FUQ - Frequently Unasked Questions

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FUQ - Frequently Unanswered Questions

Es ist nicht so, daß ich jeden Tag zweihundert E-Mails vorfinde, in der mich Leser dieser Seiten löchern, aber hin und wieder kommt doch mal eine Frage, die ich relativ standardisiert beantworten könnte... daher an dieser Stelle ein paar allgemeine Feststellungen, die vielleicht das ein oder andere beantworten, was Ihr Euch beim Durchstöbern dieser Seiten an Fragen einfallen habt lassen (erk, was für eine Satzkonstruktion wieder)...


WER BIST DU ÜBERHAUPT UND HAST DU EIGENTLICH NIX BESSERES ZU TUN?
Fragen wir uns nicht alle, wer wir sind, woher wir kommen und wohin wir ..., eh, sorry, got carried away. Ich höre auf den bürgerlichen Namen Markus Risser, wandle seit dem 24.12.1970 (wer mir mit einem "ooch, 'n Christkind!" kommt, wird gesteinigt - den Spruch mußte ich mir einige Male zu oft anhören) auf dem Antlitz dieser unserer Erde, bin gebürtiger Erlanger (für Nicht-Franken: eine Universitätsstand gut 15 km nördlich von Nürnberg) und seit 1998 offiziell Berliner. Neben dem Offensichtlichen (sprich: Filme und Internet) vertreibe ich mir die Zeit mit dem Anhören unterschiedlichster Musik und dem Lesen cleverer Bücher (Adams, Pratchett, you get the picture). Früher war ich auch mal Eishockeyfan, jetzt bin ich nur noch "Gelegenheitsfan" der Nürnberg Ice Tigers. Zu Frage 2: Da ich derzeit aufgrund unglücklicher Fügung des Schicksals in der Tat arbeitslos bin, hab ich wirklich nix besseres zu tun... zumindest nicht viel :-) Den Nickname "Merkwürden" trage ich seit ungefähr 1995 - ist 'ne lange Story, die viel zu viel an Hintergrundwissen erfordert, um's gänzlich zu verstehen. Accept it :-)


AHA. UND WOHER NIMMST DU DIR DAS RECHT, ÜBER FILME ZU URTEILEN?
Freie Meinungsäußerung :-). Das Rezensieren von Filmen ist ein fester Bestandteil meiner Biographie, ganz besonders meiner Online-Biographie :-). Filmkritiken meinerseits waren vor vielen vielen Jahren im Fido-Echo MOVIE.GER zu finden, außerdem in den Spezial-Netzen FBV, CinemaNet und Box Office (letzteres ein eigenes Projekt). Seit meiner ersten bescheidenen Compuserve-Homepage (so um 1995/96 rum) sind Filmkritiken integraler Bestandteil nahezu all meiner Online-Projekte. www.badmovies.de ist die bescheidene bisherige Krönung meines Schaffens. Schriftliche Veröffentlichungen kann ich leider nicht vorweisen - ich trage mich zwar schon seit mehreren Jahren mit dem Gedanken, mich auch in gedruckter Form, äh, auszudrücken, aber das sind lediglich Gedankenspiele.
Selbstverständlich erhebe ich keinerlei Anspruch auf Objektivität - das kann kein Profi und auch kein ambitionierter Hobby-Kritiker von sich behaupten. Sämtliche Reviews sind streng subjektiv auszulegen und entsprechen ausschließlich meiner persönlichen Meinung.


NAJA. ABER WENN DU ÜBER FILME HERZIEHST, MACH'S DOCH ERSTMAL SELBER BESSER!
Good point. Im Laufe der Zeit gab es tatsächlich ein paar Anläufe, selbst filmisch tätig zu werden. Noch zu meiner Schulzeit (mann, ist das lange her) plante ich mit einem Freund, ein Alien-inspiriertes Amateurfilmchen zu drehen. Leider stieg uns das Budget über den Kopf und so blieb das Projekt in der Pre-Production-Phase hängen. 1999 verbrach ich tatsächlich ein 120-Seiten-Drehbuch (also abendfüllend), es war auch angedacht, das Projekt in Angriff zu nehmen. Leider konnten die verschiedenne Beteiligten aus unterschiedlichen Gründen nie unter einen Hut gebracht werden. Da das Drehbuch laut externer Meinung professionelle Qualität aufwies, ging ich damit tatsächlich via eines Agenten hausieren, brachte es aber bis zum heutigen Tag nicht unter. Für 2003 ist ein neuer Anlauf geplant - mit einigen Freunden aus Berlin beabsichtige ich, einen Null-Budget-Kurzfilm zu realisieren. Das ursprünglich von mir angedachte Script erwies sich allerdings als erheblich zu aufwendig, daher ist momentan massiver re-write vorzunehmen. Sollte irgendjemand von den Lesern Lust haben, mitzumischen und vielleicht sogar Equipment einbringen können, bitte ich mich einfach per Mail (markus.risser@badmovies.de) zu kontaktieren.


AH JA. WAS FÜR EQUIPMENT VERWENDEST DU ZUM GUCKEN & FÜR DIE WEBSITE?
Mein derzeitiges Video-Equipment besteht aus einem sicher schon acht oder neun Jahre alten Sony Trinitron-Fernseher (NTSC-tauglich), einem LG-Videorecorder von Aldi (200 Marks), einem Scott 837-Codefree-DVD-Player und einem Pioneer CLD-1750-Laserdiscplayer. Für olle Kamellen steht auch noch ein Grundig-Video-2000-Schrank rum. Audio läuft über einen Pioneer A447-Amplifier oder (sofern ich da jemals das Kabel repariere) eine Tevion-Dolby-Surround-Anlage (auch von Aldi, hüstel). Computertechnisch ärgere ich mich mit einem Siemens-Fujitsu-TBird PIII 750 Mhz herum, Betriebssystem Windows ME (never ever I will install XP). Site Maintenance erfolgt mit dem Web-Editor Arachnophilia, Weblog erstellt mit Blog 7.0. Weitere verwendete Software: WS-FTP, MGI Photo Suite, IrfanView. Eingeloggt wird sich per DSL, provided, wie der Webspace, von 1 & 1 Puretec.


WIESO SIEHT DIE SITE SO BILLIG AUS?
Zwei Gründe - ein praktischer und ein, naja, intellektueller... Der praktische Grund: ich bin ein Anhänger der Devise "Content over Design", d.h. mir ist vernünftiger, brauchbarer und qualitativ guter Inhalt immer noch wichtiger als ein wild blinkendes Multimedia-Design. Ich hasse Websites, die mir nach zwanzig Flash-Animationen, zehn Shockwave-Intros und dreißig Multimedia-Menüs mit Musik und hüpfender Grafik more or less keinen brauchbaren Inhalt haben. Daher wird das Design von badmovies.de zeitlebens graphisch eher schlicht und praktisch veranlagt bleiben (ebenso bin ich kein begnadeter Grafik-Designer, was erschwerend hinzukommt - sollte sich jemand bemüßigt fühlen, coole Grafiken, Logos und Banner für diese Site zu entwerfen... Mail!) Der intellektuelle Grund: Die Site widmet sich hauptsächlich unterbudgetierten B-Filmen. Es erschiene mir irgendwie widersprüchlich, für Plan 9 From Outer Space oder Robot Monster eine superhyperbunte vollanimierte Multimedia-Site zu schaffen - deswegen ist der "Look" der Seite ganz bewußt etwas "billig" gehalten. Eine echte B-Website, sozusagen :-)


WIE SUCHST DU DIE FILME AUS UND WIE MUSS MAN SICH DEN REVIEW-VORGANG VORSTELLEN?
Zu Frage 1: Im Laufe der Jahre hat sich hier ein sehr umfangreiches Archiv angesammelt, das natürlich auch ständig erweitert wird. Wenn ich mir nicht gerade die Aufgabe eines Themen-Specials gestellt habe, greife ich aus dem Fundus, wonach mir gerade der Sinn steht, Neuerwerbungen werden zumeist bevorzugt besprochen. Im allgemeinen bespreche ich nur Filme, die mir als Original-Tape oder -Disc vorliegen, eher selten TV-Aufnahmen, noch seltener alte Videotheken-"Sicherungskopien". Ebenfalls bevorzuge ich englische Sprachfassungen, wenn irgendwie aufzutreiben.
Ein typischer Review-Abend läuft folgendermaßen ab: erst mal überlege ich mindestens eine halbe Stunde, welchen Film ich mir vorknöpfe, dann wird sich selbiger angesehen, mit einem Notizblock in der Hand, der fleißig vollgekritzelt wird (Handlungsfortgang, besonders erwähnenswerte Szenen und/oder Dialoge, Feststellungen meinerseits) und spätestens zwanzig Minuten nach Filmende absolut undechiffrierbar ist. Der durchschnittliche 90-Minüter verbraucht gut fünf DIN-A5-Seiten an Notizen. Anschließend geht's ins Internet zum Recherchieren, erster Stop gewöhnlich die Internet Movie Database. Gewohnheitsmäßig durchleuchte ich online ein wenig die Karrieren der hauptsächlich Beteiligten, suche nach verwertbarem Bildmaterial und ergänze mir nicht vorliegende Cast- und/oder Crew-Angaben. Dann wird das eigentliche Review geschrieben, nach Möglichkeit versuche ich, nicht zuletzt, weil ich sonst meine eigenen Notizen nicht mehr lesen kann, das fertige Review noch am selben Tage upzuloaden. Gelingt nicht immer... Summa summarum bin ich durchschnittlich mit einem Film bzw. Review sechs bis sieben Stunden beschäftigt.


WIESO SIND SO VIELE TIPPFEHLER IN DEN REVIEWS?
Weil ich eine faule Socke bin und keine Lust habe, meinen eben geschriebenen Käse noch mal auf grammatikalische oder ortographische Richtigkeit abzuklopfen. Das können meine Leser für mich erledigen :-)) Dicke Klöpse korrigiere ich, wenn sie mir auffallen oder ich Lust dazu haben. Ansonsten gilt: Wer Tippfehler findet, darf sie behalten.
Natürlich ist ein nicht zu vernachlässigender Grund für die Vertipplichkeit, daß ich in letzter Zeit Reviews zumeist gegen 2.00 Uhr/2.30 Uhr nachts fertig habe - da ist man nicht mehr ganz sooo konzentriert.


UND WAS IST MIT DEN SACHLICHEN FEHLERN?
Unterlaufen mir hin und wieder, geb ich zu. Meist nicht aus böser Absicht (obwohl ich ja behaupte, den ein oder anderen Fehler doch absichtlich zu verstecken, um zu testen, ob meine Leser auch bis zum bitteren Ende durchhalten - die meisten tun's allerdings...), sondern weil ich in meinem Wahn mal wieder Umberto Lenzi mit Ruggero Deodato verwechselt habe oder geistig zwei Filmtitel durcheinandergeworfen hab. Soll sich der Leser dem Rezensenten doch mal überlegen fühlen dürfen :-)


AKZEPTIERST DU REVIEW-VORSCHLÄGE?
Sure. Behaltet dabei aber im Auge, daß ich nicht an alles immer gleich rankommen kann und ganz obskure Titel mich durchaus vor unlösbare Aufgaben stellen können (wollt Ihr mir zwecks Review eins Eurer Schatzis zukommen lassen, bin ich aber aufgeschlossen). Außerdem sehe ich es nicht grundlegend als meine Aufgabe an, großbudgetierte Kinokatastrophen zu zerpflücken (also ein Review von Armageddon, I Spy oder Austin Powers eher nicht zu erwarten ist, es sei denn, der betreffende Film beleidigt mich durch seine bloße Existenz so maßlos, daß ich mich zu einer Warnung versteigen muß bzw. das Gegentum), ebensowenig reine Amateurfilme (es sei denn, die breite Öffentlichkeit hat Zugang dazu... Staplerfahrer Klaus wäre ein Beispiel für einen Amateurfilm, der durchaus hier gewürdigt werden könnte, ebenso z.B. Werke von Bethmann oder Ittenbach).


WIESO HAST DU "Das Zombiegemetzel der rostigen Kettensägen" NICHT BESPROCHEN?
Kann verschiedene Gründe haben. Entweder interessiert mich der Film nicht die Bohne, dann werde ich ihn auch höchstwahrscheinlich nie besprechen, oder ich hab noch nie von ihm gehört (dann bin ich immer ganz Ohr), oder ich kann ihn nicht auftreiben, oder er liegt hier auf Halde und war schlicht und ergreifend noch nicht dran. Da ich keinen festen Review-Plan habe, kann ich auch nicht vorhersehen, wann ich einen hier vorrätigen Film tatsächlich besprechen werde.


KANNST DU MIR SAGEN, WO ICH "Das Zombiegemetzel der rostigen Kettensägen" BEKOMMEN KANN?
Schwerlich, aus mehreren Gründen. Erstens kenne nicht mal ich alle Filme dieser Welt und weiß, wie man sie auftreiben kann, zweitens stehen mir grundsätzlich auch keine anderen Recherche-Möglichkeiten zur Verfügung als Euch (Google rules). Ich bin gern hilfreich bereit, Euch in die richtige Richtung zu lotsen und Tips zu geben. Ich bitte auch zu beachten, daß ich aus rechtlichen Gründen nicht in der Lage bin, direkte Bezugsquellen für deutsche FSK-18- und Ohne-FSK-Fassungen zu nennen. Ich bewege mich durchaus sowieso schon in einer rechtlichen Grauzone, da ich Filme bespreche, die indiziert waren oder sind und man mit bösem Willen das als "Bewerbung" derselben auslegen könnte, würde ich für diese Filme Bezugsquellen nennen. Und Ihr wollt doch nicht, daß Eure Lieblings-Website von Staats wegen geschlossen wird, oder?


ICH HAB MAL EINEN FILM GESEHEN, IN DEM dies und jenes PASSIERT IST. WEISST DU DEN TITEL?
Kommt auf den Versuch an. Stellt mich im Zweifelsfall auf die Probe. Andere Ansprechpartner für solche Fragen sind meine Freunde bei badmovies.org und badmovies dot net (dort die Web-Fu-Kolumne) (und es ist purer Zufall, daß alle Sites "badmovies" heißen - wir arbeiten in keinster Weise zusammen... einziger Zusammenhang ist, daß ich, zugegeben Andrew Borntreger das "badmovies" geklaut habe - ich hoffe, er verzeiht mir, aber wir sind ja nicht in direkter Konkurrenz, und ich gelegentlich unter dem Handle "The Strange German" im Forum von badmovies.org aktiv bin. Aber wie gesagt - fragt mich ruhig, vielleicht kann ich Euch weiterhelfen.


WO KANN ICH GRUNDSÄTZLICH GUT UND ZUVERLÄSSIG "BADMOVIES" KAUFEN?
Kommt drauf an. Mal eine kleine Tabelle:
Deutsche Fassung, neu: entweder über ebay (wo aber häufig für Neuware Mondpreise verlangt werden) oder amazon.de. Der Medienversand Thüringer (auch mit eigenem ebay-Shop am Start) ist die erste Adresse für Ab-18-Ware, die Adresse hab ich grad nicht zur Hand, ich hab dort auch selbst noch nie gekauft.
Deutsche Fassung, gebraucht: ebay oder der lokale Videoladen. Gerade in vollkommen normalen Videotheken lassen sich so manche Schnäppchen machen. Diverse Film-Auktionshäuser haben immer mit rechtlichen Problemen zu kämpfen und oft verlanen die Anbieter völlig utopische Preise.
englische Fassungen, neu: amazon.com (bitte den associate-Link benutzen :-)) ist zuverlässig, aber nicht immer ganz billig. Ebenfalls zu empfehlen: CD Universe. Schnell, liefert aber in einfachen Polsterkuverts und nicht in solider Pappe wie amazon. Für Hongkong-/Japan-/Korea-Filme hkflix.com (associate-Linke benutzen :-)). Ziemlich schnell und sehr günstig. Ausgeflipptere Sachen bieten Sinister Cinema (auf NTSC-VHS und DVD-R, Testbestellung unterwegs) und bijouflix (Video CD, gute Ware, günstig, nicht wirklich schnell im Versand).
englishe Fassungen, gebraucht: ebay.com. Paypal-Account sehr zu empfehlen.


ICH HAB IN DEN USA BESTELLT UND MUSS JETZT MASSIG ZOLL ZAHLEN. WIESO?
Well, duh. In ihrer unermeßlichen Weisheit haben die Regierigen der Europäischen Union die Zoll- bzw. Einfuhrumsatzsteuerfreibetragsgrenze herabgesetzt. Früher durfte man für 50,00 DM abgabenfrei einführen, jetzt nur noch für 22,00 EUR (zuverlässige Auskunft des Zollamts Berlin).
Dieser Wert betrifft den REINEN NETTOWARENWERT - sollte Euch also aufgrund Schlampigkeit des US-Versenders Einfuhrumsatzsteuer auch auf Verpackungs- und Portokosten entrichten müssen, könnt Ihr dagegen vorgehen. Es zählt ausschließlich der Warenwert (manche US-Versender sind tatsächlich doof genug, als Zollwert den kompletten Bruttowert auf den Umschlag zu kritzeln). Der Berliner Zoll ist in der Hinsicht sehr kulant - holt Euer Päckchen einfach dort ab und weist nach, daß der Warenwert unter der Freigrenze liegt und außer ein paar Tagen Verzögerung ist nix passiert. Wie andere Zollämter das handhaben, weiß ich nicht.
Sollte Euch sowas passieren, drängt Euren US-Versender, in Zukunft den Nettowarenwert anzugeben und nichts anderes! Noch besser natürlich, er ist lieb genug, die Sendung nicht als "Merchandise", sondern als "Gift" zu deklarieren, dann ist die Einfuhr abgabenfrei.
Die Einfuhr hierzulande indizierter Filme scheint in letzter Zeit problemloser geworden zu sein. Während ich vor sechs Jahren noch heftigst mit dem Zollamt Nürnberg kämpfen mußte, um The Texas Chainsaw Massacre tatsächlich durch den Zoll zu bekommen, scheint die Auslegung heutzutage liberaler geworden zu sein. Hoffen wir, daß das so bleibt.


WAS SIND EIGENTLICH DIESE KOMISCHEN LASERDISCS, VON DENEN DU ÖFTERS SPRICHST?
Ah, mein Lieblingsmedium. Laserdiscs waren der direkte Vorfahr der DVD und ihrerseits direkter Sprößling der sogenannten "Bildplatte", die, wie ich mich erinnere, schon Ende der 70er Jahre erfunden wurde und sind nicht mit CD-V (CD-Video) oder CD-I (diesem komischen Philips-Format, das keinerlei Marktdurchsetzung erzielte) zu verwechseln, obgleich die meisten LD-Player CD-V abspielen können. Laserdiscs waren Anfang der 90er Jahre vor allem in Japan und den USA sehr populär, die Entwicklung der DVD (und die Tatsache, daß Laserdisc-Recorder niemals zur Debatte standen) ließen das System Mitte bis Ende der 90er Jahre aussterben. Späte LD-Titel wie The Matrix sind zu hochbezahlten Sammlerstücken geworden, da die Auflagen gen Ende der LD-Ära sehr gering wurden. Laserdiscs sind Silberscheiben im LP-Format (30 cm) und beidseitig bespielt (manuelles Umdrehen erforderlich). Je nach System kann eine LD-Seite 60 Minuten (NTSC) bzw. 72 Minuten (PAL) Video beinhalten. LDs verfügen über Digital-Ton und können auch THX-/Dolby-Digital- oder DTS-Verfahren codiert sein. Bis zu drei verschiedene Tonspuren sind möglich (es gibt einige Laserdiscs mit Commentary-Tracks). Das Bild ist analog, aber unkomprimiert (im Vergleich zu DVDs, die immer mit Bildkompression arbeiten) - im Klartext ist eine optimal gemasterte Laserdisc der besten DVD in Punkte Bildqualität weit überlegen. Leider machten sich viele Anbieter, besonders in Hongkong, keine Mühe mit den LD-Transfers und übernahmen 1:1 VHS-Transfers. Den Trend, DVDs mit "Making-of"-Segmenten, Interviews und sonstigen Extras zu bestücken, verdanken wir der Einführung solcher Extras bei Laserdiscs.
Laserdiscs kosteten in ihrer Blütezeit zwischen 15 und 50 Dollar, in Deutschland meist zwischen 70 und 120 DM. Sollte es sich nicht gerade um ein Sammlerstück handeln, ist ein typischer Gebraucht-LD-Preis heute um die 10 bis 15 EUR. Laserdiscplayer werden m.W. nicht mehr hergestellt, sollten aber auf dem Gebrauchtmarkt erhältlich sein. Es gibt noch jede Menge Titel, gerade aus dem B-Film-Bereich, die auf DVD auf absehbare Zeit nicht veröffentlicht werden, als Laserdisc jedoch erhältlich waren (wie Dinosaur Island, diverse Full-Moon-Titel etc.).


WO WIR DABEI SIND, WAS IST DEIN BEVORZUGTES MEDIUM?
Normalerweise würde ich sagen, eindeutig Laserdisc. Die LD bietet den besten Kompromiß zwischen Bild- und Tonqualität und der Möglichkeit, Extras auf die Scheibe zu packen. Bei DVDs geht das Dazutun von Extras, es sei denn, der Anbieter bedient sich einer zweiten DVD oder der Rückseite, immer zu Lasten der Bildqualität. Außerdem stellt eine Laserdisc ganz einfach was dar und kann nicht mit einem billigen Computerspiel verwechselt werden. Und überdies gab's bei Laserdiscs niemals irgendwelchen Hassel mit regional coding. Für DVDs spricht die einfachere Handhabung, die Möglichkeit der Menüstrukturen und der geringere Platzbedarf. VHS ist tot. Punkt.


WAS SIND DEINE ABSOLUTEN LIEBLINGSFILME?
Schwer zu beantworten. Im B-Film-Bereich sicher Plan 9 From Outer Space, Dinosaur Island und Slave Girls from Beyond Infinity, dazu From Dusk Till Dawn und Braindead aus dem Horror-Genre und Project A und Dragon Forever von Jackie Chan. Bei "richtigen" Filmen würde ich Dead Man Walking, Before The Rain, Lost Highway und eXistenZ weit oben ansiedeln, ebenso die beiden bisherigen Lord of the Rings-Teile. Weiters stark beeindruckt und beeinflußt haben mich sicher Lola Rennt, Star Trek: First Contact, Once Were Warriors, Blues Brotheres. Weitere All-Time-Faves: Natural Born Killers, Pulp Fiction, Speed, The Kingdom (Riget/Hospital der Geister), This is Spinal Tap, Das Boot, Bis zum Horizont und weiter, Wild Things. Sicher noch mehr...


So, ich hoffe, daß beantwortet weitestgehend Eure brennendsten Fragen. War die Frage, die Ihr mir schon immer mal stellen wolltet, nicht dabei, dann fragt mich einfach :-)))).