Dragon Eyes

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DRAGON EYES

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USA 2012, 88 min, FSK 18

Regie: John Hyams

Darsteller: Cung Le (Hong), Jean-Claude van Damme (Tiano), Johnny Holmes (Big Jake), Peter Weller (Mister V), Sam Medina (Biggie), Gilbert Melendez (Trey), Crystal Mantecon (Rosanna), Danny Mora (George), Trevor Prangley (Lord), Dan Henderson

Frisch aus dem Knast entlassen kommt Hong in St. Jude an, einer heruntergekommenen Stadt, die unter einem massiven Gang-Problem leidet. Das Viertel, in dem Hong sich bei der hübschen Rosanna und ihrem Großvater George einmietet, steht unter der Fuchtel der Latino-Gang der „6th Street Kings“ und der schwarzen Vereinigung „Eastsiders“, die den Drogenhandel und die damit verbundenen geschäftlichen Verquickungen unter sich aufgeteilt haben. Hong macht sich bei den Spics schnell beliebt, als er drei der Kerle, die seinen Wagen antatschen, vermöbelt.

Dabei haben die Gangs noch ganz andere Sorgen – ihrerseits stehen sie nämlich unter der Knute des hochgradig korrupten Polizeichefs Mister V, der den armen Ganoven einen nicht unerheblichen Anteil ihres Umsatzes unter pain of pain abknöpft und absolut keinen Spaß versteht, wenn man mal unverbindlich versucht, dabei ein paar Dollar zu sparen. Als die Chefs der Kings und der Eastsiders ihre jeweiligen Hauptquartiere aufsuchen, um die fehlenden Mäuse aus der Kriegskasse zu holen, kucken sie verblüfft in leere Tresore. D.h. nicht ganz leere – eine chinesische Botschaft findet sich in den Geldspeichern, und da sowohl die Latinos als auch die Schwarzen nur einen Chinesen kennen, nämlich Hong, muss der wohl oder übel der fiese Klaumolch sein.

Hong wischt allerdings mit dem gemeinsamen Schlägerkommando der Gangs den Straßenboden auf und beeindruckt damit massiv Mister V, der den Chinesen umgehend zum führenden Bestandteil seiner Organisation macht und ihm Entscheidungsbefugnisse einräumt, von denen die bisherigen Straßen-Lieutenants nur träumen konnten. Hong macht auch gleich Nägel mit Köpfen – Knarren sind ab sofort verboten, gedealt wird nur noch an den Bezirksgrenzen, und nur an Erwachsene und mit amtlicher Preiserhöhung. Das, erklärt Hong den verdutzten Kriminellen, sei gut für Mister Vs Image als Saubermann und Aufräumer.

Allerdings bringt das die Kings und die Eastsiders in Konflikt mit den Devil Dogs des brutalen Schlägers Lord, der im Nachbarbezirk das Sagen hat. Nicht nur, dass der sich, weil die Kundschaft nicht dumm ist und beim billigen Jakob kauft, dumm und dusslig verdient, dass die Dogs ihre Geschäfte in Steinwurfweite von den nasebohrenden Kings abziehen, zehrt am Selbstbewusstsein der heißblütigen Latinos.

Mit Brille wär das auch passiert. JCVD im Knast. Wäre Hyams wirklich clever gewesen, hätte er hier eine Connection mit JCVD hergestellt…

Brenzlig wird’s, als plötzlich Mister V einen Haufen Bargeld vermisst und, nachdem sich seine zunächst verdächtigen Polizeimitarbeiter als unschuldig erweisen, den Geistesblitz hat, dass Hong hinter dem neuerlichen Diebstahl steckt. Vs Männer sollen Hong totschlagen, doch der kann sich eben so noch retten, um augenscheinlich in einer finsteren Gasse zu verrecken und dabei zu kontemplieren, dass er versagt hat…

Hong war ein kleiner Dieb, der versehentlich eine junge Frau erschossen hat und dafür im Knast landete. Dort bekam er umgehend Ärger mit den White-Supremacy-Gangs, wurde aber von Tiano, einem weisen Kampfsport-Meister gerettet, der ihn unter seine Fittiche nahm, ihn die Kampfkunst und die dahinter stehende Philosophie lehrte. Ach ja, und den bescheidenen Wunsch äußerte, dass Hong nach seiner Entlassung Tianos alten Turf, St. Jude, von den kriminellen Subjekten säubern solle.

Der alte George findet Hong und pflegt den Scheintoten gesund. In der Zwischenzeit hat Mister V seine Allianzen neu sortiert, die Kings und Eastsiders fallen lassen und die Devil Dogs in die Favoritenposition gehievt. Was bedeutet, dass Hong, wieder genesen und bereit, nun wirklich amtlich in Mister Vs Posterior zu treten, nicht viel Mühe hat, die Anführer der Kings und Eastsiders zu überreden, seinem Rachefeldzug beizutreten…

Der Film:

Kick like a boss.

Es ist ein Kreuz mit dem modernen Actionfilm. Eigentlich beweist der Erfolg der (zumindest ersten beiden) „Expendables“-Filme, dass es durchaus Bedarf an hochoktaniger Balleraction mit Explosionen und coolen Sprüchen gibt, andererseits straft das Publikum die von den altgedienten Kämpen dann pflichtschuldigst abgedrehten Solo-Werke wie Stallones „Shoot Out“ oder Arnies „The Last Stand“ und „Sabotage“ dann weitgehend mit Nichtachtung, und davon, dass das Genre ersatzweise * neue * Stars aufbauen würde, kann nicht wirklich die Rede sein. Im Kreise der anerkannten Action-Heroes ist immer noch Jason Statham der „Neue“ und der mischt ja nun auch schon seit einer Menge Monde mit. Scott Adkins wird, so tragisch es ist, wohl nie über den Status eines B-Bodies hinauskommen und Genre-Quereinsteiger wie Kellan Lutz, Liam Hemsworth oder Taylor Kitsch haben bislang auch nicht bewiesen, dass sie ein breites Publikum ansprechen können (Kitsch hat mit „John Carter“ und „Battleship“ sogar schon zwei Major-Big-Budget-Flops am Gürtel und könnte schon den Ruf des Kassengifts weghaben).

Und auch der andere „Quereinstiegs“-Weg ist steinig, der vom legitimen Fighter zum renommierten Actor. Wenn MMA-Kämpfer den Weg vor Filmkameras fanden, waren die Ergebnisse bislang nicht überwältigend. Randy Couture kann froh sein, dass er als Zweite-Reihe-„Expendable“ in der Reihe mitmischen darf, ohne dabei wirklich aufzufallen, George St. Pierre könnte vielleicht aus seinem Auftritt in „Captain America: Winter Soldier“ etwas machen, Rich Franklin war in Cyborg Soldier reichlich peinlich, und für Straßenkampf-Legende Kimbo Slice reichte es bislang auch nur für ein paar DTV-Heuler der unteren Kategorie (die Mädels der Branche haben’s scheinbar einfacher… Gina Carano und Ronda Rousey profitieren natürlich aber auch davon, dass sie nicht übel aussehen…). Womöglich liegt’s auch daran, dass die bislang Gescheiterten die Schauspielerei weniger als Berufung ansahen denn als Möglichkeit, die ausklingende Kampf-Karriere durch die Filmarbeit zu versüssen. Einen anderen Weg ging Cung Le, der 1972 in Saigon geborene MMA-Fighter, der von Anfang an durchblicken ließ, dass er die Cagefighterei lediglich als Durchgangsstation zum angestrebten Filmstarruhm betrachtete. Eines der Zugpferde der mittlerweile in der UFC aufgegangenen Promotion Strikeforce machte Le sich im Käfig immer verhältnismäßig rar (in 8 Jahren summierte sich sein Kampfrekord auf 9 Siege bei 3 Niederlagen), lieferte dafür aber spektakuläre Fights ab und avancierte zu einem Publikumsliebling, speziell natürlich bei den asiatischstämmigen Bevölkerungsteilen.

Man schieße ihn nieder und bastel den RoboPaten daraus.

Seine ersten bedeutenderen Filmrollen übernahm er 2007 als Bösewicht in „Dark Assassin“ und Held im russisch produzierten Actionfilm „Blizhniy Boy: The Ultimate Fighter“. 2009 spielte er in Christian Alvarts „Pandorum“ und wenig später in Tekken Marshall Law, den „Gateway“-Kämpfer, den Bewerber aus der Stadt schlagen müssen, um für das eigentliche Tekken-Turnier zugelassen zu werden. Bis auf den russischen Film, von dem ich außer dem Titel und dem Cast sprichwörtlich nichts weiß, scheint es zu sein, als würden Les Handler seine Filmkarriere sehr logisch und durchdacht aufbauen – sie pushen Le nicht gleich in ganz große Hauptrollen mit schauspielerischen Herausforderungen, sondern lassen ihn sich an das neue Umfeld gewöhnen und mit Veteranen zusammenarbeiten (auch in Hongkong, wo Le eine kleine Rolle in Yuen Woo-Pings Martial-Arts-Epos „True Legend“) übernahm – nach seiner hiesigen Zusammenarbeit mit Jean-Claude van Damme spannte man ihn mit einem anderen der großen 80er-Helden, Dolph Lundgren, für „Lethal Punisher“ zusammen.

„Dragon Eyes“, für 3 Millionen Dollar von Joel Silvers Low-Budget-Genreschmiede After Dark Films produziert und von Tim Tori („Prowl“, „Trespassers“) geschrieben, ist dann – irgendwie logischerweise – auch ein ziemlich „klassischer“ Actionfilm mit einem bewährten Szenario: der Einzelkämpfer, der in einem korrupten-kriminellen Viertel aufräumt, das gehört seit der ersten Blaxploitation-Welle zu den immer wieder gern genutzten Topoi der Branche; und für einen Fighter-turned-Actor im Karrierestadium von Cung Le ist das eine gute Rolle – eine Hauptrolle mit viel Screentime, aber verhältnismäßig wenig Dialog und vielen Kämpfen, die Schauspielerei kann Le hier antesten, aber der Film ist nicht von Les * darstellerischer * Leistung abhängig.

Was natürlich nicht heißt, das Toris Script super wäre – die Grundidee des Neuankömmlings, der versucht, das kriminelle und korrupte Gesocks von innen heraus zu bekämpfen, ist nicht neu, und die Umsetzung hier ist gelegentlich holprig. Warum genau eigentlich Mister V plötzlich an Hong einen derartigen Narren gefressen hat, dass er ihm – nachdem er die von ihm protegierten Banden gelinkt hat – metaphorisch die Schlüssel zur Stadt in die Hand drückt (und die Gangs das auch weitgehend protestfrei schlucken, inklusive der neu angeordneten Entwaffnung), ist nicht wirklich verständlich (ebenso wie seine spätere Entscheidung, nunmehr mit den Devil Dogs zu arbeiten. Immerhin war die Änderung des Geschäftsmodells ja nicht die Idee der fallen gelassenen Gangs). Dazu gesellt sich ab und zu mal ein Plothole (wie genau befreit sich Hong in seinem dreivierteltoten Zustand aus dem Sarg, in den ihn Sgt. Howe, Vs Bullterrier, gepackt hat?). Andererseits sind das nun auch keine Plotprobleme, die man so oder schlimmer nicht auch in den Genre-Klassikern aus den 80ern vorgefunden und dort geflissentlich als „is halt so, Hauptsache, Arnie/Sly/Dolph tötet sie alle“ übersehen hat.

Nicht ganz so übersehbar ist allerdings, das die parallel per Flashback erzählte Backstory Hongs (und damit die gesamte Screentime von JCVD) nicht wirklich was zur Sache tut, im Gegenteil, es ist eher ein ziemlicher Klimmzug, den die Story hinlegen muss, um vom Knast eine Verbindung zu St. Jude hinzubekommen – das wäre einfacher und eleganter erzählt, wenn Hong einfach ein geläuterter Krimineller AUS St. Jude wäre anstatt ihn zum Stellvertreter des inhaftierten Tiano zu machen (auch wenn der Quest in Erfüllung eines Wunsches des „Meisters“ natürlich ein althergebrachter Martial-Arts-Standardplot ist), das würde auch die persönlichen „stakes“ für Hong erhöhen, wenn er eine echte eigene Beziehung zu dem Problemviertel hätte. But that’s possibly just my taste. Tiano hat, btw, selbst eine eigene tragische Backstory, die Flashbacks im Flashback notwendig macht. Ich bin geneigt, das hier zu tolerieren, weil die grundsätzliche parallele Erzählstruktur in diesem Fall schon Sinn macht, auch wenn ich selbst als Autor den ganzen Flashback-Part und den Trainings-/Philosophie-/Mentorpart ganz weggelassen hätte. Erfreulich ist, dass „Dragon Eyes“ auf die klischeehafte Love Story verzichtet (Rosanna ist letztlich zwar ein wichtiger Charakter, aber nicht, weil sie und Hong romantisches Interesse verbindet).

Wie üblich gilt aber die alte Äktschnfilmregel – das Script ist nicht das Wichtigste. Weswegen After Dark wohl auch John Hyams als Regisseur verpflichtet hat. Der Sohn von Peter Hyams ist keiner für gefühlsechtes Charakterkino, sondern einer für Remmidemmi *und* Style (letzteres ward ihm mutmaßlich in die Wiege gelegt, ist Hyams doch mehr noch als Regisseur als großartiger Kameramann gewürdigt). John Hyams hatte sich mit „Universal Soldier: Regeneration“, einem nicht ganz geglückten Reboot-Versuch des Franchise, zumindest mal einen Namen gemacht (mit „Day of Reckoning“ hat er ja mittlerweile noch ne Schippe draufgelegt. Inzwischen ist Hyams einer der Stammregisseure von Asylums überraschend erfolgreicher Zombie-TV-Serie „Z Nation“. Ob das ein Abstieg ist?).

Hyams hat sich für „Dragon Eyes“ ein klares Farbschema zurechtgelegt – die „Gegenwartssequenzen“ in St. Jude sind konsequent in erdigen Brauntönen gehalten, Filter nehmen grelle Farben praktisch vollständig heraus. Die Flashback-Sequenzen erstrahlen in kaltem Blau. Vom, ähm, künstlerischen Standpunkt mag das durchaus stimmig sein, es sorgt jedoch dafür, dass „Dragon Eyes“ trotz des sehr slicken Looks und der guten Kameraarbeit (von Stephen Schlueter, der interessanterweise hauptsächlich Reality-Shows wie „Cake Boss“ oder „The Fashionista Diaries“ fotografiert) nicht sonderlich attraktiv aussieht. Klar, die „Farblosigkeit“ der St.-Jude-Szenen sollen den Eindruck eines heruntergekommenen Elendsviertels verstärken, aber ab und zu möchte der Zuschauer, der nicht in Erwartung eines schwer verdaulichen Sozialdramas gekommen ist, vielleicht doch etwas „Buntes“ sehen (zumal mich persönlich dieser alles in einen einheitlichen orange-bräunlichen Farbton ziehende Filter, der oft und gern von Filmemachern mit „gritty“ verwechselt wird, mittlerweile ziemlich anödet).

Wo’s zählt, nämlich bei der Action, lässt Hyams nichts anbrennen – die Fights sind brutal, das sind nicht die leichtfüßigen Jackie-Chan-Schelmereien, das ist Kämpfen zum Zweck des Knochenbrechens (mindestens). Legitimität verleihen sich die Kämpfe selbst durch die Mitwirkung einiger weiterer UFC-Mixed-Martial-Arts-Kämpen wie Gilbert Melendez (Kampfrekord 22-4-0) und dem durchaus eindrucksvollen Trevor Prangley (34-11-1). Dan Henderson (30-13-0, und einer der wenigen, der Fedor Emilianenko k.o. schlug), auf den ich mich gefreut hatte, hat leider keinen Fight, sondern spielt „nur“ einen Bullen, der (den der Gegenwehr unfähigen) Hong fast tot prügelt. FSK 18 ist in Ordnung.

Zwischen den knackigen Kampfszenen lässt Hyams Pacing leider ab und zu zu wünschen übrig, der Flow des Films ist manchmal etwas haklig und nicht immer wirken die Flashbacks günstig positioniert oder strukturiert.

Der Score wird überwiegend mit (passablem, und das will aus meiner Feder schon was heißen) Hip Hop bestritten.

Zu den Akteuren – Cung Le hat, wie gesagt, für diese Karrierephase die richtige Rolle. Sein Charakter hält keine großen Reden, sondern lässt Taten sprechen und ja, als Kämpfer ist Le spektakulär. Es „hilft“ natürlich auch, dass Le ein vergleichsweise kleiner drahtiger Geselle ist und so aus einer natürlichen underdog-Position heraus kämpft (ähnlich wie Don „The Dragon“ Wilson ist er im Mittelgewicht zuhause). Schauspielern muss Le nur in zwei-drei Szenen und dabei macht er sich ganz passabel. Steigerungsfähig, sicherlich, aber passabel.

Van Damme spielt Les Mentor Tiano – eine gepflegte Altersrolle für den nicht mehr ganz so jungen Belgier, die ihm nur einen kurzen Fight auf dem Gefängnishof gönnt und ansonsten darauf abstellt, dass er Hong die richtige Mentalität vermittelt; teilweise kürzt Hyams diese Sequenzen sogar auf Montagen zusammen, was mich nur in dem Gefühl bestärkt, dass der ganze Knast-Subplot nicht wirklich *nötig* war, aber man ganz gerne van Damme seiner Starpower wegen drin behalten mochte.

Die Glanzlichter setzt Ole Robocop Peter Weller, der einen ganz formidablen fiesen Schurken, ganz in der Tradition der weißen Bösewichter in den Blaxploitation-Krachern der 70er, gibt. Mehr davon (auch wenn der Charakter scripttechnisch ein paar oben angeschnittene Probleme hat).

Crystal Mantecon, die vom Script leider sehr stiefmütterlich behandelt wird, könnte der Vielseher aus „Road House 2“, „Harold & Kumar: Flucht aus Guantanamo“ oder „Prison Break“ kennen, Veteran Danny Mora („Anthony II – Die Bestie kehrt zurück“, „Spiel auf Bewährung“, Coronado) erfüllt als ihr Opa George alle gängigen Klischees.

Bildqualität: Mir liegt die UK-Bluray von Koch Media vor. Deren 2.35:1-Transfer ist technisch gelungen, auch wenn die Hochauflösung die von mir kritisierte Filterbearbeitung vielleicht zu sehr offen legt.

Tonqualität: Ausschließlich englischer Ton in DTS 5.1, ohne Fehl und Tadel. Untertitel werden nur auf Englisch mitgeliefert.

Extras: Nur zwei nicht filmspezifische Trailer.

Fazit: Ich bin noch nicht bereit, Cung Le auf den Schild des kommenden B-Actionhelden für die nächste Dekade zu heben, aber der Bursche hat ganz gute Voraussetzungen. Logisch, Le muss noch an seiner Screenpräsenz und seinem schauspielerischen Vermögen arbeiten, aber sein Kampfstil ist schon ziemlich kinematisch-visuell. Es wird sich zeigen, ob er sich in Rollen, in denen er graduell mehr *spielen* muss, weiterentwickelt, aber sein Management scheint grundsätzlich die richtigen Ideen zu haben und ihn mit den richtigen Leuten, von denen er lernen kann, zusammenzuspannen. „Dragon Eyes“ jedenfalls ist solides Mittelklasse-Action-Entertainment, von John Hyams zwar slick, dennoch aber da, wo’s darauf ankommt, knackig-hart inszeniert, hangelt sich über gelegentliche dramaturgische Durchhänger notfalls durch schiere JCVD-Präsenz, und ob die Farbfilterspielereien stören, ist wohl hauptsächlich Geschmackssache.

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