Heaven
Aus Badmovies.de
D/USA 2002, 95 min
Regie: Tom Tykwer
mit Cate Blanchett, Giovanni Ribisi
Uff. Mann, das war eine Enttäuschung. Nach einem Skript von
Kryzstof Kieslowski fabriziert der Meisterregisseur von "Lola
rennt" und "Der Krieger und die Kaiserin" eine der drögsten
Schlaftabletten der jüngeren Filmgeschichte. Cate Blanchett spielt
Philippa Paccard, die mit einem Bombenanschlag den Drogendealer
Vendici aus dem Weg zu räumen gedenkt, aber irrtümlicherweise damit
vier Unbeteiligte killt. Nach umgehender Verhaftung erfährt sie vom
Fehlschlag ihrer Operation. Der Übersetzer Filippo verliebt sich
unsterblich in Philippa und verhilft ihr a) zur endgültigen
Beseitigung von Vendici (der natürlich mit den Cops unter einer
Decke steckt) und b) zur anschließenden Flucht, bei der er sie
begleitet. Die Flucht führt in Philippa's Heimatdorf in der
Toskana.
Man kann den Plot tatsächlich in diesen drei Sätzen zusammenfassen.
HEAVEN soll wohl eine Schuld-und-Sühne-Allegorie sein, allerdings
entwickelt sich die Story nicht, die Interaktion zwischen den Lead
Characters ist uninteressant und Giovanni Ribisi bleibt farblos.
Tykwer schwelgt traditionell in opulenten Bildern und genialen
Kameraeinstellungen, aber schlußendlich bleibt Stil Sieger über
Inhalt. So bleibt ein gut aussehender, aber letztendlich träger und
langweiliger Film, dessen bester Aspekt das exzellente Spiel von
Cate Blanchett ist. Na, endlich können die Deutschen auch
Oscar-Kino fabrizieren. Boring!
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