Touch of her Flesh, The

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THE TOUCH OF HER FLESH

Originaltitel: The Touch of Her Flesh
Alternativtitel: The Touch of Her Life, The Touch of Her Passion

USA 1967, 78 min, FSK ungeprüft (MPAA unrated)

Credits

Cast:
THE TOUCH OF HER FLESH
Michael Findlay (Richard Jennings, alias Robert West)
Angelique (Claudia Jennings)
Suzanne Marre (Janet)
Vivian Del Rio (Go Go Dancer)
Peggy Steffans (Hooker, alias Marie Lamont)
Ron Skideri (Steve, alias David Boxwell)
Rit Dexter (Doctor)
Roberta Findlay (Credits Girl, Dream Girl, Claudia Jenning's Voice; uncredited)
Sally Farb

Crew:

Regie: Michael Findlay (alias Julian Marsh)
Drehbuch: Michael Findlay
Kamera: Roberta Findlay (alias Anna Riva), Marvin Flower
Schnitt: Michael Findlay (alias Julian Marsh)
Musik: Roberta Findlay (alias Robin Aden)
Production Design: N.A.
Produzent: Michael Findlay, Roberta Findlay
Ausführender Produzent: Michael Findlay
Produktion: Rivamarsh, American Film Distribution Company (AFDC)
Spezialeffekte: N.A.



Vorwort

Michael Findlay. Der Regisseur, dem ich bereits ein Review gewidmet habe, nämlich THE ULTIMATE DEGENERATE. Vom Doc leider ziemlich unbeachtet, umfasst aber das Findlaysche Universum noch einen Haufen Filme mehr (lediglich DAS ORAKEL von Frau Findlay hat der Doc besprochen, der kann jedoch kaum als repräsentativ für das Schaffen des Ehepaares gelten). Neben ULTIMATE DEGENERATE gilt die Flesh-Trilogie, bestehend aus THE TOUCH OF HER FLESH, THE CURSE OF HER FLESH und THE KISS OF HER FLESH als Findlays Herzstück (A TASTE OF HER FLESH gehört hingegen nicht zu dieser Kategorie und wurde von Doris Wishman verbrochen).

Wie bereits im Degenerate-Review angeklungen, Findlay begründete mit seinen Filmen ein ganz neues Genre, das der knallharten Sexploitation und Findlay darf sich (zurecht) auf die Fahne schreiben, den modernen Slasher extrem stark geprägt zu haben. Als Erfinder gilt bekanntlich Hitchcock mit PSYCHO, aber erst Findlay gab die visuelle Gangart vor, die in seinen Filmen so unübersehbar ist.

Mitte der 60er waren es Regisseure wie Findlay, Joseph W. Sarno, Joseph P. Mawra und Lou Campa, die die so genannten Roughies (Thriller mit Sadomaso-Szenen, entsprechend dem, was die Zensurbehörden damals noch zuließen) drehten, Ende der 60er wurde der Production Code, der zuvor schon nicht mehr so streng einzuhalten war, abgeschafft und man konnte immer weiter gehen. Im Nudistenfilm war Nacktheit durch den Supreme Court schon erlaubt worden, nun hielt diese auch im Exploitation-Fach immer mehr Einzug. War Findlay zunächst noch Underground, schaffte er mit diesem Film seinen Durchbruch. Ich verspreche es, ich werde mir die Trilogie ganz vornehmen, auf geht’s mit Teil 1.

Inhalt

Findlay verschwendet keine Zeit und kommt gleich zur Sache – wir sehen ein Paar Möpse (die zu keiner anderen als Frau Roberta Findlay gehören). Wieso das so ist? Nun, Michael Findlay hat leider seine Leinwand in der Reparatur gelassen und irgendwo müssen wir doch die Credits zeigen, oder? Hier geschieht das übrigens wirklich noch mit Projektor, da wurde nix nachträglich hineinkopiert. Ein paar weitere Vorder- und Rückansichten später (sogar eine mit der Hand mehr schlecht als recht verdeckte Mumu ist zu sehen – Findlay pushte hier wirklich die Grenzen des damals Darstellbaren). Dazu bedrückende Orchestermusik (ein Markenzeichen Findlays).
Was soll man sonst tun, wenn die Leinwand kaputt ist?

Unser Held, Richard Jennings – von niemand anderem dargestellt als Michael Findlay selbst – ist ein verrückter Waffennarr. Er nimmt mit seiner Armbrust Maß und schießt auf eine inzwischen schon sehr durchlöcherte Zielscheibe. Seine Frau Claudia liegt inzwischen schlafend auf der Couch und Richard weckt sie mit den Worten, er müsse nun den Bus nach Boston erwischen. Claudia pennt weiter den Schlaf der Gerechten und Rich packt seinen Aktenkoffer und macht sich aus dem Staub. Zu dramatischen Violinen bahnt er sich seinen Weg durch den Bahnhof. Inzwischen ist seine Frau aufgestanden. Logisch, kaum hat der Ehemann seinen Arsch von die Tür geschwungen, steht auch schon ihr Lover bereit. Man verdrückt sich gleich ins Schlafzimmer, wo Claudia sich aus ihrem Kleidchen schält und uns ihre frivole Reizwäsche präsentiert. Auch ihr Lover entledigt sich seiner Klamotten. Das Ganze übrigens ohne jeglichen Dialog, wir hören lediglich klassische Musik von der Tonspur.

Es gibt nur ein Problem, Richard stellt fest, dass er in seinen Papieren eine Rede vergessen hat (was ihn nach fünf Minuten zum zweiten im Film gesprochenen Satz hinreißt, nur dass es hier ein akzeptables Stilmittel ist und bei A NIGHT TO DISMEMBER schlichte Inkompetenz, vor allem der Regisseurin, war). Claudia, inzwischen in einem heißen Nachthemd, macht sich über ihren bisher namenlosen Stecher her, Nun doch ein etwas längerer Dialog: Ihr Typ meint, wie kann sie sich so sicher sein, dass ihr Mann nicht wieder unerwartet heimkommen wird. Sie sagt, er ist auf dieser Waffenkonvention. Seitdem er dieses Buch über Waffen geschrieben hat, sind alle Waffennarren wie die Geier hinter ihm her. Was sie so sicher macht, dass er nicht mit anderen Frauen rummacht? Sie wiegelt jedoch ab, da gibt’s bei ihm nicht viel zum rummachen (ein wahrhaft treues Weib).
Michael Findlay legt an...

Richard ruft nichtsahnend zu Hause an, da Claudia aber das Telefon ausgehängt hat, dröhnt ihm nur das Besetzt-Zeichen in den Ohren. Inzwischen weitere Action zwischen den beiden und dramatische Musik. Nach schier endlosem Rumgeschlabber kommt er endlich auf die Idee, sie komplett von ihrer Unterwäsche zu trennen, scheitert aber im Ansatz, wir wollen ja nicht, dass irgendein Körperteil ins Bild kommt, das nicht ins Bild kommen soll, einmal geht das allerdings doch schief.

Es kommt wie es kommen muss, Richard kommt nach Hause und erwischt die beiden, und lässt sie vorerst noch in dem Glauben, er habe nichts gesehen und läuft weg. Er spurtet etwas ziellos durch die Stadt, wird aber von einem Auto angefahren und wacht erst im Krankenhaus wieder auf mit einem Turban um den Schädel gewickelt. Der Arzt sagt, es sei nicht so schlimm, seine Beine sind fürs Erste paralysiert, werden aber wieder, dafür hat er jedoch eines seiner Augen verloren. Er stellt sich kontrafaktisch als Stanley Blinder vor [letzteres nicht „blainder“ gelesen] und als obdachlos. Es gebe auch keine Angehörigen oder so.

Mit Augenklappe und nein, nicht Goldzahn sondern Rollstuhl rollt Richard in seine (neue?) Wohnung. Ihm ist nichts geblieben außer einer Flasche Fusel und einem Pfeil, der hier rumliegt und auch eine putzige Miezekatze findet sich hier (er scheint die Wohnung schon länger zu haben, oder der Vorbesitzer war kein Tierfreund). Er trinkt ein Glas von seinem Stoff und lässt sich vom Rollstuhl ins Bett fallen.
Die untreue Frau. Wird sie damit durchkommen?

Er träumt und sinnt darin auf Rache, begleitet von einer big villainous speech. Wir sehen noch mal seinen Crash und eine nackte Frau (Roberta Findlay), die ein pelziges Etwas vor ihre schönste Stelle hält (und es einmal nachjustieren muss, da es verrutscht). Seine Frau Claudia ist auch noch mal mit ihrem Lover zu sehen und Richard lässt kein gutes Haar an ihr. Sie hat ihn betrogen, sie hat sich für einen solches Nichtsnutz lang gelegt. Und wenn ein Mann erst mal in der Seele eine Frau eingeschlossen ist, dann kann er niemals entkommen. Die Frau schlägt seine Liebe entzwei, untergräbt seinen Willen und macht ihn zum Sklaven ihrer Begierden. Nein, es ist nicht nur Claudia, es ist jede Frau, die ihre Titten und Schenkel als gefährliche Waffen einsetzt. Das Dream Girl schlüpft inzwischen aus ihrem Höschen um sich den Pullover vor die Hauptsache zu halten (doch einmal sehen wir sie komplett, wenn das die MPAA sieht...) Sie hat auch mal eine Blume zum Verdecken. Die Szene geht noch etwas weiter, mit mehr Schnipseln von Szenen, die wir bereits gesehen haben.

Und doch gibt es einen Ausweg: der einzige Ausweg für jeden Mann der im sexuellen „Vortex“ des weiblichen Körpers gefangen ist, nämlich die Bitch kalt zu machen, am besten nackt und in aller Öffentlichkeit, sodass sich die Tore des Fleisches niemals mehr zu öffnen vermögen. Der Tod ist, was Claudia verdient und der Tod wird es auch sein, was sie bekommen wird, Ihr Blut wird Zeuge ihrer Verworfenheit sein. Er wird eine nach der anderen töten und die erste wird eine Rose bekommen, als Symbol für die Unschuld, die sie mal hatte (so wie bei Roberta im Traum). Dieses Symbol für ihre einstige Jungfräulichkeit soll die Hure eliminieren. Wir sehen einen Shot auf den erwachenden Richard und auf die angesprochene Rose.
Richard Jennings kurz vor seiner verhängnisvollen Entdeckung

Während also Richard ungemütlich vor sich hinsiecht ist Party. Jetzt tut sich erst mal nicht viel, außer dass wir eine Go-Go-Tänzerin (mit deutlich zu viel Stoff am Leib) betrachten dürfen. Diese verzieht sich nach getaner Arbeit in ihrer Garderobe und schaltet um auf Toplessness, dummerweise verbringt sie die Zeit mit etwas unaufregendem Waschen, Lippenstift-Auftragen, Parfümieren etc. Als sie komplett ins Eva-Kostüm wechselt kommt auf die Sekunde genau ein Paketbote herein, der ihr ein Paket überreicht (was auch sonst), was sie sich lautstark verbittet. Wir sehen sie zwar schräg von hinten, das kann jedoch nur notdürftig kaschieren, dass die Schauspielerin ihre Lippen nicht bewegt zum gesprochenen Satz (insert here your own „Welche Lippen sind gemeint?“-Joke.)

Sie öffnet ihr Präsent und findet darin etwas unerwartet für sie eine Rose. Sie sticht sich an einem Dorn (Mann, bist du doooooooof, Mädchen) und setzt für mich unerwarteterweise ihre Show fort (diesmal mit mehr Fleischbeschau). Die Problem ist nur, sie hat dasselbe Kleid an wie vorher, nur ihre Unterbuxe ist eine andere, das hätte das Publikum aber sowieso nicht gesehen, was sollte dann die Umzieh-Aktion? Eingenässt oder was? Nun taucht auch Richard wieder auf und beaugt (ihr habt richtig gelesen) kritisch die Tänzerin. Plötzlich wird ihr schwindlig und sie fällt zusammen. Muss daran gelegen haben, dass in der Rose irgendwas drin gewesen ist, was da nicht rein gehörte.
Das was wir sehen wollen!

Kompletter Szenenwechsel. Eine Frau latscht ganz alleine durch einen Wald. Sie erreicht dort ein abgeschiedenes Haus, das etwas schizophren eingerichtet ist: Gartengeräte und riesige Oberlichter, dazwischen ein Sofa, auf dem sie sogleich Platz nimmt. Sie ist nicht allein in diesem Haus. Claudia sitzt am Klavier und klimpert. Die neue Frau (Janet) lässt wortlos die Hüllen fallen und steht Claudia in Unterwäsche Modell (die ist ja mächtig kultiviert inzwischen). Claudia macht sich inzwischen Sorgen, sie meint, dass Richard hinter ihr her ist, denn er kann schließlich manchmal „strange“ sein, sie befürchtet sogar, er würde sie töten. Janet will sie vertrösten, er ist einfach abgehauen und überhaupt, so schlimm wird’s schon nicht sein. Claudia wäre froh, wenn sie das glauben könnte. Janet hat doch wohl hoffentlich Richard nicht erzählt, dass sie für Claudia hier Modell steht?! Janet antwortet, dass Richard zwar weiß, dass sie für Claudia modelliert, aber nicht hier (hä?), sie kennt Richard und der würde keinen Finger krumm machen, selbst wenn er wüsste, wo sie sich aufhält. Erstens: wenn du dich da mal nicht täuschst, Mädchen und zweitens: nein, ich habe keine Ahnung, woher sich Richard und Janet so gut kennen.

Diese Szene verdeutlicht außerdem noch mal das Problem mit dem Overdub: Offensichtlich war der Dialog zum Drehzeitpunkt noch nicht geschrieben, also sehen wir wieder die gute alte „Alle Charaktere werden von hinten gefilmt beim Dialog“-Schule. Das ist besonders strange, wenn wir immer genau die ANDERE Schauspielerin sehen, wenn eine von beiden spricht. Das ist zwar bei weitem gekonnter eingesetzt, wie bei Frau Wishman, sollte jedoch eines Michael Findlay nicht würdig sein.
Lutsch an meinem Blasrohr.

Richard fährt inzwischen mit seinem Rollstuhl durch die Stadt. Er sieht die Ankündigung für die nächste Burlesque-Show, er betrachtet angewidert das Schaufenster. All diese leichten Frauen, muss er wohl denken, sie alle müssen dafür büßen, was ihm Claudia angetan hat.

Abends in der Show räkelt sich eine nicht ganz unansehnliche Burlesque-Tänzerin in Unterwäsche zu leidenschaftlichen Saxophon-Klängen. Richard rollt langsam in den Saal hinein. Zuerst habe ich gedacht, die immer wieder eingesetzten „Yeah“-Schreie kommen aus dem Publikum, später wird sich aber herausstellen dass die zum Song gehören. Er betrachtet den nicht enden wollenden Striptease, verfällt in eine Phase des Rapid Eye Movement (und das im Wachzustand!) und wirkt auch sichtlich angeregt durch das was er sieht. Er zieht ein Blasrohr (aber nicht das aus Fleisch bestehende) hervor und tötet die Tänzerin mit einem gezielten Schuss.

Ohne dass wir erfahren, wie er wieder aus dem Laden herausgekommen ist, sehen wir wieder Janet, die sich mit einer anderen jungen Dame unterhält (diesmal zumindest mit Ansätzen von Lippenbewegungen). Die beiden scheinen sich gut zu kennen, darauf angesprochen, wo sie war, antwortet Janet, dass sie auf der Insel (Wald und Insel schließen sich zwar nicht aus, aber nach Insel sah mir das nicht aus) ihren Leidenschaften gefröhnt hat. Das war eine so tolle Erfahrung, dass sie doch mitkommen soll. Sie verneint mit dem Hinweis darauf, dass das Business derzeit „tough“ ist und die Bullen keinen Spaß verstehen. Bevor wir uns selbst einen Reim drauf machen müssen, informiert uns Richard, der dies aus sicherer Entfernung betrachtet, dass die eine der „hooker friends“ von Janet sein muss und wer in der Scheiße wühlt, macht sich irgendwann selbst die Finger schmutzig. Janet hat sich verkrümelt, also konfrontiert Richard das Freudenmädchen persönlich, sie setzt ein nicht ganz so unschuldiges Lächeln auf und schiebt ihn nach Hause in seine Wohnung (erkennen wir an der noch angesoffenen Whisky-Flasche).
Jennings in der geilen Wut

Man unterzieht sich einem Staredown-Contest, sie will ihn angraben, aber er wiegelt ab und sagt, sie solle sich ausziehen, ohne ihn anzutatschen. Bisher scheint er gegen ihren Broterwerb nicht viel zu haben und hilft ihr sogar beim Auskleiden. Anscheinend kennen sich die beiden nicht und sie hält ihn für einen ganz stinknormalen Kunden. Richard berührt sie und seinen lüsternen Blick muss man echt gesehen haben. Auch sie reißt sich den Stoff vom Leibe (verdammt, hat denn wirklich jede Frau im Findlay-Universum Strapse an?) Richard vergreift sich an ihr. Sie soll sich nackt aufs Bett legen, während er sich vorbereiten will, wie er sagt. Während sie sich nun auf dem Bett räkelt (und wir tatsächlich a glimpse of beaver bekommen), rüstet er sich im Nebenraum mit Gehstock und einem Messer aus, das er dezent unter seiner Wampe versteckt.

Mit Hilfe seines Stocks rappelt er sich vom Rollstuhl auf und geht Richtung Bett. Sie beginnt in freudiger (und nichtsahnender) Vorfreude zu stöhnen. Anstatt von seinem Luststab wird sie allerdings von seinem Messer penetriert. Sie ist gelähmt vor Angst, er will aus ihr rauspressen, wo sich Janet befindet („tell me you little pig“ – wo ist da bloß die gute Kinderstube?) Als er dann schließlich ihre Titte wie einen Pizzateig knetet, knickt sie ein und verrät ihm alles, was er wissen will. Das hindert ihn nicht daran, sich in eine geile Wut hineinzusteigern (wie Großmeister Marquis de Sade persönlich) und sie entgegen aller Versprechungen TROTZDEM abzustechen.

Derweil heile Welt bei Janet und Claudia. Claudia hat inzwischen weniger Stoff umgeschnürt als Janet. Und dabei ist doch eigentlich Janet das Model, vielleicht hat Claudia da etwas missverstanden, als sie meinte, sie wolle Janet nackt malen (ihr wisst schon: wie kann man am besten *Geile-Frau-eurer-Wahl* nackt sehen? Zieht euch sämtliche Klamotten aus und seht sie euch an. Dann seht ihr sie nackt, har-har).
„Keine Sorge, Onkel Richard will nur ein bisschen Kille-kille machen.“

Claudia fährt der friedlich schlummernden und sichtlich entspannten Janet durch die Haare. War hier eine Lesbenszene im Gang, die uns Findlay vorenthalten hat? Claudia zieht sich wieder an. Richard hat inzwischen das Versteck ausfindig gemacht – mit seinem Auto. Erstens, wie kann er in seinem Zustand noch Auto fahren und zweitens, hieß es nicht vorher eigentlich Insel? Ich sehe hier keine Brücken? Ersteren Punkt kann man noch damit entschuldigen, dass sich Richard nun immerhin ohne Stock wieder fortbewegen kann. Claudia läuft nun durch den Wald, Richard humpelt ihr unbemerkt hinterher. Er hat irgendwas unter einem schwarzen Tuch versteckt bei sich.

Claudia dreht sich um, sie erblickt ihren Verfolger aber erst nach längerem Hinsehen, auf fast freiem Feld und ihre Reaktion ist auch nicht sonderlich spektakulär, sie hält sich für zwei Sekunden die Hand vor den Mund. Na pass' bloß auf, dass du uns nicht noch vor Schreck abkratzt, Mädchen. Richard verfolgt sie nun durch das unwegsame Gelände. Sie flieht zurück ins Gebäude, wo Janet immer noch in Unterwäsche auf der Couch liegt (die muss echt ins Nirwana gepoppt worden sein), Claudia versucht sich vergeblich daran, das Schloss zu verriegeln, lässt die Tür schließlich offen, sodass Richard keine Probleme hat, sie zu öffnen.
„...und dann hab' isch se jesächt...

Richard entblößt nun sein Mitbringsel, es handelt sich (wer's erraten hat, bekommt 500.000 BM-Gummipunkte in die ‑zelle) um nichts anderes als seine Armbrust. Panik unter den Mädels. Janet, die noch keine Zeit gefunden hat, sich den BH zuzumachen, verschanzt sich in irgendeinem Raum. wo sie sich sicher glaubt. Das gelingt zunächst auch, denn Richard stellt Claudia zur Rede, nimmt sie in den Schwitzkasten und reißt ihr den Mantel vom Leib. Sie kann sich kurz losreißen, geht ihm aber wieder ins Netz, wo er sie im Würgegriff um ihre Oberbekleidung erleichtert. Er möchte die Melonen noch mal sehen und berühren, an denen sich der andere Heini mit seinen Wichsgriffeln verlustiert hat. Dazwischen sehen wir suggestive Close-ups auf ein Sägeblatt einer Kreissäge. Au weia. Sie liegt inzwischen wehrlos auf dem Apparat und Richard macht sie (off-screen) einen Kopf kürzer.

Sichtlich aufgekratzt von dieser Bluttat nimmt er sich seine Armbrust zur Hand und verfolgt Janet, kriegt aber nur ihren BH zu fassen, sodass sie fortan oben ohne rumlaufen muss (wenn du zu doof bist, das Ding zuzumachen, selber schuld!) Nach längerem Verfolgen kriegt er sie von hinten zu fassen, er den Vorteil lediglich nur zur Hälfte ausnutzt, weil er seine Armbrust vorsorglich ablegt. Er ringt mit ihr, wobei sie irgendein Teil zu fassen kriegt und es ihm über die Omme zieht. Jetzt schnappt SIE sich die Armbrust. Er klettert eine Leiter empor, sie bemerkt ihn, schießt auf ihn und tötet ihn mit nur einem Schuss. Ende.
Der Killer kurz vor dem Ende.


Analyse

Das war Teil 1 der FLESH-Saga und ich bin, muss ich sagen, etwas zwiegespalten. Einerseits bin ich großer Findlay-Fan, andererseits hat der Film erstens seine klaren Schwächen, besonders im Mittelteil, und zweitens gibt es noch die Teile 2 und 3. Und gegen die, so muss man leider konstatieren, sieht der Flesh 1 eben etwas blass aus, sei es technisch wie inhaltlich. Gäbe es nur diesen ersten Teil, so würde ich sagen, jawohl, meinen Segen hat das Ding, aber wie gesagt, die Sequels...

Zunächst mal stellen wir fest, dass Findlay in diesem Teil vor allem versucht, seine Killer-Figur Richard Jennings entsprechend aufzubauen. Dass er Waffennarr ist, ist alles wir an Background bekommen, das finde ich aber keineswegs zu wenig sondern vollkommen ausreichend. Soll sich jeder selber ein Urteil bilden, ob daraus ein politisches Statement zu stricken ist oder nicht. Seine Motivation ist nicht unbedingt von der originellen Sorte (auch für das Jahr 1967), es ist die altbekannte Eifersucht, nur was er daraus macht steht auf einem anderen Blatt. So wird Richard Jennings oft als erster Killer im Slasher-Genre bezeichnet (kommt wie gesagt, auf die Zählweise an).

Seine Motivation ist insofern nachvollziehbar, dass er von seiner Frau vollkommen kalt erwischt wurde, dass er allerdings seinen Hass gegen alle Frauen, die ihrer Körperlichkeit fröhnen, richtet, ist wohl als typisches Findlaysches Over-the-top-Feature zu werten. Dass es ausgerechnet diese Frauen sind, mag man anprangern, großartig andere Frauen z.B. von der prüden Sorte finden in diesem Film einfach nicht statt – jede vorkommende Frau hat einen starken Hang zur Sexualität, nur hat sich das bis dato bei Richard noch nicht rumgesprochen, der sich in einer romantischen Love-Story und das „Gute“ in den Frauen glaubt. „Wrong Genre Savvy“ könnte man sagen.

Viele haben natürlich wieder Frauenfeindlichkeit geschrien. Es mag nicht falsch sein, dass Richards Motivation von einer solchen geprägt ist, andererseits ist aber auch der Böse und hey, es ist immerhin Exploitation. Solange es nicht zu schlimm wird, muss man nicht unbedingt mit der Moralkeule kommen (zumal der Film in Sachen gezeigter Brutalität doch sehr zahm bleibt), wenn ein Film jedoch nur darin besteht, in möglichst selbstgefälliger und sadistischer Art leichtbekleidete Frauen abzumurksen, dann ist es für die Tonne. Findlay ist davon meilenweit entfernt (wobei die Sequels da eine andere Baustelle sind, hust).

Betrachten wir den Film als solchen. Das Set-up ist zwar nicht gerade üppig oder besonders originell, geht aber in Ordnung, trotzdem hätte man sich noch einige Charakterszenen von Richard erhofft, auch seine Frau bleibt ziemlich blass, da wäre noch mehr gegangen. Tatsächlich ist der Film zweifelsohne dann am stärksten, wenn Findlay selbst im Bild zu sehen ist. Findlay geht voll auf in seinem Killer und bringt teilweise sogar ganz passable darstellerische Leistungen, dummerweise bekommen wir davon zu wenig. Dass in diesem Film sehr viel Screentime mit Aus- und Ankleiden verbracht wird, mag man noch zugestehen, was im Mittelteil allerdings an Zeitschinderei betrieben wird, ist einfach nur kläglich. Etwa die beiden Szenen mit den Tänzerinnen hätte man locker um mindestens die Hälfte kürzen können, weil schlicht und ergreifend NICHTS passiert. Die Damen sind zwar ganz nett anzusehen, hier merkt man jedoch deutlich, dass Findlay eben nur auf eins aus war, Laufzeitstreckung und das sollte jemand wie er eigentlich nicht nötig haben.

Insgesamt ist das Tempo des Films ohnehin sehr langsam, stellenweise fast schlafwandlerisch. Das ist für sich genommen noch kein Todesurteil für einen Film, jedoch schafft Findlay hier (noch) nicht ganz den Spagat, wann eine Szene betulich sein darf und wann man dem Publikum wieder eins vor den Latz knallen muss. Der ruhige Anfang gefällt mir z.B. ganz gut, irgendwann nutzt sich das ab und man braucht etwas Butter bei die Fische. Im völligen Gegensatz zu DEGENERATE etwa, wo Findlay das perfekt hinbekommt. Man sieht also eine gewaltige Steigerung.

Das Drehbuch ist schlicht und erfüllt seinen Zweck, ein paar Ungenauigkeiten gibt es dennoch. Wie z.B. kommt Richard mit dem Auto auf die Insel (auf der sich einfach schlicht und ergreifend nix befindet außer dem Haus)? Was ist mit der neuen Wohnung? Wie kommt er so einfach aus dem Burlesque-Laden wieder raus? Das ist jetzt nicht weiter schlimm, nur Sachen, die mir aufgefallen ist.

Vom historischen Standpunkt aus ist der Streifen nebst der kompletten FLESH-Reihe hochinteressant, besonders für euch, liebe Slasher-Fans. Zwar mag PSYCHOs Norman Bates sich damit schmücken dürfen, als erster Slasher-Killer zu gelten (auch wenn man PSYCHO kaum als Slasher bezeichnen kann), trotzdem darf sich Findlay ans Revers heften, dass er dieses Genre entscheidend geprägt und zumindest mit-begründet hat. Nichtsdestoweniger hält sich der erste Teil damit noch ziemlich in Grenzen, einiges läuft in FLESH 1 anders ab, als in seinen Nachfolgern. Dazu gehört, dass sich der Streifen zwar auf nackte Haut spezialisiert, aber noch ganz stark in dieser Burlesque-Optik verhaftet bleibt. Atemberaubende Kamerafahrten gibt’s keine (aber immerhin Kameraschwenks), auch keine Killer-POVs (dafür aber viele Nahaufnahmen vom Killer und seinem Mienenspiel), die typische Slasher-Ästhetik findet sich dafür mehr als deutlich in DEGENERATE wieder. Auch die Kills laufen etwas anders ab. Die beiden Tänzerinnen werden in aller Öffentlichkeit getötet, da Jennings bewusst das Spektakel sucht. Am Ende relativiert sich das dadurch, dass Janet und Claudia alleine im Backwood-Schuppen sind, trotzdem wird nur Claudia gekillt (und das offscreen).

Viele Tropen, die das Genre so unverwechselbar machten, werden natürlich ausgespielt. Der (körperlich derangierte) Killer, der Zeuge wird von einer moralischen Verfehlung und der seine innere Verletzung durch einen Amoklauf wettmachen möchte. Die fehlenden sozialen Fähigkeiten des Killers und sein betontes Einzelgängertum. Die Unterscheidung zwischen „wertes“ und „unwertes“ Leben, die der Killer trifft (dazu aber gleich noch mehr). Die Fixierung auf Waffen, Gimmicks und Werkzeuge und viele mehr. Andere Dinge fehlen, wie die oft unbewusste Verbindung zwischen Killer und Opfer und auch der Kontrast jugendlich – erwachsen findet nicht statt (weil alle erwachsen sind). Auch die Dichotomie starker Killer – schwaches Opfer gibt’s so nicht, lediglich Claudia kann er durch körperliche Überlegenheit besiegen, seine anderen Opfer sind mehr oder weniger stark und er besiegt sie nur durch miese Tricks. Janet macht das Final Girl und ihn kalt.

Der von mir verhasste „Death by Sex“-Tropos, der im Slasher oft gespielt wird, um die popösen Teenager für ihre Sittenlosigkeit im Besonderen und für ihren jugendlichen Leichtsinn im Allgemeinen zu bestrafen (der „Sex is good“-Tropos ist mir bedeutend lieber), ist zwar theoretisch vorhanden, und Jennings bestraft die Frauen tatsächlich für ihre ungezügelte Sexualität (verfällt aber nichtsdestoweniger selbst gerne in die von Marquis de Sade patentierte „geile Wut“). Allerdings gibt es keinen richtigen „positiven“ Gegenentwurf, also eine Frau, die er demonstrativ verschont, um dem Zuschauer ihre moralische Überlegenheit zu präsentieren.

Janet ist als Final Girl vielleicht minimal moralisch „besser“ als seine anderen Opfer, doch auch sie verkehrt mit Prostituierten (sie scheint selbst keine zu sein, aber das weiß Jennings nicht), sie betreibt Nackt-Modelling mit Claudia und hat (vermutlich) lesbischen Sex und läuft am Ende des Films nur im Unterhöschen rum (den BH klaut ihr Jennings, doch sie hatte ihn schon die ganze Zeit offen). Auch hat ist sie deutlich weniger Femme Fatale als Claudia und agiert mehr aus dem Hintergrund. Trotzdem nicht das, was man als komplett „rein“ bezeichnen würde. Außerdem ist Jennings der einzige im Film, der nicht bemerkt, dass alle Frauen in dieser Welt völlig unentschuldigt sexuell offenherzig sind (wie man es für die Burlesque-Welt erwartet) und dass es keinen Sinn hat, irgendeine Frau für ihre Taten zu bestrafen, da die Frauenwelt es weiter genauso unentschuldigt weitermachen wird. Ich glaube, dass sich Findlay dieser Tatsache bewusst war. Den Slasher in die Burlesque-Szene zu verlegen mag man somit als „Unbuilt Trope“ ansehen.

Vom Exploitation-Faktor her nimmt sich Findlay noch ordentlich zurück im Vergleich zu späteren Werken. Hier hatte er offensichtlich noch gebundene Hände durch die Zensurbehörden (oder er wollte nicht gleich voll aufs Gas treten, oder beides). Nudity gibt’s bedeutend weniger als in seinen späteren Filmen und Full Frontal Nudity wird umgangen (wobei das in zwei Szenen auch nicht der Fall ist, einmal die Traumsequenz mit Roberta Findlay und ein anderes Mal mit der Prostituierten). Ich glaube nicht, dass das beim Dreh nicht bemerkt wurde, vor allem die Traumsequenz scheint wirklich Methode gehabt zu haben, Findlay würde sich wahrscheinlich mit „Entschuldigung, war Absicht“ aus der Affäre ziehen. Finde ich unterstützenswert. Oberweiten gibt’s dafür en masse. Der Härtegrad ist eher niedrig anzusiedeln, der Bodycount besteht, Richard eingeschlossen, aus gerade mal vier Personen, die beiden Tänzerinnen werden ohne Blut und auch ohne größeren Todeskampf beseitigt. Die Sache mit der Kreissäge ist schon stärkerer Tobak (hier ein Einfluss auf DIE KLASSE VON 1984?), es passiert aber komplett im Off, noch nicht mal Blut an Richards Händen ist zu sehen.

Vom technischen Standpunkt aus gibt's Licht und Schatten. Da haben wir einerseits wirklich gute Bilder, mit einem Blick für gute Kameraeinstellungen, die noch dazu mit stimmiger, klassischer Musik unterlegt sind, sodass eine stylishe Atmosphäre aufkommt (Findlay wusste damals schon, wie man mit wenig Kohle so was hinbekommt), dazu gibt’s eine ganz solide Kameraführung, es werden auch schon Blenden eingesetzt (etwa mit der Rose) und gefällig sind auch die starken Kontraste. Das Editing kann sich auch ganz gut sehen lassen. Nicht so gelungen ist teilweise Arbeit mit dem Set-Licht, am Anfang sehen wir viel zu viele überflüssige Schattenwürfe, die man hätte vermeiden können, manche Shots sind auch unnötig dunkel (in der Burlesque-Show) trotzdem schafft das eine besondere Atmosphäre.
Cover der DVD von Something Weird

Der Film hat ein sehr großes Problem und das heißt Sound. Ich gehe, wie oben angesprochen davon aus, dass die meisten Dialoge zum Drehzeitpunkt noch nicht geschrieben waren, sodass die Akteure so chargieren mussten, dass es bei der Post Production keine Zwischenfälle gibt, trotzdem merkt man leider mehr als einmal schmerzlich, wie wenig der Overdub zu den Lippenbewegungen passen will oder gar keine Lippenbewegungen stattfinden. Außerdem fällt es oft schmerzlich auf, dass eine Szene zwar z.B. draußen spielen soll, aber der Ton deutlich im engen Studio (oder bei Findlay zu Hause) aufgenommen ist. Dazu ist der Sound auch nicht besonders gut abgemischt und es wurden auch nicht viel mehr als drei oder vier Sprecher beschäftigt (allen voran natürlich die Findlays selber). In seinen späteren Filmen waren die Overdubs auch nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, jedoch entweder witzig (Bruno in DEGENERATE) oder auch nicht weiter störend. Findlay kann dieses Problem oft genug damit umgehen, dass es nur sehr wenige Dialoge gibt und wir von der Soundspur meistens klassische Musik hören.

Schauspieler: Das Ensemble ist überschaubar, Michael Findlay übernimmt unter seinem bekannten Pseudonym die Rolle des Killers Richard. Ich kann nur sagen gelungen. Findlay mag kein Oscar-Kandidat sein, aber für diese Rolle reicht es allemal. Es hätte noch wesentlich mehr sein dürfen von ihm weil diese Szenen die besten sind. Auch seine Regie zeigt schon im Ansatz, was ihn später auszeichnen wird. In den 60ern fing er an mit den Roughies, dann kamen seine Sexploiter, bis er dann im Horror-Fach ankam; so sind SHRIEK OF THE MUTILATED und SNUFF wohl seine bekannteren Werke, sie stellen aber nicht den Gipfel in seinem Schaffen dar. Er starb durch das Rotorblatt eines Helikopters (!) Näheres kann man gerne dem DEGENERATE-Review entnehmen.

Roberta Findlay tritt hier nur als Nacktmodell auf, übernimmt jedoch alle anderen Stabrollen. Sie konnte später noch mehr im Horrorfach Platz nehmen, hier stand sie ihrem Mann treu (?) zur Seite. Ihre Kameraarbeit ist durchaus überzeugend, die Musik kann sich sehen bzw. hören lassen. Auch als Modell ist sie nicht unbedingt der schlechteste Anblick.

Peggy Steffans war regelmäßige Akteurin in diesem Genre und vollbrachte das Kunststück, für Findlay und Doris Wishman vor der Kamera zu sein (A TASTE OF HER FLESH), Sie spielte mit (ANYTHING FOR MONEY, ALL THE SINS OF SODOM), führte Ko-Regie (MISTY) oder war sonst wie am Produktionsstab beteiligt (DAS STRANDHAUS) in vielen Filmen von Joseph W. Sarno (SIN IN THE SUBURBS), mit dem sie bis zu seinem Tod 2010 verheiratet war. Der Rest des Casts tauchte nur bei Findlay-Filmen oder vergleichbaren Schmuddel-Produkten auf, z.B. Ron Skideri in THE ABDUCTORS.

Der Film wurde von Something Weird zusammen mit den beiden anderen Teilen auf einer DVD veröffentlicht. Bild ist für das Alter des Films akzeptabel, der Print ist sauber und nur mit wenigen Defekten, der Ton ist nicht immer so gut, was aber sicher am Ausgangsmaterial liegt. Extras kann man bei drei Filmen auf einem Silberling logischerweise nicht erwarten,vor dem Hauptmenü gibt es nur den öfters gezeigten Sammeltrailer. Glücklicherweise sind alle Filme völlig uncut. Trotz Ermangelung der SW-typischen Extras ist diese DVD sicherlich eine der Must-have Scheiben aus dem Haus. Irgendwann um das Jahr 1997 sind alle Teile von Something Weird auf VHS aufgelegt worden, die heute aber nicht mehr erhältlich sind. Zumindest Teile 2 und 3 wurden auch in den Niederlanden auf DVD veröffentlicht.

Fazit: „Ich habe ja immer gewusst aus dem Jungen wird was.“ So leicht könnte man es sich nach Ansicht dieses Werkes (mit Kenntnis der Sequels) machen. Findlays erster Eintrag in die FLESH-Reihe gilt als sein Durchbruch und ist für mich dennoch ein zweischneidiges Schwert. Einerseits sieht man schon vieles davon, was Findlay später mal auszeichnen wird, andererseits krankt der Streifen an Längen, einem miesen Overdubbing und ist im Vergleich zu seinen späteren Werken ziemlich zahm. Somit ist sicher FLESH 1 kein schlechter Film, aber er könnte besser sein. Wenn man ihn aber mit seinen Sequels vergleicht (und das muss man eben einfach tun), wirkt er doch mehr wie eine Vorübung dessen, was uns der Meister noch präsentieren wird. Fans von Sexploitation im Allgemeinen und Findlay im besonderen sei der Streifen trotzdem ans Herz gelegt, obwohl die Sequels klar besser sind. Wir sehen uns bei FLESH 2 und 3!


Bewertung

BOMB-SKALA
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BIER-SKALA
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SEX-SKALA
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