Eduardos Abschiedtipps

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EDUARDOS ABSCHIEDSTIPPS

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Das Badmovie- Redakteurs- Intermezzo wird nun abrupt beendet, da ich in den nächsten Monaten einfach keine Zeit mehr haben werde, für euch die Kastanien aus dem Feuer zu holen und die Italo- Horrorecke zu betreuen. Mein Vater Staat ruft mich, und ich muss acht Monate lang diesem Ruf gehorchen - und da Badmovie- Reviews Schreiben weder olympische Disziplin noch im Soldatendasein gefragt ist - wird es wohl ziemlich lange dauern, bis ich mal wieder die Zeit für eine komplette Filmbesprechung finde.

Zum Abschied habe ich mir für die Badmovie Fangemeinde noch 11 Veröffentlichungen herausgepickt, die ich euch gerne ans Herz legen würde - ich werde versuchen, die einzelnen Filme "auf den Punkt zu bringen" und auch die DVDs bzw. Videos bzw. TV Ausstrahlungen zu bewerten.

Was ich garantiere: Spaß für alle Freunde des schlechten Geschmacks und der gepflegten Langeweile. Was ich nicht garantiere: Ob meine Einschätzungen für euch alle auch Gültigkeit haben.

Faktum ist: Diese Skala soll nicht wertend sein, es ist keine Hitliste, es sind keine Top 11 - es sind einfach 11 Empfehlungen (natürlich sind eigentlich alle aus Italien).

Als Eduardo D'Amaro versuche ich natürlich, euch im Forum erhalten zu bleiben - ihr könnt immer mit Fragen, Wünschen oder Diskussionen bezüglich Italo- Schmuddelware zu mir kommen ([eduardo.d-amaro@badmovies.de eduardo.d-amaro@badmovies.de] ist die werte Adresse) oder eben auch ins Forum posten. Der Doc ist ja auch da.

Die Badmovie- Mission sehe ich allerdings noch nicht für beendet an - sicherlich werde ich versuchen, nach meiner Bundesheerzeit für euch wieder da zu sein, in der gewohnten Rolle als Anwalt des italienischen B- Films und ich freue mich schon auf mein nächstes Review.

Genug der Vorworte - hier meine Empfehlungen:



11. Gib Gas ich will Spaß
Gibt Gas ich will Spass

FSK: 6; mit: Nena, Markus, Extrabreit, Enny Gerber, Karl Dall; Regie: Wolfgang Büld; erschienen: DE, 1985; DVD von: Marketing (2002)


Eigentlich wollte ich mir den noch mal vornehmen - ich konnte, nachdem ich dieses Werk gesehen hatte, eigentlich gar nicht glauben, dass es auf badmovies.de dazu noch gar kein Review gibt. Nun, ich bin mir sicher, der Doc oder jemand anders holt das noch mal nach, denn verdient hat es dieser Film mit Sicherheit.

Es dreht sich halt um eine typische (?) 80er Liebesgeschichte: Tina ist in Tino (!!!) verliebt, dem Macho vom Dienst, der von einem Rummelplatz zum anderen reist um dort zu arbeiten (?). Und weil der fiese Tino abhaut, schnappt sich Tina den unschuldigen Robby und verleitet ihn dazu (blind wie junge Männer dieses Alters nun mal sind, wenn ihnen 'ne hübsche Frau schöne Augen macht) Tino nach zu reisen. Mit dem Moped geht's durch ganz Germany und schließlich sogar nach Venedig (hoho) wo der große Showdown stattfindet. Für wen wird sich Tina entscheiden? Kandidat A, Tino, dem Macho mit der Fönfrisur, der Lederjacke und einem unwiderstehlichen Lächeln, oder Kandidat B, Robby, der Rotschopf, der Unschuldige vom Lande, der sich für alles ausnützen lässt? Oder bekommt am Ende vielleicht Karl Dall die Braut, der sich Peter Sellers mäßig gleich in fünf verschiedenen Rollen im Film die Ehre gibt?

Abgesehen von der schauspielerischen Leistung, die gleich Null ist, ist dieser Film ein empfehlenswertes Relikt aus den 80er Jahren und fängt auch den Zeitgeist für meine Begriffe gut ein. Aber das geben die Macher in den Interviews ja zu, und man merkt auch immer, dass hier kein "Kunstwerk" im Sinne von kritisch oder intellektuell geschaffen wurde. Toll: Ich brauche mir keine Nena CD mehr zu kaufen (hätte ich zwar eh nie getan, aber man weiß ja nie), denn sie ist hier bereits mit vielen bekannten Songs vertreten.

Erfahren könnt ihr das nur, wenn ihr euch die klasse DVD von Marketing zulegt. Die hab ich beim Media Markt mal eben für fünf Euro abgestaubt und ist wirklich jeden Cent wert. Top Qualität bei Bild und Ton (sogar englische Synchro) - wie man es eigentlich von Marketing gewohnt ist (oder zumindest ich) und sogar 140 Minuten Zusatzmaterial!!! Das beinhaltet ein etwa 30 minütiges Interview mit Regisseur Wolfgang Büld, ein 50 minütiges mit Peter Zenk (Produzent), das aber schon wegen eines Audiofehlers nach ein paar Sätzen nervt (es knackst/klopft alle paar Sekunden) und noch ein 40 minütiges Interview mit Drehbuchautor Georg Seitz - das auch nicht so tolle Qualität hat, aber wenn man etwas lauter dreht, geht's schon. Dazu noch der Trailer zum hier schon besprochenen Formel-1 Film, zwei Trailer zum Film und Bio- bzw. Discografien zu den Hauptdarstellern. Fast vergessen hätte ich das Musikvideo zu "Gib Gas ich will Spaß" (Techno Version) starring Olli Krekel als Markus! Das ist schon wieder so schlecht, dass es eigentlich Kult ist und sollte allein schon deswegen Kaufgrund für jeden Krekel- Fan und Feind (wobei, was ich so mitgekriegt habe, überwiegen letztere) sein.

Auf jeden Fall ein Party Kracher - und wenn die Gäste lästig werden, gibt man ihnen die Krekel Überdosis!


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10. Karate Warrior 3 (The kid with the golden kimono)
Karate Warrior 3

FSK: 16 (gek.); mit: Ron Williams, Dorian D. Field, Christopher Alan, Katy Johnson, Lauren Russel, Timothy Smith, Richard Goon; Regie: Larry Ludman (= Fabrizio De Angelis); erschienen: IT/US 1990; DVD von: Madison Home Video


Zu den hier bereits besprochenen Reviews zu Karate Warrior 1+2 sowie Karate Rock, lege ich allen "Einsteigern" in dieses "Genre" (Möchtegern Eastern mit Familiendrama) Karate Warrior 3 ans Herz. Ich weiß auch nicht warum, aber irgendwie hat mir dieser Teil von allen (1-4, es gibt noch zwei weitere) am besten gefallen. Vielleicht war es der "soziale" Aspekt des Filmes - die armen Leute "scheißen" den reichen Schnöseln mal so richtig auf den Schädel (na, was heißt richtig, Larry, der "Champ", beleidigt halt mal kurz den reichen Opa/ Vater von seiner Freundin). Vielleicht liegt es aber auch daran, dass der Film relativ schnell wieder vorbei geht und nicht sooooo langweilig ist (nur ein kleines bisschen). Die gesamte Handlung könnt ihr - nett von Madison - gleich auf der Verpackung nachlesen, fügt nur noch den Satz hinzu "Beim Endkampf gewinnt Larry" (hab ich's wieder verraten - war ja auch nicht abzusehen) und fertig ist die komplette Inhaltsangabe.

Für all diejenigen, die sich die Packung allerdings nicht berühren trauen, sondern die Anonymität im Internet vorziehen, gibts auch hier die Zusammenfassung: Anthony, Champ aus Teil 1 und 2, hat die Schule verlassen und den Goldenen Kimono (TM) bei seinem Freund Greg hinterlegt: Er solle einen würdigen Nachfolger finden, der gegen den fiesen Jo Carson antritt, der nun die Stadt (na, eigentlich sind es nur ein paar Jugendliche) "terrorisiert" (ärgern könnte man eher sagen, aber "terrorisiert" passt halt besser in den Verpackungstext). Und der Neuling Larry Johns soll es sein, der dieses schwere Erbe antritt - der hat natürlich keine Ahnung von Karate, dafür aber ne alkoholkranke Mutter und ne nervige Schwester. Der ehemalige Weltmeister in Karate (Masters of the Masters wird er im Verpackungstext genannt) Akai Masura macht - hach, wie praktisch - ein japanisches Restaurant in der Stadt auf und bei ihm geht Larry in die "Lehre". Irgendwann in der Mitte des Films gibt es dann auch ein ultra fetzig spannendes Radrennen (definitiv eine Verschlechterung zu den anderen Teilen, in denen immer mit motorisierten Untersätzen gefahren wurde) - garniert mit den für Ludman/ de Angelis typischen Perspektiven und natürlich mit Radio- und sogar Gedankenübertragung. Kein "Tunnel des Todes" aber immerhin. Die Ausbildung Larrys zum Karate Champignon dauert auch nicht etwa fünf Minuten wie in den anderen Ludman Streifen dieses Kaliber, nein, diesmal dauert es länger und ist auch mit Misserfolgen verbunden.

Dabei wollen wir es belassen mit den Worten über den Film - über schauspielerische Leistungen müssen wir eh nicht reden, alles andere lest ihr einfach in den bereits besprochenen Filmen nach. Der Doc wird sich vielleicht noch mal ausführlicher mit diesem Film beschäftigen (hoffe ich zumindest - allerdings nicht *für* ihn). Ansonsten bin ich wohl einer der wenigen Menschen, der die komplette Dorian D. Field (die hübsche blonde Freundin Larrys) Filmografie auf DVD hat (gut, sind ja nur drei Karate Filme). Die DVD von Madison ist dem Film gleichwertig - mein Gott, hat man halt Videoqualität, na und. Als Extras spendiert man eine Fotogalerie (wow) und "Specials" (Verpackungstext, die Dritte) - die Kampfszenen des Films noch mal gesondert ansehen (gleich DREI Stück).

Ich fand ihn, wie bereits gesagt, besser als die anderen Karate Filme von Ludman, empfehle ihn weiter und gebe ein Bier mehr als bei Karate Warrior 2.


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9. Frankenstein 2000 (Ritorno dalla Morte)
Mach mir den Frankenstein, Donald!

FSK: 18; mit: Cinzia Monreale, Donald O' Brian, Richard Harsh, Dan Dustman, Maurice Poli; Regie: David Hills = Joe D'Amato = Aristide Massaccesi; erschienen: IT 1990; DVD von: Laser Paradise (Red Edition)


Der erste D'Amato in der Liste: Meiner Meinung nach wirklich der absolute Tiefpunkt im Horrorschaffen D'Amatos, das hoffnungsvoll mit den "Mörderbestien" begann, mit "Buio Omega" und für mich auch noch mit "Man Eater" zum Höhepunkt stakste und mit "Absurd" und allem was dann kam, niederging. "Frankenstein 2000" ist der letzte Horrorfilm D'Amatos und ist dabei nur zwei Dinge: Billig und furchtbar langweilig. Ich weiß nicht, wie ich die über 90 Minuten Laufzeit überstanden habe, ohne einzuschlafen, oder auch nach vorne zu spulen - vermutlich lag es daran, dass es alle paar Minuten etwas zu lachen gibt: Sei es die Fascho- Party, Rick, der mit dem Strommasten rumspaziert, als sei er Fahnenträger auf einem Parteitag der NSDAP, die absolut grottigen Masken. Da der Film jedoch in Österreich spielt, kam bei mir doch ein gewisses Heimatgefühl auf - trotzdem haben die Hauptdarsteller englische Namen (und vielleicht auch die Nebendarsteller, ich kann mich daran nicht erinnern). Maurice Poli taucht aber wirklich in jedem Schmodder auf: "Papaya", "Caligula - Imperator des Schreckens", "Die Saat des Teufels" und eben auch hier. Kein Wunder, dass man bei dieser Filmauswahl sich nicht weiter entwickeln kann.

Die Handlung ist so simpel wie genial (soll ein Scherz sein): Georgia hat telekinetische Fähigkeiten (die sich bei der Arbeit als sehr nützlich erweisen) - gleichzeitig aber auch Albträume, dass ihre Tochter (steht auf der Verpackung, ich glaube allerdings es war ein Sohn, der nur so aussah wie ein Mädchen) ermordet wird - tja, kein Vorteil ohne Nachteil kann ich nur sagen. Ihr guter Freund Rick kann sie gerade noch retten, als sie in ihrer Videothek (inkl. Nightmare on Elm Street Poster - das wird Wes Craven aber gefreut haben) von drei Typen mit Masken vergewaltigt werden soll. Die üben Rache und dringen des Nachts in ihr Haus ein. Rick kommt zufällig auch dazu, wird aber von den drei Männern (die auf zwei schrumpfen, weil einer doch Gewissensbisse bekommt) niedergeschlagen. Georgia liegt nach dem Zwischenfall im Koma und die eintreffende Polizei hält Rick für den Täter, der auch passenderweise nichts mehr sagt. Da die drei echten Täter den Schutz des reichsten Mannes in der Stadt (Maurice Poli) genießen, weil einer sein Sohn ist, können die weitermachen, wo sie aufgehört haben, sie arrangieren Ricks Selbstmord im Gefängnis. Georgia hingegen lässt den toten Rick wieder auferstehen und der verfolgt die Übeltäter nun gnadenlos und killt einen nach dem anderen, bis am Schluss keiner mehr übrig ist und Georgia und Rick - meine Hypothese nach dem Zusammenbruch - sterben.

Gespickt mit den üblichen Logikfehlern (z.B.: Ein kleiner Spielball und eine Packung Zigaretten für 1000 Schilling (sind umgerechnet etwa 73€) sind schon ziemlich heftig) und den von mir bereits erwähnten technischen Schwachpunkten, ist dieser Film jedoch für die Trashparty uneingeschränkt empfehlenswert - trotz der eigentlichen Langeweile habe ich selten so viel zu lachen gehabt, wie hier. Die deutsche Synchro ist zudem ultra low budget und sorgt daher auch für unfreiwillige Komik.

Auch den englischen Ton hat man der DVD spendiert, die zwar bildmäßig, wie eigentlich nur sehr wenige LP DVDS der Red Edition, überzeugen kann, aber mit dem Ton so ihre Schwierigkeiten hat (sie knistert bei gewissen Tonhöhen seltsam). Ein Manko, das man allerdings überhören kann - vor allem da die "völlig unbekannte" Horrortrailershow auch wieder mit von der Partie ist - zum auswendig lernen also.

Ein Langreview zum Film von Diamond Bentley gibt es hier.


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8. Stephen King - Monster Stories ("Monsters 5")
Die neue Meister Proper Werbung kam beim Testpublikum nicht sehr gut an...

FSK: 16; mit: Tom Noonan, Ahmad Rashad, Glen Kubota, John Saxon,... Regie: unwichtig, wichtiger ist: ausführender Produzent: Richard P. Rubinstein; erschienen: USA 1989; DVD von: Madison Home Video


Die wollte ich unbedingt haben und war auch mein erster echter "Grabbeltischkauf". Wohl oder übel angelehnt an den Erfolg der Serie "Tales from the Crypt" sind diese fünf Episoden, von denen allerdings nur die erste aus der Feder Stephan Königs (Stephen Kings) kam: Der Finger im Abfluss. Eines haben die fünf Episoden doch gemeinsam: Sie sind alle absolut billig gedreht, synchronisiert, und geschauspielert (trotz John Saxon) und daher für jeden Trashfreund einen Blick (oder die 5€) wert.

In "Finger im Abfluss" geht es, wie der Titel schon sagt, um einen Finger, der es sich in einem Waschbeckenabfluss gemütlich macht und den Besitzer zunächst ängstigt, dann ärgert und schließlich zur Heckenschere greifen lässt. "Der Werwolf von Hollywood" ist auch nicht gerade der Quell des Gruselfilms: Ein junger, aufstrebender Drehbuchautor bekommt eine weibliche Assistentin, die ihm beim Schreiben eines Werwolf-horrorfilms helfen soll. Tatsächlich ist der Studioboss der gefürchtete "Werwolf von Hollywood" aber auch die Frau hat am Schluss noch eine Überraschung parat... TRASH TRASH TRASH! In "The Waiting Room" kommt endlich John Saxons heiß ersehnter Auftritt: Er spielt den Vater eines frisch vermählten Ehemannes, der mit seiner Frau UND ihm die Flitterwochen in einem heruntergekommenen Hotel verbringt. Was der junge Spund nicht weiß: Auch sein Vater hat hier seine Flitterwochen verbracht, in einem mysteriösem Zimmer mit einer geheimnisvollen Frau geschlafen und der auch noch versprochen, für immer zu ihr zurück zu kommen. Hat er aber nicht, und deshalb schnappt die sich jetzt seinen Sohn. Dessen Ehefrau erfährt von der ganzen Sache und ergreift die Initiative - Happy End für die Eheleute, nicht so schön für den Schwiegervater. Fremd Gehen ist also doch nicht so gut. Story Nr. 4 - Titel hab ich vergessen - beschäftigt sich mit der Raffgier der kapitalistischen Welt, insbesondere mit der, der Geschäftsfrau Jessica, die zu Weihnachten ein Heim für Obdachlose abreißen lassen will. Ihr Mann liegt auch noch im Sterben, ihr Schwiegersohn ist ihr im Weg bla bla bla, die gute Frau hat allerdings eine Zukunftsvision, hervorgerufen durch den Arzt ihres Mannes: Die Geister der Toten würden zurückkehren und es auf sie absehen (sie sehen aus, wie aus der Geisterbahn entnommen). Vor lauter Angst, will sie sich bessern, wacht aus dem Traum auf und sogar ihr Mann ist wieder gesund. Und ihr seid bitte immer brav, liebe Kinder! Und in Story Nr. 5 geht es um eine Gruppe US Kämpfer in Vietnam, die ein Tunnelsystem erforschen, aus dem a) die Toten angreifen und b) es kein Entrinnen gibt. Echt, "Apocalypse Now" ist ein Klacks dagegen :-).

Die Schwächen liegen auf der Hand - es funktioniert einfach gar nichts in diesen Episoden bis auf den zünftigen Humor, den die Unprofessionalität aller Beteiligten (bis auf John "Falcon Crest" Saxon natürlich) ausmacht. 100 Minuten Müll aller erster Sahne in TV Qualität. Und Splatter gibt es auch kaum zu sehen (nur beim "Finger" spritzt mal kurz das Kunstblut).

Zur Qualität der Madison DVD muss ich nicht viel sagen: Angenehme, wenn auch nicht gute Bild und Tonqualität und sogar eine Trailershow mit weiteren GRANATEN des Madison Programms (ich sag nur "Exterminator" oder "Drei Lederhosen in St. Tropez" oder "Die Mädels vom Immerhof". Wenn also irgendwo billig, zuschlagen (auch wenn ich vielleicht in meinem Amazon.de Review was anderes gesagt habe - das ist über ein Jahr her!). Executive Producer Richard P. Rubinstein war übrigens auch für George A. Romeros "Zombie" mitverantwortlich, deshalb habe ich ihn auch genannt.


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7. Leprechaun 4 (In Space)
Kein Scherz: So sieht der todbringende Fluch von Prinzessin Zarina aus. Den Marines gefällt's trotzdem - warum nur???

FSK: 16; mit: Brent (Reich und Schön) Jasmer, Warwick Davis, Jessica Collins, Debbe "Hör mal wer da hämmert" Dunning und anderen Schnarchnasen; Regie: Brian "Ich weiß was ich tue" Trenchard- Smith; erschienen: USA, 1996; DVD von: Screen Power Entertainment, 2001;


Wenigstens einmal gehe ich mit meiner trotz- allem- Lieblings TV Zeitschrift "TV Spielfilm" konform (obwohl mich die Schelte, die meine geliebten italienischen Filme da abbekommen, schon nervt). Die schreiben zu Lep(ra) 4: "Konsequent: Von Anfang bis Ende schlecht". Und recht haben sie - aber zumindest ist der Film so schlecht, dass er schon wieder Spaß macht und seien es nur die "tolle" Performance von Warwick Davis, ein Satz blanker Brüste, Körper- (bzw. "Körbchen") einsatz von "Hör mal wer da hämmert" Ansagerin Debbe Dunning, die einigermaßen hübsche Jessica Collins (ob und inwiefern sie mit Joan Collins verwandt ist, habe und werde ich nicht eruieren) oder Reich und Schön Fiesling Sly Donovan alias Brent Jasmer, die das verursachen.

Der Leprechaun treibt sein Unwesen im tristen All: Er hat es auf Prinzessin Zarina abgesehen um durch eine Heirat mit ihr zum Herrscher des Universums zu werden. Sie findet ihn zwar abstoßend, der unermessliche Reichtum des Leps zieht sie allerdings dann doch an (Frauen) und die beiden wollen heiraten. Währenddessen überrascht die Turteltäubchen ein Trupp Marines und die killen den Leprechaun und bringen die Prinzessin auf ihre Station, wo Dr. Mittenhand - der seit einem missglückten Experiment halb Mensch, halb Computer ist, ihre DNA zu seiner Wiederherstellung verwenden will. Weil einer der Marines auf den zerfetzten Leprechaun uriniert hat, muss der nun bezahlen, denn gerade als ihn seine Kollegin richtig anheizt kommt der fiese Leprechaun aus dem armen Mann heraus (Wer steht hier also?). Da Männer rein evolutionär bedingt nicht für derartige "Geburten" ausgerüstet sind, stirbt der Marine und seine Kollegen jagen den Leprechaun auf der gesamten Station. Der spritzt dem armen Mittenhand die DNA einer Spinne und "rettet" seine Prinzessin - zum Schluss mutiert er zu einem Riesen, aber die Ladeluke wird ihm zum Verhängnis und er ins Weltall befördert, wo er dann auch prompt explodiert, nicht ohne den übrig gebliebenen Marines noch mal den Stinkefinger zu zeigen.

Der Leprechaun ist einfach der größte!

Ich fühlte mich ehrlich gesagt an ein Oliver Krekel Action Zombie Epos erinnert, denn ungefähr auf dem gleichen Niveau befinden sich diese zwei Filme. Nur: Leprechaun macht halt einfach doch trotz aller Schlechtigkeit irgendwie Spaß, die flotten Sprüche und die mehr oder weniger kessen Mädels, garniert mit hirnlosen Marines - ach die Klischeekiste mal durchgerüttelt und schon haben wir den durchaus partytauglichen Film. Obwohl: Teil 2+3 waren besser als das hier, aber da Leprechaun 4 bis dato eine meiner am billigsten erworbenen DVDs ist (3,49€) kann man das gelten lassen.

Die Qualität geht für den Preis völlig in Ordnung - sie ist mehr gut als schlecht - gut, der Film ist von 1996 - also zugreifen. Als Extras gibt es eine Trailershow (wow - noch mehr Trash), Filmografien (dass ich nicht lache) und Infos zur Leprechaun Serie (gleich EINE Texttafel in der die einzelnen Teile inkl. Erscheinungsjahr aufgelistet sind, bravo).


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6. Elf Tage - Elf Nächte und weil's so schön ist auch Top Model
Das Ende der berühmten "Honigszene"

FSK: 16/18, mit: Jessica Moore, James Sutterfield, Joshua McDonald, Laura Gemser, Mary Sellers; Regie: Joe D'Amato; erschienen: IT/ USA 1986, 1987; DVD von: Laser Paradise (11 Tage - Blue Edition), Video von Irgendwem, bei Amazon zu finden (Top Model)


Ich papp Joe D'Amato die Zweite und Dritte gleich auf eines zusammen, da es so viel einfacher funktioniert. Die Elf Tage Elf Nächte - Trilogie ist gut, sie zählt - vor allem Teil eins - zu den anerkanntermaßen besten und erfolgreichsten Werken D'Amatos und haben bis auf Teil 3 auch die selbe sexy Jessica Moore alias Luciana Ottovani als Hauptdarstellerin. Und darum gehts:

In "Elf Tage" schreibt Autorin Sarah Asproon (übrigens verwendete D'Amato dieses Pseudonym auch als Drehbuchautor) einen "Erfolgsroman" mit dem Titel "Meine 100 Männer". Der letzte ist der unscheinbare Ingenieur Michael, der eigentlich die noch unscheinbarere Helen in elf Tagen heiraten will, von Sarah allerdings gekonnt auf einer Fähre verführt wird. Er wird von ihr "abhängig" - sie allerdings nutzt das aus, um ihn andauernd bloß zu stellen: Ob Vergewaltigung auf der Straße, die Michael einigen Ärger einbringt, ein Kleidertausch im Nobelrestaurant, oder das Nicht-Losbinden nach dem kleinen SM Spielchen (inkl. Honig) - sie lässt keine Gelegenheit aus. Trotzdem wird Michael immer mehr in diesen Sog hineingezogen. Als er dann aber erfährt, dass sie ihn nur für ihr Buch benutzt, ist Schluss mit lustig - er versucht zunächst sie zu vergewaltigen, lässt dann aber ab von ihr, da sie ihn nicht verdient hat. Reumütig kehrt er zu seiner Helen kurz vor der Hochzeit zurück und bittet sie um Verzeihung.

Beim "Top Model" geht's Sarah Asproon nicht viel besser. Wieder bei der Recherche haben sie und ihre alte Freundin (Laura Gemser) einen Begleitservice eröffnet und auch einen falschen Namen angenommen (Sarah = Gloria) um für die Fortsetzung zu "recherchieren". Sarah/Gloria treibt's mit allem und jedem: Ein fetter Fotograf macht Aktfotos mit ihr und Schaufensterpuppen, mit einem Pokerspieler schläft sie auf einer Attrappe von einem Weihnachtsmannschlitten, einen anderen reibt sie mit Öl ein, alles um nach getaner Arbeit oder abgelaufener Zeit die Hand auf zu halten. Wäre da nicht der junge Computertechniker "Fragt mich doch nicht wie der heißt", der allerdings selbst nicht genau weiß, ob er homo- oder heterosexuell ist (oder was anderes? Bei D'Amato weiß man nie), auf den Sarah es abgesehen hat. Pokerface kommt ihr allerdings auf die Schliche und erpresst Sarah mit seinem Wissen über sie (natürlich mit Sex). Am Schluss kriegen sich die "Guten" aber dennoch - selbst Laura Gemser - diesmal in Kurzhaarfrisur - ist mal wieder in Aktion - sie darf auf einem reichen Texaner reiten (der mich an Mark Shanon erinnert hat - aber ich weiß nicht ob er es war).

Während Teil 1 für ein Beziehungsdrama richtig gut geworden ist (Tatsache ist, dass ich diesen Film wirklich 100 Mal sehen könnte - da stimmt, bis auf wenige Ausnahmen, einfach alles und selbst die Fehler fallen nicht so ins Gewicht) ist Teil 2 schon wieder die typische Stangenware. Das "nuttige" an Sarah gefällt mir in Teil 2 nämlich überhaupt nicht - die Beziehung zwischen ihr und dem Computergenie ist total im Hintergrund - sie macht's mit jedem, mal mehr, mal weniger freiwillig. Teil 1 konzentriert sich nur auf Sarah und Michael und auf ihre Liebesabenteuer und auch auf den Konflikt, in dem sich Michael, Helen und auch Sarah befinden. "Elf Tage Elf Nächte" ist kein erotisches Feuerwerk für heutige Verhältnisse, aber immer noch besser als die miserable Vox - Stangenware jeden Samstag. Und "Top Model" ist halt wieder nur Stangenware - man sollte von einem D'Amato halt nicht zu viel verlangen.

Auch für komische Einlagen wird von Zeit zu Zeit gesorgt.

Die DVD von Laser Paradise zu "Elf Tage" gibt es in zweierlei Ausführung: Die bis aufs Blut gekürzte FSK 16 Fassung ist wirklich niemandem zu empfehlen, aber auch die Blue Edition (FSK 18) soll immer noch gekürzt sein - "befriedigt" aber in jederlei Hinsicht. Die Bildqualität liegt auf VHS Niveau, wenigstens der Sound ist okay - denn ich Fan von 80er Jahre Billigmusik hab mir die Titelmelodie "Save tonight for me" und mein absoluter Lieblingshit "Day after Day" (weiß nicht ob der wirklich so heißt - wird allerdings sowohl in Elf Tage (Honigszene) als auch bei Top Model (Garnelenszene - ja, Lebensmittel als Sexspielzeug, das gibt's nicht nur hier) verwendet. Übrigens: Den Titelsong "Top Model" finde ich zwar saugeil (ich singe: "She is, she is, she's a Top Model!"), nervt aber nach einiger Zeit doch, da er andauernd verwendet wird. Als Bonus spendiert man uns vier Texttafeln über das Leben Joe D'Amatos.

Die von mir aufgezeichnete Fernsehausstrahlung von Kabel 1 zu "Top Model" wird nur von der aufdringlichen 0190er Werbung getrübt, die ich aber getrost überspielen kann (das haben Videorekorder so an sich). Schien mir aber auch ungekürzt zu sein, zumindest konnte ich keine Ungereimtheiten in Sachen Ton oder Logik (na, da schon, aber die waren nicht Schnittbedingt) feststellen. Elf Tage Elf Nächte gibt's bei meinem DVD Versender dtm.at (Werbung) zu ordern, das Video (wahrscheinlich gekürzt) bei amazon.de und Kabel 1 könnt ihr ja per Petition vielleicht zu einer "Wiederaufnahme des Verfahrens" Joe D'Amato bewegen (Liebe Kabel 1 Leute: Ihr zeigt doch eher ältere Filme, warum also nicht mal wieder die Black Emanuelle Reihe???). Meine Videokassette kriegt ihr nicht! Ätsch.


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5. The Red Monks
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FSK: 16/18; mit: Lara Wendel und anderen unwichtigen Unterklassedarstellern; Regie: Gianni Martucci; irgendwie auch am Film beteiligt: Lucio Fulci; erschienen: IT, 1989; DVD von: mehrere: Laser Paradise (Blood Edition + Bonusfilm: "Frozen Scream"), e-m-s (FSK: 16, + In der Gewalt der Zombies (FSK: 16)


Abteilung: Bis jetzt waren die Filme zwar "schlecht", aber trotzdem unterhaltsam, das muss sich ändern (Abk.: BjwdFzSatUdmsÄ): The Red Monks. Ich schäme mich, ehrlich gesagt, dass dies der einzige Film in meiner Sammlung ist, von dem ich zwei Versionen habe (von der geschnittenen Best Kassette zu TdT und der Astro Ultimate Edition mal abgesehen). Und dabei war der Film immer das "notwendige" Übel: Sei es nun, dass er bei der von mir erworbenen e-m-s DVD zu "In der Gewalt der Zombies" einfach ungefragt drauf war, oder auch bei der Blood Edition, die ich wegen "Frozen Scream" (really big mistake) wollte. Die FSK 16 Fassung soll gekürzt sein, selbst wenn - ich habe mir die FSK 18 Fassung, die ich später erwarb, nie angesehen und werde das auch nie tun. Derartig schlechte Filme verdienen es eigentlich nicht, überhaupt erwähnt zu werden, wo auch immer - aber die Chronistenpflicht (außerdem muss ich die 10 ja irgendwie voll kriegen).

Um was es geht, habe ich eigentlich vergessen/ verdrängt. Zu Beginn sehen wir den Erben des Schlosses, der eben dieses besichtigt, in den Keller hinabsteigt und dort von einer nackten Frau geköpft wird (keine Angst, Derrick ist brutaler). Dann werden wir per Insert informiert, dass wir nun 50 Jahre früher uns befinden und dass die junge Malerin Ramona auf das Gut eines Grafen (?) kommt, ihn heiratet, der sie wiederum den titelgebenden roten Mönchen opfern muss und von da an wird's ganz abstrus: Denn auch Ramona ist ein Geist, die sich für irgendetwas Schändliches aus der Vergangenheit an der Familie rächen will - und möglicherweise hab ich das Ganze komplett missverstanden - auch egal.

Denn der Film ist nicht nur abstrus (ich kann nur von ganz wenigen Filmen sagen, dass ich sie nicht 100%ig verstanden habe - darunter auch Kubricks "2001" - und eben auch "Red Monks") sondern auch total langweilig. Bis auf Lara "Maladolescenza" Wendel gibt es nichts interessantes an diesem Film. Und auch Meister Fulcis Mitarbeit an diesem Geschmodder ist nicht ganz geklärt: Laut "Über dem Jenseits - Die Filme des Lucio Fulci" (meine vielzitierte Fulci Fibel) war er Produzent, aber nicht einmal das hat er gemacht, trotzdem wird der Film mit seinem Namen beworben.

Rein vom Geschmack empfehle ich die DVD von e-m-s (bei den Kürzungen kann es sich nur um wenige Sekunden handeln um die man eigentlich froh sein sollte), da da auch - zwar gekürzt, aber doch - D'Amatos "In der Gewalt der Zombies" drauf ist (zwar in schlechter Bildqualität, aber mir egal). Die italienische Sprachausgabe gibt's bei e-m-s auch, nicht so bei der Blood Edition, wo auch die Bildqualität eine Spur schlechter ist als bei e-m-s. "Frozen Scream" (Bonusfilm bei der BE) ist noch dilettantischer als "Red Monks" aber halt nur in Englisch und schlechter Bildqualität. Die Bomb und Bierwertung beziehen sich auf Red Monks und Frozen Scream - "In der Gewalt..." wurde ja schon bewertet, außerdem finde ich den ziemlich yummy.


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4. Insel der Zombies aka Porno Holocaust
Insel der Zombies
Porno Holocaust

FSK: 16/18; mit: Mark Shanon, George Eastman, Annj Goren, Dirce Funari; Regie: Joe d'Amato; erschienen: IT, 1980; DVD von: X-Rated unter den Titeln a) Insel der Zombies (FSK 16) und b) Orgasmo Nero 2 - Insel der Zombies (uncut) und von Astro als Porno Holocaust (uncut)


Joe d'Amato die Vierte heißt es also jetzt - und wie es aussieht, belassen wir es auch damit. Ich weiß, es spricht ja nicht gerade für einen waschechten D'Amato Fan, wenn der von diesem Film "nur" die Softsexversion gesehen hat (dauert auch etwa 75 Min. - im Gegensatz zur 110minütigen "harten" Fassung). Aber als ich mir den kaufte, war ich nicht gerade auf Hardcore aus den frühen 80ern scharf - was sich nicht unbedingt geändert hat. Egal ob soft oder hart - der Film hat aufgrund eines gewissen "notgeilen" Zombies, der fesche Beute auf seiner Insel wittert, einen gewissen Bekanntheitsgrad.

Es fängt ja noch ganz harmlos an. Eine Gruppe Wissenschaftler + 1 Leutnant + 2 unwichtige Begleiter stellen auf einer wunderschönen Karibikinsel (die "Kenner" der Orgasmo Nero Trilogie durchaus wieder erkennen können) Nachforschungen bezüglich der Mutation einiger Tierarten dort an. Denn vor 20 Jahren wurde mit Atomversuchen die ganze Insel verstrahlt. Es dauert auch nicht lange, da finden sie schon "riesige" Krabben (die ganz normal aussehen, aber halt laut Drehbuch höchstens 2 cm groß werden). Aber nicht die ganze Insel konnte evakuiert werden, ein Mann ist geblieben, verstrahlt und somit mord- und sexlüsterner Zombie. Er macht sich zunächst an die unwichtigen Begleiter, entführt die Zoologin (?), killt einen Reporter, der die Gruppe heimlich beobachtet hat, und minimiert auch den Rest der Gruppe auf den Leutnant. Der kann seine geliebte Zoologin Anni befreien und sich mit ihr und einem Boot retten. Vorher versucht er noch den Zombie mit einer Harpune zu töten, da das nicht klappt, gibt ihm Anni mit den Worten "Amuro, nicht!!" noch den Rest (schön eindrucksvoll!).

Gerecht (?): George Eastman darf einen D'Amato Film mal keinen töten und trotzdem nicht überleben.

Der Film ist bekloppt, ich gebe es zu, aber in anderer Weise ist er auch genial. Es gibt wohl selten solche Filme, die so krampfhaft bemüht versuchen, Horror und Pornofilm zugleich zu sein. Und selten zuvor wird um eine simple Pornogeschichte so viel "Handlung" gestrickt. Das gibts auch nicht bei "Sesso Nero" (der als Teil 3 in der Orgasmo Nero Trilogie erschienen ist und eine Mischung aus Drama und Porno ist - ja für mich war es durchaus dramatisch, dass dieser arme Mann kastriert werden sollte und sich daher noch mal ausleben will) und auch nicht bei "Woodoo Baby" (der ja eigentlich nur zwei Mal ins "harte" abrutscht). Warum "Insel der Zombies" trotzdem der empfehlenswerteste der drei ist: Ganz einfach, die lauen Horrorelemente sind einfach besser als die "dramatischen" Ansätze der anderen zwei Filme. Außerdem spielen in "Insel der Zombies" alle wichtigen Personen (=Frauen) der anderen Teile mit (mit Ausnahme von Susan Scott).

Ich hab ja bereits gesagt, dass ich die geschnittene X-Rated bei mir im Regal stehen habe, die in Bild und Ton sehr gute Qualität liefert. Vor allem der tolle Soundtrack (für mich ist er zumindest toll) kommt sehr gut rüber - die schwache Billigsynchro ist immer noch besser als manch andere Synchronisationen (ich sag nur "Lucio Fulci Box") - alles in allem kann man sich mit der DVD anfreunden. Die bietet eine 10 minütige Interview/Doku (Szenen aus "Papaya", "Woodoo Baby",... und Interview ist aus "D'Amato - Totally Uncut"), Trailer, und Script mit Originalaudioanfang als Musikuntermalung.

Geschnitten ist der Film sicherlich in einer Runde empfehlenswert - uncut würde ich den Film nur D'Amato und Nostalgiker- Porno- Freunden zeigen. Apropos, schon "Die Zuckerrohrpuppe mit der schwarzen Donnerbüchse" (auf DVD zu Orgasmo Nero 3) gesehen? Der ist einfach nur noch zum Todlachen (obwohl's eigentlich HC ist!!!)

Ein Langreview zu "Porno Holocaust" von Gregor findet sich hier.


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3. Caligula - Imperator des Schreckens und weil's mit drauf ist Sexsklavin des Cäsar
Caligula/Sexsklavin des Cäsar

FSK: 18; mit: Sandra Venturini, Robert Gilgorov, Aldo Ralli, Francesco Romel, Maurice Poli,Gianfranco Parolini; Aldo Sambrell; Regie: Lorenzo Onorati; Lawrence Webber; erschienen: IT, 1984; DVD von: X-Rated


Mal wieder etwas langweiliger sind diese beiden Titel, die von X-Rated vereint eine "ultimative Spezial Edition" zu "Caligula" bilden. Um es kurz zu machen: "Imperator des Schreckens" ist einer der langweiligsten Sexploiter zum Thema Caligula. Ist es so schwer, ein paar anständige Orgien (die ich mir erwarte, wenn schon laut Cover "keine männliche Hosennaht trocken bleibt"), ein bisschen Gemetzel und einen wahnsinnigen Caligula abzudrehen? Muss man da unbedingt, wie es "Imperator" versucht, auf psychologischer Ebene vorgehen? Denn auf mich hatte dieser Caligula den Eindruck eines armen Kaiserleins gemacht, der von anderen manipuliert wird, seine Geliebte nicht kriegt und überhaupt ein trostloses Leben führt. Die einzige annähernd wahnsinnige Tat (die auch überliefert ist) ist, wie Caligula ein Pferd zum Konsul ernennt - und das ist auch vergleichsweise belanglos. Einen Tipp habe ich aber, weshalb Caligula wahnsinnig geworden ist: Das andauernde Geklatsche der Untergebenen hat ihn so weit gebracht - denn es nervt mich bereits nach dreißig Sekunden. "Sexsklavin" ist zwar um einiges besser, aber die Bildquali ist halt so schwach, dass man auch nicht immer alles erkennen kann. Nur, Caesar kommt darin auch nicht vor - es geht um einen Senator.

Die Handlung in Caligula brauche ich doch nicht wirklich wiedergeben. Ehrlich gesagt hatte selbst ich Mühe, überhaupt einen roten Faden erkennen zu können. Der brave Caligula will halt die Lysia und alle andern um ihn herum huren und saufen nur blöde und was weiß ich und am Schluss wacht der Zuschauer auf. Die Hosennaht blieb also trocken. Für sonore Klänge sorgt übrigens der Meister der billigen Billigsynchropimpe, Marcello Giombini persönlich und übertrifft in Schlechtigkeit selbst seinen Antropophagus "Soundtrack".

"Sexsklavin des Caesar" (mit Mundo Verde "Star" Aldo Sambrell als fetten Senator) handelt von der Liebe ebendieses Senators zu einer Sklavin, die wiederum ihn nicht mag sondern seinen Sohn (?) - egal, am Schluss kriegen sich die Guten und der Senator kehrt zu seiner Frau (und den anderen Sklavinnen) zurück. Da wird mit der Peitsche nicht gespart und nach einer halben Stunde geht's auch richtig los. Mindestens alle zehn Minuten gibt's eine Orgienszene zu sehen und darum geht es doch. Die Hose bleibt trotzdem wieder trocken - so vom Hocker hauen diese Uralt- Sexploiter nicht mehr. Toll ist - wie ich finde - mein Lieblingsspruch: "Wie ich diese Senatoren kenne, werden sie bald die Mehrwertsteuer einführen!" - "Ach glaub mir, das dauert bestimmt noch 2000 Jahre!"

Noch kurz zur DVD: Während "Caligula" bildlich noch ordentlich ist, ist "Sexsklavin" unterste Videoqualität. Umgekehrt wäre mir da lieber gewesen. Extra ist ein Trailer zu "Imperator des Schreckens" und die Englische bzw. Italienische Sprache.


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2. Lebendig Gefressen
Lebendig gefressen

FSK: 18; mit: Robert Kerman, Janet Agren, Paola Senatore, Me Me Lay, Ivan Rassimov, Mel Ferrer; Regie: Umberto Lenzi; erschienen: IT, 1980; DVD von: verschiedene, ich hab hier ne Laser Paradise rumliegen (ist aber vom Cover her nicht die Blood Edition)


EIN § 131er muss schon hier rein und wenn es ein Kannibalenfilm verdient hat, dann der hier (oder die anderen bisher nicht besprochenen). "Eaten Alive" ist einer der Filme, bei denen ich mir dachte: Nah an der Perfektion, dann aber doch wieder so weit entfernt wie Pluto von der Sonne.

Auf der Suche nach ihrer Schwester Diana in Neu Guinea geraten Sheila und Mark in die Fänge des Sektenanführers Jonas, der im Dschungel sein Camp aufgebaut hat. Auch Diana ist Jonas, der sich seine Anhänger mit Drogen gefügig macht und die "Rückkehr zur Natur" predigt, verfallen. Während Sheila Jonas nicht widerstehen kann, wagt Mark einen Fluchtversuch, der ihm allerdings aufgrund der Kannibalen fast das Leben kostet. "Reumütig" kehrt er zu Jonas zurück - plant jedoch mit Sheila, Diana und einem anderen Mädchen zu fliehen. Sowohl die fiesen Sektenangehörigen, als auch die fiesen Kannibalen verfolgen sie und Sheila und Marc können mit knapper Not entkommen, während Diana und das Mädchen lebendig gefressen werden.

Positiv: Der Film bietet alles, was einen tollen Kannibalenfilm ausmacht: Derber Splatter gepaart mit den wohlproportionierten Formen der weiblichen Darstellerinnen (Me Me Lay ist nur in "Last Cannibal World" schöner), dann und wann auch Sex und die gepflegte Langeweile, die diese Filme eigentlich versprühen. Die Sektenstory ist zudem genial und passt auch sehr gut - Lenzi holte sich ja öfters aus der Realität seine Anregungen (siehe Nightmare City). Negativ fallen aber folgende Dinge auf: Schauspielerisches Können tendiert gegen Null (trotz Mel Ferrer in einer Nebenrolle), die Sektengeschichte hätte ruhig etwas düsterer sein können, so ist Jonas nur der Sadist vom Dienst, Tiermorde, Szenen, die aus anderen Filmen geklaut wurden (Mountain, Mondo 1 und Ultimo Mondo - ich kann aber alle richtig zuordnen - wäre fast etwas für "Wetten Dass...?") und Kannibalen mit strahlendweißen Zähnen auf die der Zahnarzt stolz wäre ("Perlweiß" oder "Menschenfleisch"?). Kannibalengegner sollten diesen Film auf KEINEN Fall sehen, aber ansonsten eignet sich der schon für eine zünftige Kannibalenparty.

Die DVD von Laser Paradise bietet - im Angesicht dessen, was die Firma oft sonst so abliefert - gutes Bild mit etwas arg viel Rauschen. Netterweise gibt's auch die englische Originalsprachfassung, sowie Trailer und Trailershow. Auch wenn mein Cover das deutsche Kinoplakat zeigt ("Lebendig gefressen") ist die DVD mit der Blood Edition identisch.


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1. Antropophagus - Man Eater
Antropophagus

FSK: 18; mit: Tisa Farrow, Saverio Vallone, George Eastman, Zora Kerova, Margaret Donelly; Regie: Joe D'Amato; erschienen: IT, 1980; DVD von: Astro (2002)


Ha, reingefallen! Ihr dachtet tatsächlich, mit "Insel der Zombies" sei die D'Amato Reihung fertig - ätsch, jetzt habt ihr noch einen zum Komplettieren! §131 also mal wieder. Marcello Giombini mal wieder, ebenso wie George Eastman. Manche Dinge ändern sich nie (obwohl Kinski auch ein guter Man Eater gewesen wäre). Ich war in Zweifeln, ob ich nicht doch "Ein Zombie hing am Glockenseil" hier her setzen sollte, aber "Antropophagus" hat mir einfach besser gefallen.

Eine Gruppe Jugendlicher (sagen wir junger Menschen) macht einen Ausflug zu einer abgelegenen griechischen Insel, wo ein verrückter Kannibale umgeht, der die Bevölkerung vertrieben oder verspeist hat. Klar, dass das Frischfleisch seine Aufmerksamkeit erregt und einmal ist das Fleisch sogar noch so frisch, dass er es direkt aus der Erzeugerin holt. Da EIN böser Kannibale in Italowerken nicht überlebt, wird er am Schluss mit der Spitzhacke in die ewigen Jagdgründe geschickt.

Viele empfinden den Film als langweilig. Damit haben sie vielleicht recht - ich sehe "Man Eater" aber mit anderen Augen. Gerade durch die miserable Musik von Marcello Giombini, der Schönheit der griechischen Insel, der Unterdurchschnittlichkeit der Schauspieler, der guten und wirklich äußerst derben (ich sag nur Embryoszene) Splattereffekten und dem Hauch des Man Eaters wird eine Mischung, die mir persönlich einfach gefällt. Dass es den meisten anders geht, ist mir bewusst - ich kanns aber auch nicht ändern. Es gibt halt die Fans der - ich nenne sie immer - D'Amato Langeweile, die so typisch ist für die meisten seiner Werke. Objektiv betrachtet ergibt sich allerdings der Eindruck, einen äußerst stupiden und selbstzweckhaften Film gesehen zu haben, der nicht zu letzt durch seine zahlreichen Verbote "Kultstatus" erreicht hat. Subjektiv gesehen heißt der Film für mich einfach: D'Amato und Eastman - ein unschlagbares Duo, das jeden Euro wert ist.

Willst du mein Gedärm werden?

Kann man aber von der Astro DVD nicht sagen. Die Bildqualität ist derartig schlecht - in den Nachtszenen erkennt man kaum etwas - und auch sonst gibt's nur das Niveau einer dritten oder vierten Videokopie. Da kann man richtig dankbar sein, dass sie die Super 8 Fassung bereitstellen, die sogar relativ anständige Qualität bietet, vor allem aber farbenfroher ist und somit der rote Lebenssaft besser spritzen kann. Außerdem dauert der Film dann nur etwa 30 Minuten - obwohl fast alle Splatterszenen drin sind. Auch tonal gibt es nichts Großartiges zu vermelden - außer vielleicht, dass man auch den englischen Ton bietet - der eine komplett andere Musikuntermalung hat. Die restlichen Extras belaufen sich auf Trailer, Original Vor und Abspann, Filmografie von D'Amato. Es gibt auch eine bessere DVD aus Japan von Sazuma, die allerdings nur italienischen Ton mit japanischen Untertiteln bietet. Und natürlich gibt's ein Bootleg, das qualitativ auf jeden Fall besser sein soll als die Astro und sämtliche Extras der italienischen Videokassette von Nocturno bietet - aber ist halt ein Boot und daher bleib ich bei meiner Astro. Für die Videokassette könnte ich mich aber trotzdem erwärmen...


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(c) 2008 Eduardo D'Amaro