Showgirls: Exposed

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SHOWGIRLS: EXPOSED

Showgirls: Exposed

Deutschland 2010, 61 min, FSK --

Regie: Marc Vorlander

Darsteller: Tom Rumpf, Sheela Vorlander u.a.

Vorwort

Abt. Einer muss es ja tun

Ich glaube, wenn Ihr hier auf diesen Seiten angekommen seid und es für eine gute Idee haltet, ein Review zu "Showgirls: Exposed" zu lesen, kennt Ihr die Vorgeschichte. Wenn nicht, empfehle ich Euch, bei Wortvogel und Six Shooter die notwendige Exposition zu diesem Review nachzuholen. Das könnte zwar länger dauern, ich warte aber auch gern solang...

Nun, alle im Bilde? Nun, was mehrere Blogs zu diversen Beiträgen veranlasst und eine Kommentarflut auslöst, die normalerweise nur IT-Blogs haben, wenn sie Apple-Produkte bashen, sollte theoretisch interessant sein, auch wenn sich sein Macher als, nun ja, wie sagen wir's mit der angebrachten Höflichkeit, als weniger liebenswerter Zeitgenosse entpuppte. Mein Leitsatz für reviewende Tätigkeiten aller Facetten war aber schon immer "hate the artist, not the art", deswegen habe ich mich - nach langem Zögern, zugegeben - entschlossen, ein Review zu machen, und möglichst unvoreingenommen (völlige Unvoreingenommenheit kann man schlechterdings angesichts der Schlammschlacht im Netz nicht mehr voraussetzen) an die Sache heranzugehen. Und tatsächlich, gerade liegt sie neben mir, die Original-DVD von "Showgirls: Exposed", frisch aus Amerika (bekanntlich oder auch nicht darf der Film, bzw. das "photo play", wie Marc Vorlander sich auszudrücken beliebt, in Deutschland nicht vertrieben werden. Warum, wird Euch gleich noch aufgehen).
Ich habe den Streifen jetzt zweimal gesehen und kam zur Erkenntnis - mit meinen üblichen Werkzeugen komme ich hier nicht weiter (auch das wird sich Euch im weiteren Verlauf dieses Reviews sicher noch erklären). Nachdem wir neulich mit Mad Foxes - Feuer auf Rädern ein Gastreview in Form einer Foto-Geschichte/eines Pictorials hatten, fand ich dann doch den, denke ich, einzig gangbaren Weg, "Showgirls: Exposed" zu analysieren.

Daher im Folgenden: SHOWGIRLS: EXPOSED. Ein Drama in 120 Screenshots.
FSK-18-Review. Reader discretion advised. Absolutely NOT SAFE FOR WORK (or any other place, condition or activity).

Inhalt

Als erstes fällt uns auf - der komische Goldrand, der uns schon im Teaser-Trailer (so wir ihn gesehen haben) auf den Keks ging, ziert tatsächlich den ganzen Film, äh, das gesamte Fotoplay. Naja, 60 Minuten wird man schon damit leben müssen, dass "Showgirls: Exposed" das Lichtspiel mit der Goldkante ist.

Begrüsst werden wir von einem freundlichen Gesellen:

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Hierzu informiert uns ein voice-over-Dialog über existentielle Plot-Grundlagen - es ist das einzige an storyrelevanten Informationen, was wir erhalten werden, also aufpassen. Irgendwie ist das Ding ja immer noch ein, hihi, illegitimes "Showgirls"-Sequel, d.h. wir müssen die Connection zum Verhoeven-Vorbild hinbekommen. Demzufolge ist Nomy (ehedem Nomi und der Berkley-Charakter, allerdings nicht mehr blond, sondern schwarzhaarig) "in the bathroom" einer Frankfurter Lapdance-Bar verschieden - "langsam und qualvoll", wie uns der entsprechende Polizeibeamte (o.ä.) vermittelt, da das Kokain, das sie sich durch die Nase gezogen hat, mit Rattengift versetzt war. Tom, ihr Bruder (was uns so *richtig* auch keiner verrät) lässt als Reaktion hierfür ein jämmerliches "NOOOOOOO!" erklingen, gegen das Johnny Goodboys Trauerschrei um sein getreues Ross in Battlefield Earth: A Saga of the Year 3000 einen Ausbund an glaubhafter Emotionalität darstellt. Damit haben wir das Thema "Plot" erschöpfend abgehandelt und wenden uns dem Grund zu, warum Vorlander sein Werk hierzulande nicht verkaufen darf:

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Jep. Das ist Original-Footage aus Robert Wieines "Das Cabinet des Dr. Caligari" und in dieser unserer Republik Eigentum der F.W.-Murnau-Stiftung. Selbst die Statisten in Wienes Stummfilmklassiker stellen sich angesichts des eher unmotivierten Einbaus von gut drei Minuten uneditierter Caligari-Fragmente eine nicht unberechtigte Frage:

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Die neuen Untertitel sind auch nicht unbedingt dazu angetan, 90 Jahre Kinogeschichte zu verbinden, sprich darzulegen, was Caligari mit der totgekoksten Tänzerin zu tun hat - aber sie lesen sich mächtig geheimnisvoll.

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Nach vier Minuten outet sich der erste zumindest offiziell Verantwortliche:

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Dem folgt die bereits hinlänglich bekannte Trailer-Sequenz - Nomy robbt offensichtlich schwer angeschlagen aus dem Schwimmbad (äh, okay, kann es hier eventuell sein, dass jemand nicht ganz mitbekommen hat, dass ein "bathroom" im Englisch der Ort ist, in dem der Lokus steht und nicht die Pool-Plantschreien stattfinden? Meinjanur.)

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Irgendwo zwischen den Spinden bleibt die Nackte zumindest mal bewusstlos liegen.

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Ein geheimnisvoller, handtuchumwickelter Meuchelmörder mag sich offenbar nicht darauf verlassen, dass Nomy am Koks-/Rattengiftcocktail krepiert, greift eine herumliegende Hantel (bekanntlich auch Bestandteil der Ausstattung jedes gepflegten "bathooms") und drischt selbige mit soviel Wonne gen Nomys rückwärtige Schädelpartei, dass dies nach Ansicht des Frankfurter Chefhumoristen Vorlander nur mit einem Effekt der alten "Batman"-Serie angemessen gewürdigt werden kann.

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An dieser Stelle versichere ich eidesstattlich: I don't make this shit up, I didn't edit *anything* into the screenshots.

Nach einer ergreifenden rosagefilterten Einstellung einer weiblichen Augenpartie

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(fragt mich nicht, ob das Nomy ist. Ich denke ja, aber wer will's genau eruieren?), erinnert uns der bereits bekannte Jolly Roger

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daran, dass das, was wir gerade gesehen haben, richtig schön evil und Zeuch war.

Dies alles wird bereits von Elektropop-Synthimucke beschallt, die an und für sich vielleicht gar nicht mal so schlecht wäre, wenn sie sich nicht in den allermeisten Fällen auf endlos wiederholte 30-Sekunden-Loops beschränken würde. Als nächstes folgt der Service für alle Epileptiker im Publikum - die dürfen minutenlang Farb- und Formzuckungen der Manier

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bewundern - nur Pokémon-Skandalfolgen sind schöner.Es ist daher durchaus verständlich, dass man uns sicherheitshalber an eins erinnert:

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(We're seven minutes in).

Andererseits - vielleicht ist's doch nicht erwünscht, dass man sich an Namen erinnert, denn unmittelbar danach geht's weiter mit der Hypno-Show - ich würde nicht empfehlen, "Showgirls: Exposed" unter Zuhilfenahme bewusstseinserweiternder Substanzen zu konsumieren.

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Zumindest ist man sich macherseits offenkundig über die bis dato geleistete Außendarstellung im Klaren.

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Trotzdem würde *ich* eine card dieser Art ja in den Trailer schneiden, nicht in den Film selbst.

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Oh, tschuldigung, ist ja kein Film, ist ein

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(Was uns übrigens auch eine Computerstimme, die mein 386SX 1993 nicht hätte schlechter synthetisieren können, verklickert - "WEL-COME TO SHOW-GIRLS EX-POSED. A MU-SI-CAL PHO-TO-PLAY BY GEOFF SCHAAF AND MARC VOR-LANDER." For the record: wir haben in einem 60-Minuten-Stück nach 7 1/2 Minuten die Titeleinblendung. Ich werde Albert Pyun nie mehr Vorwürfe machen.

Falls jemand weiter oben einen educated guess dahingehend abgeben hat, was hinter der Form- und Farborgie steckt - er war höchstwahrscheinlich richtig:

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Must resist "Testbild-anschauen-wäre-auch-lustiger"-joke.

Klären wir also weiter die Schuldfrage.

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Nun schalten wir um in einen Elektromarkt. Welche Weltmarke freut sich nicht über Product Placement?

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Canon, vermutlich. Aber ein strahlendes Lächeln

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gleicht vieles aus.

Er

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ist da vermutlich anderer Ansicht. Deswegen ist der Totenkopf wohl auch öfter im Bild.

Als nächstes beweist man uns die Internationalität des Streifens *UND* dass man zumindest weiß, wo "Showgirls" gespielt hat.

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Im Rahmen einer mehrminütigen Montage (zu der sich eine schauerliche Pseudo-R'n'B-Ballade abspielt) werden uns die Namen aller wesentlichen Casinos der Stadt und/oder ihre Fassaden vorgeführt.

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Falls erneut Erinnerungslücken auftreten sollten - per

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Random Hupfdohlen-Insert werden Sie geholfen.

Doch dann geht's weiter mit kostenloser Hotelwerbung.

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Dies' glorreich Einstellung

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vermittelt uns, dass Tom im Anmarsch ist. Aber jetzt, wo schon ein knapp ein Viertel des Photoplays vorbei ist, können wir ja noch ein paar dringend notwendige credits loswerden:

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Und die Shots, die sind doch auch noch gut, die kann man noch gebrauchen und kombinieren:

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An dieser Stelle macht sich eine unauffällige Omission bemerkbar -

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Das markiert dann so ungefähr das Ende des, hihi, Vorspanns, denn nun sind wir offiziell in

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Ja,

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könnte stimmen.

Und den Laden

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gibt's auch in echt.

Und das ist Tom:

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ein strammer Soldat.

Das

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ist vermutlich ein Jugendfoto Nomys. Könnte aber auch Mireille Mathieu sein.

Irgendwo, in einem Hotel o.ä. steht ein schwarzer Mann.

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Ein freundlicher Mitbürger mit Migrationshintergrund schickt sich an, den Dunkelhäutigen zu passieren, doch nicht mit Malcolm X' kleinem Bruder:

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Black Beauty verklickert dem sicherlich seriösen Geschäftsmann schwurbelig, dass jemand gekommen sei, der ihn und seine komplette Familie auszulöschen gedenke. Was mal wohlgemeinte Warnung gewesen sein könnte, entwickelt sich in eine eher undurchschaubare (und dank des Genuschels des Darstellers plus der eher grottigen Tonqualität auch halb unverständliche) Tirade über Biowaffen, Engel, die sich als Außerirdische tarnen und die anstehende Sprengung von Washington.

Eh. Wie meinten die Jungs vorhin noch so treffend?

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Auch der Zuhälter vom Bahnhof Zoo versteht nur selbiges und belässt es bei einem aufmunternden Schulterklopfer.

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Da wir ja nun jede Menge Plotentwicklung hatten (öffz), besteht dringender Anlass zum Zeittotschlagen:

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Denn was interessiert mich als Käufer einer DVD mit dem Titel "Showgirls: Exposed" dringlicher als ein Mittelklasse-DJ, der seine Turntables rockt

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und auf die Knöppe seines Mischpults drückt. Und apropos "Knöppe drücken" - da hat Vorlander wohl in seinem Schnittprogramm den Menüpunkt "Kaleidoskopeffekt" gefunden.

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Wer ist nun dieser Zauberer am Plattenteiler, dieser Magier der Musik (der uns übrigens eine eher langweilige 08/15-Popnummer, die aber auch nicht offensiv nervt, vorturnt)?

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Gut, dass wir das, so 16 Minuten im Film, geklärt haben.

Lassen wir David noch ein paar Regler schieben und seine Tanztante die Hüften kreisen...

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Wir haben anderes zu tun. Z.B. einen Termin mit unserem Augenarzt auszumachen, denn die folgende vierminütige Sequenz, in der Vorlander, um den künstlerischen "Wischeffekt" zu erzeugen, mit seiner Blende experimentierte und das Resultat quasi im 4-frames-per-second-Modus abspielt, ließ mich zunächst darüber spekulieren, ob amazon eine defekte DVD ausgeliefert hat, meine Sehnerven nun einfach schon prophylaktisch dicht machen oder der Kram ein ernstliches böswilliges Attentat auf meine Gesundheit darstellt.

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My eyeballs hurt.

Nun versprach ein Review in der OFDb "feuchtglänzende Mösen".

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Mit ein bisschen Fantasie kann man tatsächlich eine nackte Frau erkennen, die sich ihre Intimzone rubbelt. Das ist jetzt... nicht sehr erotisch.

Nun ja, wer

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im Pool unter Blähungen leidet, sollte

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sich dafür auch schämen.

Auftritt Sheela Vorlander.

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It's the dog (ich habe versucht, die Rasse zu ermitteln, aber näher als American Bulldog bin ich diesem Rätsel leider nicht gekommen. Wo ist Bob Andrews, zuständig für Recherche und Archiv, wenn man ihn mal braucht?).

Die Beleuchtung in diesem Badezimmer

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ist wechselhaft.

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Und Magen-Darm-Beschwerden sind hier offenbar verbreitet.

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Diese Sequenz wird unglaublicherweise beschallt von einer Elektropopversion Jeff Waynes "War of the Worlds"-Thema. Dreist.

Tom tut nun langsam was für den Fortgang der Dinge.

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In einem Handgemenge

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killt er den mir völlig unbekannten anderen Typen, schleift ihn in sein Hotelzimmer, deponiert

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ihn in der formschönen Badewanne und...

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löst den Kadaver tatsächlich mit "Säure" auf (die CGI-Rauchwolke ist ein wunderbares Schmankerl).

Ich weiß nicht, welche Schnittsoftware Vorlander benutzt, aber sie hat TOLLE Effekte:

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Nunmehr befinden wir uns, wie unschwer zu erkennen,

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auf einem Friedhof.

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In Amerika?

Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber die paar traurig zusammengemauerten Ziegelsteine sollen wohl Nomys letzte Ruhestelle verkörpern - war wohl dann doch eher ein Begräbnis dritter Klasse. Außerdem qualmt's...

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Und merkwürdige Geisterwesen

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erscheinen und verschwinden wieder.

Und der Halleysche Komet

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kommt auch grad vorbei. Ach nee, gemäß den Ausführungen des Maestros ist das Nomys gen Himmel auffahrende Seele. Jungejunge.

Der Ausflug ins Übernatürliche muss natürlich umgehend neutralisiert werden. Weswegen wir nun ca. zwei Minuten

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in einen Springbrunnen stieren.

MAKE IT STOP!

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I'm sorry, I can't do that.

Tom überprüft dieweil die Eignung seiner Bleispritze als Fernbedienung.

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Bei der Gelegenheit kann man selbstverständlich noch ein paar Effekte ausprobieren.

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Solchermaßen gehirngemolken flüchtet Tom sich in eine Vision/einen Flashback/random footage, die Vorlander irgendwo im Mülleimer eines Studios gefunden hat,

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und deren Bilder sicherlich schwer symbolisch sind.

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Wie ich immer sage, nicht symbolisch für irgendwas spezielles, sondern eher grundsätzlich symbolisch.

Unser fröhlicher Migrant betreibt offenbar einen Club (ich nehme mal an, im Filmkontext das "Roomers"). Er hat einen tätowierten Muskelprotz am Start, der aus mir völlig unbekannten Gründen (ich erinnere daran: das ist seit den Sperenzchen mit den Biowaffen und außerirdischen Engeln faktisch ein Stummfilm) den Träger eines hässlichen quergestreiften Pullovers auf des bösen Ausländers Befehl garstig foltert:

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Wonach immer auch Bösmann sich höflich erkundigt,

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Stryper will's nicht sagen. Nachdem wir uns die Prügel-/Frag-Sequenz so dreimal angekuckt haben, entert Tom das Areal mit gewummter Zücke, eh, gezückter Wumme

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und erschießt... den Querstreifenträger.

Obwohl Tom dem Fiesowatz ersichtlich nur lästige Handarbeit abgenommen hat, meint der Barmann, Protest einlegen zu müssen und richtet seinen eigenen Schießprügel auf Tom.

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Doch unser verständnisvoller Geschäftsmann entschärft die Situation gekonnt und leitet in ein zivilisiertes Gespräch bei einem bis fünf Drinks auf Kosten des Hauses über.

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Was sie

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davon hält, bleibt unüberliefert.

Nun geht's ans Eingemachte. Wir präsentieren POLEDANCE.

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Die Bildqualität wird nicht besser.

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Und, ja, Kevin James in "King of Queens" machte das erotischer.

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Und dort nahm es wenigstens ein Ende.

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Hier dauert das geschlagene sechs Minuten.

Aber wenigstens gibt's 'nen guten Butt Shot.

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Diese Dame

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erwähne ich nur, weil sie das erste Wort seit gefühlt achtzehn Stunden ausspricht, ein laszives (hihi) "Zimmerservice".

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Wait, what?

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Aha.

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Und wieso hat da jemand ein Zielfernrohr auf's Objektiv geklebt?

Auftritt Sheela Vorlander!

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Entwickelt sich das noch zum beastiality porn?

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Wir befürchten das Schlimmste.

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Diese Sequenz

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dauert übrigens

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circa elf Minuten und

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(NOOO!)

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(Doch!)

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wird irgendwann selbst Sheila zu langweilig -

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was freilich auch daran liegen mag,

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dass es eine echte Kunstform ist,

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eine Lesbensexszene mit zwei nicht unattraktiven Damen, die allerdings sehr seltsame Dinge tun (ich wusste nicht, dass Silberkettchen abnuckeln speziell antörnt),

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so dermaßen ... unsexy...

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zu gestalten, dass sie nicht mal mehr als Wichsvorlage taugt.

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Während sich die Mädels in ein unentwirrbares Frauenknäuel

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verknoten, ist der geneigte Zuschauer bereits gehirngewaschen,

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da die komplette Sequenz akustisch untermalt wird vom "loop from hell", einem vielleicht vierzig-fünfzigsekündigen Synthpoptheme, das gelegentlich durch gefaktes Mitklatschen und nach so sechs-sieben Minuten auch mal mit einer lead-Gitarre aufgelockert wird und zumindest mir mittlerweile im traum nachgeht.

Dieweil vollführen die Grazien etwas, bei dem normalerweise ein strap-on-Dildo gute Dienste leistet.

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Aber whatever stirs your coffee, I guess. Und da es dem Kameramann Anlass bot, nach gefühlten drei Stunden festgemauerter Statik die Position zu wechseln, ist das auch okay für mich.

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Vermutlich hätte ich auch mit einem Lolli mehr Spaß.

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Aber jetzt wird's wirklich Kunst,

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ist uns doch die Farbe ausgegangen. Das Ganze ist ein Drogendeal unseres Allround-Gangsterbosses. Weswegen Tom seine Offensivbewaffnung aufstockt.

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Und mit verchromten Bleispritzen

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und ihrer genießerischen Abfilmung kann man schon mal zwei-drei Minuten totschlagen.

Toms Wahl ist dann eine konservative:

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Aber erst mal ist's Zeit für eine Modenschau.

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Inklusive grimmig kuckendem Bodyguard.

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Und weil wir schon lang keine leichtgeschürzten Mädels mehr hatten, die unerotische Dinge tun...

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tanzen zwei Schnepfen vor den Fenstern des "Roomers".

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Was man halt so Tanzen nennt. Das dauert auch wieder gut drei-vier Minuten und wird tutti kompletti aus exakt dieser Perspektive, ohne Zoom oder doppelten Boden, abgefilmt.

Tom beschäftigt sich damit, einen x-beliebigen Henchman umzupusten.

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LUSTIG! Heul.

Die restlichen 98 geladenen Gäste zur Premierenfeier hatten keine Zeit.

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Äh, sorry, das ist ein wichtiges Business Meeting unseres Boss der Bossen.

Der allerdings

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aus unbegreiflichen Gründen anfängt, Leute totzuschießen.

Tom kommt beinahe zu spät, um am Body Count noch Anteil zu haben.

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Nomys Killer wehrt sich (ohne dass Tom wüsste, das er's war...) -

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aber auch Sheila ist klar,

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wir gehen auf's Ende zu.

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Eben.

Die Computerstimme radebrecht was von einer letzten Botschaft Taos.

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Und dann haben wir's beinahe geschafft. Da bedanken wir uns doch bei

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Aber moment... da hat der Maestro doch glatt noch ein Gutzi für uns!

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Über den angetackerten Zwei-Minuten-Trailer auf Fernando Abrantes großartiges musikalisches Meisterwerk "Robot Emotions" breite ich den Mantel der Barmherzigkeit.

Analyse

Ich entschuldige mich in aller Form bei Ulli Lommel. Gegen "Showgirls: Exposed" ist Dungeon Girl "Panzerkreuzer Potemkin", "Scarface" und "Emmanuelle 1 bis 6" in einem. Ich hielt Lommels Werk ja schon für den Bodensatz der Filmgeschichte, aber alle angebrachte Kritik hin oder her - mit zwei zugekniffenen Augen, viel gutem Willen und aller aufgebrachten Vaterlandsliebe konnte man erahnen, dass Lommel sowas ähnliches wie eine Geschichte erzählen wollte - auf grauenvoll unerträgliche Art und zudem eine grauenvoll unerträgliche Story, aber da war etwas. "Showgirls: Exposed" ist... nichts - und sieht den Bodensatz nur aus weiter Entfernung von unten. Es ist eine willkürliche Aneinanderreihung technisch völlig inkompetenter Bildfolgen (das Wort "Szene" verbietet sich, alldieweil es ein dramaturgisches Konzept voraussetzt), ohne Sinn und Verstand (und praktisch ohne Dialoge sowieso), die - wenn man nicht wüsste, worum umgefähr sich das ganze "Photoplay" drehen und wenden soll - völlig undurchschaubar bleiben würden.

Weitere Worte verbieten sich - über dieses Machwerk sollte man wirklich nicht sprechen, nachdenken oder es sonst irgendwie in seiner Existenz bestätigen. Einzig, wenn Vorlander jetzt glaubhaft versichern könnte, alles wäre von Anfang an nur eine gigantische Verarsche gewesen, könnte ansatzweise eine Rechtfertigung für die verschwendeten Ressourcen sein.

Die DVD ist bildtechnisch miserabel, der Sound ist allerdings größtenteils okay - wer auf unkreative Elektro-/Synthpopmucke steht, mag zumindest mit der Musik ein wenig Freude haben; den Monitor sollte man aber abschalten.

Es bleibt Fassungslosigkeit.

Bewertung

BOMB-SKALA

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BIER-SKALA

-

(c) 2011 Dr. Acula

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