matthews wenigstens auf im Filmgeschäft einigermaßen etablierte Darsteller zurück. Die Rolle des Helden Ash übernimmt Todd Jensen, der aufmerksamen badmovies.de-Lesern sicherlich aus drei Teilen der "Operation Delta Force“-Reihe bekannt ist, aber auch eine Nebenrolle in "The Mangler“ übernahm. Er liefert keine dolle Performance ab und ist auch nicht sonderlich sympathisch, aber zumindest nervt er nicht. Samantha Janus (Louise) verdient ihre Brötchen in diversen TV-Serien. Ihr Debüt feierte sie in der TV-Verfilmung "Jekyll & Hyde“. Auch sie ist nicht zum Schauspielern geboren, stolziert allerdings ziemlich freizügig durch ihre Rolle und gibt wenigstens dem männlichen Publikum Anlaß, nicht sofort abzuschalten, zumal sie nicht die allerschlechteste Figur macht. Der bekannteste Darsteller ist sicherlich Oliver Tobias, der Lt. Moore mimen darf. Aus mir völlig schleierhaften Gründen ist er ein immer wieder gern gesehener Gast in Billigproduktionen (auch in deutschen; ihr kennt ihn mit ziemlicher Sicherheit alle aus "Klinik unter Palmen“, einer Rosamunde-Pilcher-Verfilmung oder auch aus einem Serienspecial von "Das Traumschiff“); ihm gelingt es tatsächlich mit einem einzigen mürrischen Gesichtsausdruck durch die 90 Minuten zu kommen. Er ist mir so unsympathisch, hat überhaupt kein Charisma – also: Warum darf der in so vielen Filmen mitspielen? Kadamba Simmons als Space Girl hat nicht viel mehr zu tun, als in unregelmäßigen Abständen blöd durch die Gegend zu laufen, um letztlich unseren Helden doch noch den ein oder anderen Dienst zu erweisen. Optisch gefällt sie mir persönlich noch besser als die Janus (vorausgesetzt man denkt sich den entstellenden blauen Fleck auf ihrer linken Gesichtshälfte weg, den sie von Anfang bis Ende trägt). Die ehemalige Freundin des Oasis-Sängers Liam Gallagher, die eine kleine Nebenrolle in "Mary Reilly“ (Hauptrolle: Julia Roberts) spielte, ereilte kurz nach den Dreharbeiten ein grausiges Schicksal: Sie wurde von ihrem Ehemann ermordet. Im Monster steckte ein Schauspieler mit einem phantastischen Namen: Clifton Lloyd Bryan. (Wo ist da der Nachname?) Unverhüllt kann man ihn in einem Nebenpart in "Das fünfte Element“ begutachten. Nicht unerwähnt bleiben sollen andere ausdruckslose Nasen dieses Films, die in nicht ganz unwesentlichen Rollen agieren: Melanie Walters (Roper), Katy Lawrence (Myra) und Richard Harrington (Jack).

Damit komme ich schließlich und endlich zu dem Fazit: "Breeders“ ist unter Garantie nicht die von allen möglichen Kritikern beschriebene Megagurke bis Gesamtkatastrophe, sondern nur einer von vielen billigen Science-fiction-Filmen mit der von einer bestimmten Fanschar immer und immer wieder gern gesehenen Thematik "Böses-schleimiges-Alien-kommt-auf-die-Erde-und-sorgt-für-Tod-und-Zerstörung“. Sicherlich ist die Story hirnverbrannt-blöd und fast ohne Sinn und Verstand, dafür "entschädigen“ gerade in den ersten beiden Teilen viele Dumpfbacken-Dialoge, die einem Menschen mit gesundem Verstand (wie mir – das nehme ich zumindest an) die Schuhe ausziehen, und zahlreiche andere Logikfehler (Stichwort: "Ölraffinerie“), die chronisches Kopfschütteln verursachen können, sowie das ziemlich bescheuert aussehende Gummimonster den gemeinen Trashfan. Im letzten Drittel geht dem Film dann etwas die Puste aus, aber auch nicht so sehr, daß der Ausschaltknopf gedrückt werden müßte. Die Effekte sind zurückhaltend eingesetzt, aber weitestgehend gar nicht so schlecht (Ausnahme: Die abschließende CGI-Explosion!), die beiden Comic Reliefs werden schnell von dem Monster ausgeschaltet (wenn auch unspektakulär, aber immerhin), nackte Tatsachen werden anfangs auch desöfteren ins rechte Bild gerückt, so daß in einer größeren Bierrunde einem unterhaltsamen Fernsehabend nichts weiter im Wege steht.


(c) 2008 Stefan Meckel

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